Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis steigt weiter! Wichtige Marke genommen, Irritation stört nur kurz

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steigt heute weiter. Es ist offenkundig wirkliche Stärke im Markt vorhanden, die von Zuversicht geprägt ist. Die OPEC kürzt die Fördermenge, und die weltweite Nachfrage nach Öl steigt immer weiter an. Dass die Zahl der Neuinfizierten beim Coronavirus jüngst in vielen Ländern deutlich ansteigt, was soll´s? Den Markt interessiert dies derzeit nicht. Wir denken da noch an letzten Freitag, als der Ölpreis auch schon am Steigen war. Zu nennen waren als Gründe die Aussagen von großen Öl-Händlern über eine wirklich schnelle Zunahme der Nachfrageseite, und gleichzeitig eine offenkundig hohe Disziplin bei der OPEC und ihren Partnern, was die Kürzungsmengen angeht.

Ölpreis heute Nacht mit Schock-Moment

Notierte der WTI-Ölpreis am Freitag noch knapp unter 40 Dollar, so sind es aktuell 41,48 Dollar. Die wichtige Höchstmarke von 40,40 Dollar vom 8. Mai scheint jetzt mehr als nur kurzzeitig nach oben überlaufen worden zu sein. Da er diesen Hochpunkt überschritten hat, ist für den Markt nun beim Betrachten der Charts mehr Luft nach oben vorhanden! Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf in den letzten sechs Monaten. Heute Nacht gab es einen Schock-Moment für den gesamten Kapitalmarkt.

Peter Navarro, der wirtschaftspolitische Berater von US-Präsident Donald Trump machte Äußerungen zum Handelsdeal mit China. Sie waren so interpretiert worden, als wenn der Handelsdeal mit China beendet sei. Später wurde dies korrigiert, und auch Donald Trump twitterte, dass der Deal mit China vollständig intakt sei. Hierzu beim Klick an dieser Stelle auch von heute früh der Kommentar von Markus Fugmann. Der Ölpreis sackte dank den Navarro-Aussagen heute Nacht ab von über 41 auf knapp unter 40 Dollar. Aber im Laufe des heutigen Tages ging es wieder bergauf, und der Markt zeigt weiter Stärke auf wie gesagt aktuell 41,48 Dollar.

Wirtschaftsdaten und wichtige Öl-Termine

Heute um 9:30 Uhr haben die europäischen Einkaufsmanager-Daten dem Aktienmarkt und dem Ölpreis geholfen, weil sie besser als erwartet verkündet wurden. Heute um 15:45 Uhr folgen dann die aktuellsten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die den Markt ebenfalls bewegen können. Heute Abend dann um 22:30 Uhr werden die privat ermittelten API-Daten für die Öl-Lagerbestände in den USA veröffentlicht. Morgen um 16:30 Uhr folgen dann die offiziellen Lagerbestände aus den USA. Im Moment wirkt es so, als ließe sich der steigende Ölpreis nicht von „Störgeräuschen“ wie steigenden Infiziertenzahlen beim Coronavirus ablenken. Man glaubt an die Story der weiteren wirtschaftlichen Erholung (steigende Öl-Nachfrage) und der weiterhin stringenten Durchsetzung der Kürzungen seitens der OPEC und ihrer Partner.

Chart zeigt den WTI Ölpreis Verlauf in den letzten sechs Monaten

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Inflation und das Paradox der Erwartungen! Marktgeflüster (Video)

Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation. Aber das wäre besonders schlecht für den Reflations-Trade!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation – deshalb spielen alle Investoren den „Reflations-Trade“ und kaufen vor allem Aktien aus den Sektoren Energie, Industrie und Materialien. Es sind aber vor allem diese Sektoren, die eine besonders hohe Verschuldung aufweisen – und aufgrund der Politik der Notenbanken dennoch derzeit extrem günstig Schulden machen können. Aber wenn die Inflation wirklich steigt, dann beginnen die Kapitalmarkt-Zinsen zu steigen – und das erschwert die Tragfähigkeit der Schulden jener Unternehmen, die derzeit im Reflations-Trade gekauft werden. Im Grunde ist das ein Paradox: wenn die Inflation wirklich käme, wären diejenigen Aktien die Verlierer, die im Reflations-Trade derzeit immens nach oben gekauft werden..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Nachbesprechung für Nasdaq-Szenario

