Märkte

Ölpreis: Trump will Preiskrieg beenden – reicht das, um Crash zu stoppen?

Das Coronavirus ist derzeit der entscheidende Faktor für die Weltwirtschaft, damit auch für die Finanzmärkte, besonders für den Ölpreis – und im weiteren Sinne auch für US-Präsident Trump, der druch den Crash der Märkte seine Chance auf eine Widerwahl schwinden sieht

. Es gibt eine klar erkennbare Korrelation zwischen der Ausbreitung des Coronavirus und dem Ölpreis seit Beginn des Ausbruchs – und gerade jetzt, als sich die Situation zum Schlimmsten wendete, stürzte der Ölpreis ab. Ein Crash, der fast alle Märkte erfasst hat.

Doch am Donnerstag fanden die Öl-Bullen einen Verbündeten in Donald Trump. Die Ankündigung des US-Präsidenten, sich in den Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien einzumischen, sorgte für den größten jemals verzeichneten Tagesanstieg beim Ölpreis mit einem Anstieg von 24%!

Natürlich ist der Ölpreis dennoch im März 2020 im Zuge der globalen Pandemie bis jetzt noch immer um sehr deutliche 60% gesunken. Aber dieser Anstieg am Donnerstag durch die Aussage Trumps hat die Märkte insgesamt (nicht nur den Öl-Markt) vorübergehend beruhigt. Trumps Aussage zufolge würde er sich „zum geeigneten Zeitpunkt“ in den Ölpreiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien einmischen.

Zum Anstieg bei WTI-Öl und Brent Öl trug auch die Entscheidung der US-Regierung bei, den extrem niedrigen Preis auszunutzen und die strategische Erdölreserve aufzufüllen. Für amerikanisches Öl wurde bereits eine 30-Millionen-Barrel-Zusage gemacht – und das könnte sich demnächst auf den Ölpreis stärker auswirken. Derzeit ist der US-Kongress dabei, die für den gesamten Öl-Kauf notwendige Finanzierung abzuschließen, die sich auf insgesamt 77 Millionen Barrel beläuft.

Wie geht es nun weiter? Wird der Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien durch die von Trump angekündigte Intervention der USA bald beigelegt? Oder wird die absehbar kollabierende Weltwirtschaft sowohl die Intervention der US-Regierung als auch die geplante strategische Auffüllung der US-Ölreserven überkompensieren? Bekanntlich liegen derzeit viele große  Öl-Nachfrager wie die weltweiten Fluglinien praktisch still – ein echter Nachfrage-Schock – dem eine unverändert hohe, durch den Preiskrieg sogar noch gesteigerte Öl-Produktion (vor allem durch Saud-Arabien) gegenüber steht.

Was ist nun für den Ölpreis für die nächsten Tage und Wochen zu erwarten? David Jones, chief market startegist bei capital.com, blickt auf die charttechnische Ausgangslage und definiert die entscheidenden charttechnischen Bereiche:

Reicht die Bemühung von Trump, den Preiskrieg zu stoppen, um den Crash beim Ölpreis zu stoppen?



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6 Kommentare

  1. Alexander Eickhoff

    Die eigentliche Frage ist wie stark, wie glaubwürdig ist der selbsternannte beste Dealmaker aller Zeiten noch?!

    1. Gute Frage.
      Trump wie unsere deutschen Politiker haben sich bei dem Corona Virus nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
      Ob Trump den von den Russen gewollten Handelskrieg beilegen kann ist eher unwahrscheinlich.
      Für die großen Amerikaner ist es doch eine unangenehme Situation der passive Part im Spiel zu sein. Ich rechne weiterhin mit fallenden Kursen und decke mich weiterhin ein.

  2. Südeuropa ist klinisch TOT !

    Wehr will noch bei denen Urlaub machen, nach den Hygienemängeln, gerade im reichen Norditalien, der ganze Schrott kam offenbar von einem Krankenhaus nähe Bergamo.

    Und das mit den „Hygienemängeln“, war nicht seit gestern da !!!

    O.k. bei Italien kann mann schon sagen : Südtirol das geht… ;)

    Da kommt auf die Südeuropäer ein Tornado zu…. ein finanzieller…

    Was die da unten alleine Verluste haben bis Ostern.

    Österreich ist so gesehen, gar kein Vorbild, siehe Ischgl !!! Skiparties veranstalten, wenn der Barkeeper infierziert ist ?

    Die Europäer müssten Urlaub machen im kalten, ungeliebten Nordeuropa… wenn überhaupt…

  3. Und das mit den „Hygienemängeln“, nenne ich Massentourismus,Hotels, usw, die Kreuzfahrt – Heinis werden ebenso gnadenlos verlieren, das tun sie jetzt sowieso..

    Und natürlich müssen wir jetzt zu Hause bleiben, und natürlich kann ich (als BRD/Euopa) sowas nicht unendlich aufrechterhalten kann, aber was ich natürlich weiß , dass mir Südeuropa gestohlen bleiben kann..

    Und das ist ein Desaster.

    1. @MARKO.Kein Satz über die „lieben(aber entsetzlich dummen )Bären“.Keine Äusserung über den Brexit.Keine Erwähnung der „stärksten Notenbank der Welt“Stattdessen ein Hilfeschrei an Bastian Sick!Nein,das ist nicht mehr unser alter MARKO.Auf den jetzigen können wir verzichten und wünschen baldige Genesung.

  4. https://www.onvista.de/news/coronavirus-trifft-es-grobritannien-schlimmer-als-italien-erste-hilferufe-werden-laut!-340711305

    „So standen in Großbritannien zunächst nur 5000 Beatmungsgeräte für Erwachsene und 900 für Kinder zur Verfügung – das Land belegt damit einen der letzten Plätze in den europäischen Statistiken auf 100 000 Einwohner berechnet. Am Samstag kamen noch einmal fast 1200 Geräte durch eine Vereinbarung mit privaten Kliniken hinzu.“

    Na die Insel, will doch die Insel sein, mit Europa will man nix zu tun haben. OK !

    Vielleicht geht man beim Donald betteln, so um die 250 Mrd USD (keine britische Pfund !), ist doch kein Problem für die Amis ? :D :D

    Siehe Donald Trump, als er sagte, alle Europäer (!!!!!) haben einen Einreisestop, außer den Briten (!!), nur das wird das Corona-Virus kaum interessieren, der Ami muss jetzt zum „Aussätzigen“ stehen, oder ? Vielleicht steckt ein Plan dahinter, dass man GB als neuen US-Bundesstaat begrüßen will ? Also ist GB bald ein Ami ?

    also Donald… :D Mach mal…

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