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Märkte

Ölpreis steigt weiter! Keine Gefahr mehr vorhanden für einen Absturz?

Claudio Kummerfeld

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am

Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steigt weiter an. Von gestern früh bis heute früh ist es ein Anstieg von 1,70 auf 33,83 Dollar. Was für eine Bewegung von 20 Dollar im amerikanischen WTI-Öl noch am 4. Mai bis auf knapp 34 Dollar heute. Der folgende Chart zeigt die Bewegung seit Dezember 2019. Vom Hoch bei 65 Dollar ging es sogar ins Minus im Mai-Kontrakt, was hier im Chart nur runter bis auf Null dargestellt wird am 20. April. Daran „angeklebt“ ist der folgende Juni-Kontrakt am Terminmarkt, wo sich der Preis schnell stabilisierte und seine rasante Rally startete.

Ölpreis steigt weiter – die aktuelle Lage

Gestern früh hatten wir darauf hingewiesen, dass es gute Gründe gäbe warum der Ölpreis weiter steigen könnte (nicht muss). Und tagsüber hing der Markt weiter in seiner Müdigkeit. Aber nach den Lagerdaten dann, wie in unserem Szenario beschrieben, begann doch noch der weitere Anstieg im Ölpreis. Denn die offiziellen Lagerbestände für Öl in den USA wurden gestern mit -5 Millionen Barrels vermeldet, nachdem schon vorgestern die API-Daten ein Minus von 4,8 Millionen Barrels gezeigt hatten. Auch die konkrete Aussage der Expertin Amena Bakr vom gestrigen Mittwoch, dass die globale Öl-Nachfrage schon im Juli 1,8 Millionen Barrels pro Tag höher liegen könne als das Angebotsvolumen, untermauert die aktuelle Euphorie am Ölmarkt. Die Nachfrage steigt, das Angebot sinkt dank der weltweiten Fördermengenkürzungen. Noch ist der Erholungstrade bei Öl intakt.

Die Risiken

Das Risiko, dass zahlreiche Super-Tanker mit ihrem jüngst entladenen Öl am Golf von Mexiko die Lagertanks in den USA wieder voller machen, wurde gestern nicht bestätigt. Wer den Anstieg im Ölpreis aber kritisch begleiten und nach möglichen Szenarien für einen bevorstehenden Absturz Ausschau halten möchte, der schaue am besten gleich zwei Mal auf Donald Trump. Gerade erst Anfang der Woche tweetete er, dass Öl wieder zurück sei, also dass die amerikanische Öl-Industrie bei dem gestiegenen Ölpreis wieder zurück in die Spur kommen werde, weil die Profitschwelle wieder erreicht wird. Tja, nur wenige Tage nach den weltweiten Kürzungen der Fördermengen (was zum steigenden Ölpreis maßgeblich beisteuerte), animiert Trump damit seine heimischen Fracker ihre Fördermenge wieder hochzufahren. Das könnte die fortschreitende Erholung im Ölpreis gefährden.

Und da wäre Trumps zweite Gefahr. Markus Fugmann hat heute früh ausdrücklich darauf hingewiesen (siehe hier im Video), dass die Spannungen im Handelskrieg zwischen den USA und China nun zunehmen könnten. Denn Donald Trump greift Chinas Staatschef Xi Jinping nun auch persönlich an. Diese mögliche Eskalation könnte eine Gefahr für die gerade beginnende konjunkturelle Erholung sein, und damit auch die Öl-Nachfrage gefährden. Dies könnte folgerichtig auch eine Gefahr für den (noch) steigenden Ölpreis sein! Auch darf man nie vergessen, dass immer wieder neu vermeldete Konjunkturdaten dieser Tage verdeutlichen könnten, dass die Cornakrise die globale Konjunktur doch nachhaltiger und länger trifft als gedacht. Sowas kann den Ölpreis auch jederzeit plötzlich zum Absturz bringen.

Ölpreis Verlauf seit Dezember 2019

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    21. Mai 2020 11:41 at 11:41

    Na, was wohl beim Ölpreis sind Gaps offen, wegen Corona.

    „Wer den Anstieg im Ölpreis aber kritisch begleiten und nach möglichen Szenarien für einen bevorstehenden Absturz Ausschau halten möchte, der schaue am besten gleich zwei Mal auf Donald Trump. Gerade erst Anfang der Woche tweetete er, dass Öl wieder zurück sei, also dass die amerikanische Öl-Industrie bei dem gestiegenen Ölpreis wieder zurück in die Spur kommen werde, weil die Profitschwelle wieder erreicht wird.“ ???

    Die Amis können bezüglich der Förderkosten mit den Saudis bei weitem nicht mithalten ! – Keine Chance !
    Das sind US-Fracking-Buden, welche durch den hohen Ölpreis entstanden.. der Donald wollte sogar Alaska „erschliessen“ lassen.

    Hauptsache, der Ölpreis ist hoch – Umweltschutz ? – Nie gehört ?

    Das interessiert den Donald wohl kaum, seine Hotels stehen leer, die US-Regierung hat den Donald gar nicht unterstützt bezüglich seiner Habenschaft, natürlich nicht. – und der donald ist natürlich total neutral, das hat überhaupt nix mit seinen Trump-Imperium zu tun, wer´s glaubt…

    wisst Ihr was, da ist mir die Frau Merkel lieber.. – und das sind Welten !!!

    also zusammengefasst, wer den Donald wieder zum Präsidenten wählt, der müsste überlegen, ob das da mit se Donald einen Sinn macht.

    Hut ab, dass er die Wahl gewonnen hat, aber der Donald ist der schlechteste Präsident der USA aller Zeiten. Der Donald ist eben kein Politiker, er ist eher ein Unternehmer/Investor.

    Das mit dem Twitter-Zeug vom Donald… Sowas macht keiner, außer ihm. Das sind natürlich alles „Fake-News“… :D

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Devisen

Türkische Lira: Abwertung nach Zinsanhebung – warum ist das passiert?

Redaktion

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Lira-Geldscheine

Die türkische Lira verliert diese Woche wieder deutlich an Boden. Es ist ein Desaster für alle die hofften, dass eine drastische Zinsanhebung durch die türkische Zentralbank auch eine Wende für die türkische Lira einleiten würde. Denn die wertet seit Jahren dramatisch ab. Aber wie gesagt, letzte Woche Donnerstag erhöhte die Zentralbank den Leitzins drastisch, um 4,75 Prozentpunkte auf volle 15 Prozent, um die Inflation in der Türkei einzudämmen.

Türkische Lira reagierte auf drastische Zinsanhebung

Genau dieser Schritt auf 15 Prozent war am Devisenmarkt erwartet worden. Entsprechend war die türkische Lira in den Tagen vorher schon gestiegen, und auch kurz nach der Zinsanhebung stieg die Lira weiter an gegen US-Dollar und Euro. USDTRY fiel von 7,67 auf 7,51. Also, alles lief nach Plan? Nein, die Lira begann wieder abzuwerten, und zwar deutlich – jetzt notiert USDTRY bei 7,91. Diese Woche Montag berichteten wir bereits darüber, dass vermutlich Inländer in der Türkei zwischenzeitlich die gestiegene türkische Lira dafür genutzt hatten, um zu besseren Kursen weiter US-Dollar und Euro zu kaufen. Dass die türkische Lira die letzten Tage ein echtes Eigenleben führte, erkannte man an einer fallenden Lira bei gleichzeitig fallendem Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Wenn der US-Dollar fällt, hat eigentlich alles was gegen ihn gehandelt wird, eine gute Chance zu steigen – aber nicht so die Lira in den letzten Tagen!

Warum die Zinsanhebung dennoch verpuffte

Denn die große Unsicherheit gegenüber der türkischen Politik und der Beeinflussung der Zentralbankpolitik ist wohl weiterhin vorhanden, und drückt gegen die türkische Lira. Ein Aspekt kommt aber hinzu, der nicht so direkt ins Auge fällt. Zwar hatte die Zentralbank den Leitzins letzte Woche wie gesagt drastisch angehoben von 10,25 Prozent auf 15 Prozent. Aber wie es zum Beispiel ein türkischer Kolumnist gestern erwähnte, so war es doch keine richtige, eindeutige Zinsanhebung. Denn andere Zinssätze der Zentralbank seien bereits vorher deutlich höher gewesen, bei beinahe 15 Prozent. Mit dieser Zinsanhebung hat die Zentralbank also sozusagen nur für eine Glättung und Vereinheitlichung ihrer Zinsen gesorgt. Vorher versuchte die Zentralbank zum Beispiel bereits die Abwertung der Lira zu stoppen, in dem man bei Derivaten mit höheren Zinskosten versuchte Spekulanten aus dem Ausland die Liquidität zu beschneiden.

Was kann man tun?

Müsste die türkische Zentralbank nun also den Leitzins erneut kräftig anheben, um ihrem Willen zur Inflationseindämmung Nachdruck zu verleihen? Könnte dies die türkische Lira zum Aufwerten bringen? Wichtig wäre wohl ein längeres Festhalten an hohen Zinsniveaus. Und eine klare Sprachregelung von Zentralbank und Präsident Erdogan wären wichtig, in der nicht mehr von Zinsen die Rede ist, die möglichst stark sinken sollen. Hat man am Devisenmarkt den Verdacht, dass die Zinsen nur für einen relativ kurzen Zeitraum oben bleiben? Dann könnte dies die Annahme bestärken, dass die Inflation in der Türkei nicht gebremst wird, was wiederum die türkische Lira schwächt. Es geht um Verlässlichkeit. Der Devisenmarkt will eine konstante und klare Linie sehen – so darf man es annehmen.

Die jetzige Vereinheitlichung des Zinsniveaus durch die Anhebung des Leitzinses sorgt für mehr Transparenz – aber es fehlt womöglich noch eine zweite kräftige Zinsanhebung. Auch hat die türkische Bankenaufsicht angekündigt Mindestausleihungen an türkische Banken nicht mehr vorzugeben. Diese galten unter anderem als ein Grund für die umfangreiche Kreditvergabe in der Türkei. Es wirkt derzeit so, als tue sich einiges in Sachen Transparenz und Normalisierung. Es ist ein Anfang. Es braucht viel Verlässlichkeit, Konstanz, Vertrauen, und wohl auch ein Unterlassen von Äußerungen von Präsident Erdogan über niedrigere Zinsen. Dazu vielleicht noch ein erneuter kräftiger Zinsschritt nach oben, und dann ein Durchhalten auf diesem Niveau. Dann könnte die türkische Lira auch anfangen nachhaltig wieder aufzuwerten? Im Chart sehen wir den Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira seit dem 13. November.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten Tagen

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Gold/Silber

Goldpreis: Wann endet der Abverkauf? Jetzt Kaufgelegenheit?

Redaktion

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Der Optimismus, der durch die Nachricht über die erfolgreiche Erprobung des Impfstoffs gegen das Pfizer-Coronavirus ausgelöst wurde, hat den Goldpreis unter Druck gesetzt. Gegenwärtig hält sich das gelbe Metall immer noch über der starken Unterstützung des Goldpreises von 1800 Dollar. Allerdings zeigt die Analyse deutliche Anzeichen für ein anhaltendes rückläufiges Momentum.

Warum der Goldpreis unter Druck ist derzeit

Neben dem Impfstoff gibt es vielversprechende Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung, die den Goldpreis zuletzt unter Druck gesetzt haben. Ein weiterer Faktor, der für das Edelmetall eine große Rolle spielt, ist die Entspannung im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Mit dem Nachlassen der Unsicherheit reagieren die Märkte entsprechend – und das gilt auch für Gold.

Solange das gelbe Metall weiterhin unter der früheren Unterstützungsmarke von 1850 Dollar gehandelt wird, bleibt der stetige Abwärtstrend beim Goldpreis vorerst bestehen. Sollte es jedoch zu einem Durchbruch unter die 200-DMA-Unterstützung von 1798 Dollar kommen, könnte der Dezember einen viel stärkeren Rückgang verzeichnen. In diesem Fall wird der Goldpreis wahrscheinlich sogar einen Rückgang bis auf 1765 Dollar verzeichnen.

In folgendem Video analysiert David Jones, chief market strategist bei capital.com, positive und negative Faktoren für den Goldpreis und zeigt nicht nur, wo die relevanten Widerstände und Unterstützungen liegen, sondern auch das, was er selbst jetzt tun wird:

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Der Goldpreis ist derzeit unter Druck

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