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Gestern hatte ich im Video und im Trade des Tages ein Aufwärtsszenario im Nasdaq besprochen. Heute folgt sozusagen die Nachbesprechung. Wie geht es weiter im Nasdaq? Mehr dazu in diesem Video.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

Biden sei dank: Märkte glauben an die große Rettung – Risiko war gestern

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Joe Biden tritt heute sein Amt als US-Präsident an. In Windeseile wird er sich offenkundig daran machen sein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Stimulus-Paket durch den US-Kongress zu bekommen. Die dortige Mehrheit ist zwar hauchdünn. Aber die Märkte sind frohen Mutes. Woran man das sieht? Schauen wir auf den folgenden Chart im Tweet. Er zeigt die Rendite für US-Schrottanleihen (Junk Bonds). Dies sind Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko besonders hoch ist. Da Anleger für ein hohes Risiko entschädigt werden wollen und müssen, erhalten sie höhere Renditen als Inhaber von (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen. Die Rendite fungiert hier also als Risikoprämie.

Die Höhe der Risikoprämie zeigt an, für wie ausfallgefährdet der Markt diese Anleihen hält. Je höher die Rendite, desto höher ist in den Augen des Kapitalmarkts das Risiko, dass die begebende Firma dahinter pleite geht, und somit die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Im Chart sehen wir seit dem Jahr 2010 den Verlauf der Rendite bei US-Schrottanleihen. Zum Start der Coronakrise im März 2020 schoss die Rendite von 5 Prozent auf über 11 Prozent in die Höhe. Und danach beruhigte sich die Lage wieder, aktuell auf nur noch 4,13 Prozent – ein Rekordtief! In den letzten Monaten kamen die Impfstoff-Hoffnungen auf. Und jetzt seit einigen Tagen wird der große Stimulus in den USA immer konkreter. Wie gesagt, Joe Biden wird heute vereidigt. Und wie seine neue Finanzministerin Janet Yellen gestern klar machte, wird man die US-Volkswirtschaft kräftig mit Geld fluten.

Und wie sie sagte, sei das kräftige Schuldenmachen im Augenblick wichtiger als der Blick auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Die müsse man zwar später mit höheren Unternehmenssteuern wieder abbauen, aber kurzfristig müsse man sich stark neu verschulden und die Konjunktur anfeuern. Und ja, der Kapitalmarkt scheint fest daran zu glauben, dass somit die Schrottunternehmen weiterhin im Spiel bleiben, und ihre Schulden weiterhin bedienen können. Wenn nur genug frisches Geld vom Staat kommt, geht die Party also weiter? Dieser Chart zeigt es jedenfalls an. Die Risikoprämie sinkt immer weiter, auf wie gesagt ein Rekordtief von nur noch 4,13 Prozent.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Blick nach Deutschland

Aber schauen wir auch mal nach Deutschland. Hier sehen wir im folgenden Langfristvergleich seit dem Jahr 2010, wie die Rendite für deutsche Staatsanleihen immer weiter fällt, und der Dax (orange) immer weiter steigt. Das immer weiter sinkende Zinsniveau (in Deutschland dank hoher Bonität deutliche Negativrendite) treibt die Anleger in Aktien, Immobilien etc. Aktuell notieren die Aktienmärkte an ihren Allzeithochs. Heute hat auch der deutsche Staat mal wieder für 30 Jahre laufende Anleihen verkauft, mit einem Bruttovolumen von 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage lag bei einem Volumen von 1,79 Milliarden Euro.

Und (wie gesagt 30 Jahre Laufzeit) die Emissionsrendite lag bei minus 0,13 Prozent, nach minus 0,06 Prozent im November. Immer weiter sinkende Zinsniveaus, immer mehr Stimulus – da wird die Lücke doch gut aufgefangen oder besser gesagt aufgefüllt, die Corona gerissen hat? Und diese Rettungsorgie wird vor allem in den USA kräftig weiter gehen, davon darf man ausgehen. Und so könnte man glatt sagen, dass „Risiko“ bei Anleihen irgendwas war, dass man mal kannte – aber heute gibt es das nicht mehr?

Chart zeigt Vergleich von Dax gegen Anleiherenditen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage