Märkte

Ölpreis steigt weiter an – Hurrikan und Lager helfen

Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steigt weiter an. Seit Wochenanfang ist es jetzt im WTI-Öl ein Anstieg von 69,50 Dollar auf aktuell 72,66 Dollar. Erst gestern berichteten wir über die Faktoren, die im Verlauf dieser Woche für einen deutlich steigenden Ölpreis sorgen. Von OPEC und IEA hörte man positive Signale in Sachen Öl-Nachfrage.

Öl-Lagerbestände helfen dem steigenden Ölpreis

Mit einen Rückgang von 6,4 Millionen Barrels im Wochenvergleich haben gestern Nachmittag die Lagerbestände für Rohöl in den USA dem steigenden Ölpreis weitere Unterstützung gegeben. Denn sinkende Lagerbestände zeigen hohe Nachfrage, weniger Angebot, oder beides gleichzeitig.

Produktionsausfall am Golf von Mexiko

Normalerweise geht so etwas schneller mit der Markterholung nach einem Hurrikan am Golf von Mexiko. Aber inzwischen sind es 2 1/2 Wochen, seitdem Hurrikan Ida in den USA massive Verwüstungen verursacht hat. Der Golf von Mexiko, wo viel Öl-Förderung und Weiterverarbeitung (Raffinerien) angesiedelt ist, ist immer noch stark beeinträchtigt. Laut gestrigem Bericht der zuständigen US-Behörde BSEE sind wegen Ida immer noch 537.193 Barrels pro Tag oder 29,52 Prozent der Öl-Förderung am Golf von Mexiko ausgefallen. Dies sorgt also weiterhin für Knappheit am Ölmarkt in den USA, was den hohen Ölpreis ebenfalls weiterhin stützt.

Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank sagen heute in ihrem Öl-Kommentar (hier auszugsweise), dass selbst wenn sich die Öl-Produktion im Golf von Mexiko wieder normalisiert, der Markt angespannt bleibe, da die Nachfrage stärker steigen dürfte als das Angebot der OPEC+. Dieses werde planmäßig jeden Monat um 400.000 Barrels pro Tag erhöht, wobei der tatsächliche Anstieg wegen der begrenzten Möglichkeiten zur Ausweitung der Produktion in Angola und Nigeria voraussichtlich geringer ausfallen dürfte.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten 10 Tage
Chart zeigt WTI-Ölpreis im Kursverlauf der letzten 10 Tage.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Das sind alles temporäre Faktoren die keinen langfristigen Einfluss haben werden. Ich persönlich sehe kein Potenzial bis 100 US-Dollar je Barrel, das geben die Fundamentaldaten nicht her. Außerdem sind die Rohstoffmärkte wie andere Märkte auch, in erheblichem Maße liquiditäts und spekulativ getrieben. Wie immer gilt auch: Je höher der Ölpreis, desto mehr Fracking-Ölangebot.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage