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Märkte

Ölpreis und die Tanker-Krise: Die Profis interessiert das nicht

Claudio Kummerfeld

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Interessiert sich der Ölpreis aktuell noch für die Tanker-Krise im Golf von Oman? Offenbar nicht. USA und Großbritannien geben ganz klar dem Iran die Schuld. UK-Außenminister Jeremy Hunt sagte gestern, dass er sich fast sicher sei. Die Geheimdienste hätten den Vorgang geprüft, und man glaube nicht, dass jemand anderes die Angriffe auf die Öl-Tanker durchgeführt haben könne als der Iran. Ach so, weil man also nur einen Bösewicht kennt, muss auch dieser Bösewicht verantwortlich sein? Interessant ist auch, dass Hunt wie vorher auch die USA keinen Beweis für die Schuld des Iran lieferten. Also glaubt man daran, weil der Iran ja eh böse ist? Was für eine bestechende Beweisführung für die internationale Staatengemeinschaft.

Ölpreis steigt aber gar nicht

Tja, und der Ölpreis? Ließ der sich beeinflussen? Ist er explodiert aufgrund einer nahenden Kriegsgefahr am Golf und einer damit bevorstehenden massiven Verknappung des Öl-Angebots auf dem Weltmarkt? Natürlich kann es Krieg geben, aber bislang ist der Terminmarkt mehr als gelassen. Seit dem Anschlag auf die beiden Tanker am Donnerstag stieg WTI-Öl gerade mal um 2 Dollar. Von diesem Anstieg ging bis jetzt mehr als die Hälfte schon wieder verloren. Der WTI-Ölpreis notiert aktuell bei 52,18 Dollar, und scheint ganz aktuell zumindest eher fallend zu tendieren. Im Chart sieht man den Ölpreis seit 5. Juni. Den steigenden Kurs seit dem Tanker-Angriff mit dem danach fallenden Kurs haben wir eingezeichnet.


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Ölpreis WTI seit 5. Juni

Die Profis schauen nicht auf die Tanker-Krise

Warum tendiert der Ölpreis aktuell eher fallend? Erst vor wenigen Minuten sagte ein Sprecher der iranischen Atombehörde, dass der Iran wohl ab dem 27. Juni wieder vermehrt Uran anreichen werde. Selbst das bringt den Ölpreis überhaupt nicht zum Steigen. Die Profis, wenn wir sie mal als Solche benennen wollen, schauen zum Beispiel auf die stetig voller werdenden Rohöl-Lager in den USA, was auf ein weltweites Überangebot an Rohöl schließen lässt. Auch die Internationale Energie-Agentur wies Ende letzter Woche darauf hin (hier lesen), dass die Nachfrage wohl schwächeln und das Angebot zunehmen werde.

CFTC-Daten zeigen Drang gen Süden

Jeden Freitag Abend veröffentlicht die US-Aufsichtsbehörde für Terminkontrakte CFTC Daten zu Beständen an Terminkontrakten. Welche Gruppen von Tradern (Hedgefonds etc) haben wie viele Long oder Short-Kontrakte in welchem Produkt? Auch für Öl werden wöchentlich solche Daten veröffentlicht. Und die ganz aktuellen am Freitag veröffentlichten Daten zeigen, dass die Short-Wetten auf den Öl-Kontrakt stark zugenommen haben. Allerdings reicht diese Datenerfassung nur bis zum 11. Juni, also noch vor dem Tanker-Angriff. Der Vergleich zwischen Long- und Short-Kontrakten war so pessimistisch wie seit Februar nicht mehr. Hedgefonds steigerten ihre Short-Wetten auf Öl (WTI) um 46%.

Auch wenn die CFTC-Daten wie gesagt nur bis zum 11. Juni reichen. So zeigt der Ölpreis-Verlauf seit Donnerstag bist jetzt doch, dass die Profis eher auf die Konjunkturdaten, die Lager sowie andere Faktoren schauen. Aber eine massive Eskalation am Golf erwartet offenbar kaum jemand. Natürlich kann es immer noch dazu kommen. Aber man behalte doch bitte auch Lager, Handelskrieg, BIP-Daten, Industrie-Auftragseingänge uvm im Auge. Und Mitte nächster Woche startet die große zwei Mal pro Jahr stattfindende OPEC-Konferenz in Wien. Dann steht im Vordergrund, ob OPEC + Russland die Fördermengenkürzungen von Juli bis Ende 2019 verlängern. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht hoch. Das könnte (nicht muss) dem Ölpreis wieder etwas auf die Beine helfen. Aber ist die OPEC momentan stärker als die Angst vor einem Nachfrage-Einbruch?

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Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Rüdiger Born: Aktuelle Chancen bei Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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Es tut sich was bei Dow Jones und Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich darauf ein, welche Tradingchancen derzeit in diesen beiden Indizes bestehen. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Gold/Silber

Goldpreis fällt weiter – Daten helfen nicht – Experte erläutert aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis ist in den letzten 24 Stunden von 1.887 Dollar auf aktuell 1.854 Dollar weiter gefallen. Auch wenn die Abwärtstendenz sich verlangsamt hat. Aktuell spricht nicht viel dafür, dass sich die Situation ändert. Aktuelle Daten und der Kurs der US-Währung werden in diesem Artikel thematisiert, wie auch eine ganz frische Expertenmeinung.

Goldpreis fällt weiter – aktuelle Daten im Fokus

Heute um 10 Uhr wurde das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer veröffentlicht, der ifo-Geschäftsklimaindex. Die Details waren etwas schwächer als erwartet, aber unterm Strich ergab sich kein Einfluss auf den Goldpreis. Dann vorhin um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Sie fielen etwas höher aus als erwartet (hier die Details). Eigentlich leicht negativ für die US-Konjunktur, lässt sich der Dollar-Index davon aber nicht beeindrucken in den ersten Minuten nach der Veröffentlichung.

Notierte der Dollar-Index (Währungskorb des Greenback gegen andere Hauptwährungen) um 14:29 Uhr noch bei 94,51 Indexpunkten, so sind es jetzt 94,60 Punkte. Der Goldpreis notierte vor den Zahlen bei 1.857 Dollar, und jetzt bei 1.853 Dollar. Die Tendenz ist weiter südwärts gerichtet, und das heutige Tief bei 1.848 Dollar ist nicht mehr weit entfernt. Schauen wir uns im großen Bild die Bewegung des US-Dollar an, der seit einigen Tagen deutlich ansteigt, weswegen der Goldpreis deutlich fällt, und offenbar auch weiter under Druck steht. Der globale Run auf den Greenback als den vermeintlich „Sicheren Hafen“ hält aktuell an. Und der eigentlich auch „Sichere Hafen“ namens Gold fällt in diesem speziellen Risk Off-Trade (in dem der Dollar profitiert), zusammen mit den Aktienkursen nach unten.

Experte bespricht Gründe für Absturz im Goldpreis

Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person, hier geht es zu seinem YouTube-Channel) hat vor wenigen Minuten ein Video veröffentlicht, in dem der aktuelle Absturz im Goldpreis besprochen wird. Auch thematisiert er die Gründe für den Absturz, als da wären die Dollar-Stärke, die zuletzt nicht weiter fallenden Realrenditen für Anleihen, sowie das derzeitige Risk Off-Szenario am Aktienmarkt.

Im folgenden Chart sehen wir seit dem 18. September den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis.

Chart zeigt steigenden US-Dollar gegen fallenden Goldpreis

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