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Märkte

Ölpreis steigt weiter! Wichtige Marke genommen, Irritation stört nur kurz

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steigt heute weiter. Es ist offenkundig wirkliche Stärke im Markt vorhanden, die von Zuversicht geprägt ist. Die OPEC kürzt die Fördermenge, und die weltweite Nachfrage nach Öl steigt immer weiter an. Dass die Zahl der Neuinfizierten beim Coronavirus jüngst in vielen Ländern deutlich ansteigt, was soll´s? Den Markt interessiert dies derzeit nicht. Wir denken da noch an letzten Freitag, als der Ölpreis auch schon am Steigen war. Zu nennen waren als Gründe die Aussagen von großen Öl-Händlern über eine wirklich schnelle Zunahme der Nachfrageseite, und gleichzeitig eine offenkundig hohe Disziplin bei der OPEC und ihren Partnern, was die Kürzungsmengen angeht.

Ölpreis heute Nacht mit Schock-Moment

Notierte der WTI-Ölpreis am Freitag noch knapp unter 40 Dollar, so sind es aktuell 41,48 Dollar. Die wichtige Höchstmarke von 40,40 Dollar vom 8. Mai scheint jetzt mehr als nur kurzzeitig nach oben überlaufen worden zu sein. Da er diesen Hochpunkt überschritten hat, ist für den Markt nun beim Betrachten der Charts mehr Luft nach oben vorhanden! Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf in den letzten sechs Monaten. Heute Nacht gab es einen Schock-Moment für den gesamten Kapitalmarkt.

Peter Navarro, der wirtschaftspolitische Berater von US-Präsident Donald Trump machte Äußerungen zum Handelsdeal mit China. Sie waren so interpretiert worden, als wenn der Handelsdeal mit China beendet sei. Später wurde dies korrigiert, und auch Donald Trump twitterte, dass der Deal mit China vollständig intakt sei. Hierzu beim Klick an dieser Stelle auch von heute früh der Kommentar von Markus Fugmann. Der Ölpreis sackte dank den Navarro-Aussagen heute Nacht ab von über 41 auf knapp unter 40 Dollar. Aber im Laufe des heutigen Tages ging es wieder bergauf, und der Markt zeigt weiter Stärke auf wie gesagt aktuell 41,48 Dollar.

Wirtschaftsdaten und wichtige Öl-Termine

Heute um 9:30 Uhr haben die europäischen Einkaufsmanager-Daten dem Aktienmarkt und dem Ölpreis geholfen, weil sie besser als erwartet verkündet wurden. Heute um 15:45 Uhr folgen dann die aktuellsten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die den Markt ebenfalls bewegen können. Heute Abend dann um 22:30 Uhr werden die privat ermittelten API-Daten für die Öl-Lagerbestände in den USA veröffentlicht. Morgen um 16:30 Uhr folgen dann die offiziellen Lagerbestände aus den USA. Im Moment wirkt es so, als ließe sich der steigende Ölpreis nicht von “Störgeräuschen” wie steigenden Infiziertenzahlen beim Coronavirus ablenken. Man glaubt an die Story der weiteren wirtschaftlichen Erholung (steigende Öl-Nachfrage) und der weiterhin stringenten Durchsetzung der Kürzungen seitens der OPEC und ihrer Partner.

Chart zeigt den WTI Ölpreis Verlauf in den letzten sechs Monaten

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Aktien

Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0?

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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleben wir eine regelrechte Flucht in Technologie-Aktien. Insbesondere die Nasdaq eilt seit Wochen von einem Allzeithoch zum nächsten. Zwar profitieren einige Technologie-Werte von der aktuellen Situation während der Pandemie, aber was zurzeit abläuft, grenzt an absurder Euphorie. Man muss sich nur den Chart von Tesla anschauen, hier fehlt nur das Fähnchen, dass man an die Fahnenstange hängen kann. Tesla ist nur eins von vielen Beispielen. Auch Apple hat seit dem März-Tief einen Anstieg von über 80 Prozent hingelegt. Als Info an alle Börsenanfänger – solche Steigerungsraten sind NICHT normal.

Diesmal ist alles anders

Diesmal ist es aber anders als in der Zeit des „Neuen Markt“. Damals wurde alles gekauft, dass nicht bei drei auf den Bäumen war. Dazu gehörten auch Unternehmen, die übertrieben gesagt, irgendwo in einer Garage an unnützer Software gearbeitet haben. Im Gegensatz dazu, ist es diesmal so, dass sich die Euphorie nicht auf eine große Anzahl von Techwerten konzentriert, sondern nur auf wenige Unternehmen. Hier sind die großen Technologie-Unternehmen zu nennen – Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Netflix und Nvidia. Diese sieben Unternehmen machen mittlerweile 50 Prozent des gesamten Index aus.

Klumpenbildung der Technologie-Werte

Die Situation ist auch den ETFs geschuldet. Um gute Wachstumsraten für ihre Kunden zu gewährleisten, müssen sie die großen Technologie-Werte übergewichten. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Steigen die Kurse der großen Technologie-Unternehmen, dann zieht das mehr und mehr Käufer aus allen Bereichen an – Private, Institutionelle und Fonds. Entsprechend erhöht sich das Risiko einer Klumpenbildung. Kommt es zu einer erneuten Korrektur, wäre das ein Problem, da alle gleichzeitig durch eine kleine Tür rauswollen.

Weltweite Rezession

Es scheint auch fast so, als ob die Investoren vergessen, dass wir uns in einer weltweiten Rezession befinden. Diese Rezession ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat nämlich einen Faktor, der derzeit ignoriert wird – Unsicherheit. Damit ist gemeint, dass aktuell niemand voraussagen kann was die tatsächlichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind und wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Auch die Technologie-Unternehmen sind davon betroffen. Apple setzt zum Beispiel weniger Handys ab, Facebook hat weniger Werbeeinnahmen und Teslas Absatz an Automobilen ist alles andere als beeindruckend. Die ab nächste Woche beginnende Berichtssaison wird mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Pandemie tatsächlich auf die Unternehmensgewinne auswirkt.

Aktuelle Entwicklung der Technologie-Unternehmen

In den nachfolgenden Grafiken kann man einerseits die Kursentwicklung der großen fünf Technologie-Unternehmen in dem letzten Monat erkennen sowie die Relation vom Nasdaq zum S&P500. Insbesondere der Chart des Nasdaq in Relation zum S&P zeigt deutlich, dass die Entwicklung der Technologie-Werte auf dem Weg ist eine neue Blase zu bilden. Demnach brauchen wir nicht mehr über Bewertungen zu sprechen. Es wurde mehrfach in anderen Artikeln darauf hingewiesen, dass diese fernab von Gut und Böse sind. Geschuldet ist diese Situation natürlich auch den Geldflutungen und Stimuli von Notenbanken und Staaten. FED-Chef Powell hat zwar vor kurzem betont, dass man durch die Maßnahmen keine Blasenbildung erzeugen möchte, aber genau das ist was gerade passiert. Die Corona-Pandemie wird noch länger Einfluss auf die Märkte haben und Unsicherheit verbreiten. Früher oder später muss Luft aus der Blase abgelassen werden, sonst droht das Platzen.


Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0? Corona

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Indizes

Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei S&P 500 und Nasdaq

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Wie ist kurz vor dem Wochenende die Lage im S&P 500 und im Nasdaq? Das schaue ich mir ganz aktuell im folgenden Video direkt am Chart an. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktien

Aktienmärkte aktuell: Der nächste Corona-Hype durch Remdesivir

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Und die nächste Jubelmeldung über ein Medikament, welches das Coronavirus bekämpfen soll. Remdesivir (der schon wieder) soll laut ganz aktueller Veröffentlichung des Herstellers Gilead Sciences das Todesrisiko bei Patienten um 62 Prozent senken. Hurra, es kann endlich wieder aufwärts gehen an der Börse? Die Aktienmärkte steigen. Der Dow Jones steigt in den letzten Minuten um 150 Punkte, der Dax um 54 Punkte. Wie lange kann diese Euphorieblase dieses Mal die Kurse pushen? Wann folgt die Enttäuschung? Oder ist es dieses Mal wirklich der Durchbruch?

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