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Märkte

Ölpreis rutscht ab – was für ein verrückter Markt!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Was für ein Wahnsinnsmarkt! Gestern Nachmittag schoss der Ölpreis ruckartig um 2 Dollar nach oben (wir berichteten). Im folgenden Chart sieht man den Verlauf von Ölpreis (WTI) vs Dow. Sieh liefen parallel gestern rauf, weil die Hoffnungen sprunghaft zunahmen, dass sich der Handelskrieg entschärft.

Ölpreis vs Dow seit letztem Freitag

Von Euphorie direkt wechseln zur Rezession?

Jetzt geht es wieder bergab. Aktuell sind Signale vom Anleihemarkt ein deutliches Zeichen für eine Rezession (wir berichteten heute schon darüber). Ganz aktuell ist die Rendite für 30 Jahre laufende US-Staatsanleihen auf ein Rekordtief gefallen – aktuell ist das ein wirklich großes Thema in US-Medien! Tja, gestern noch ein toller Anstieg bei Aktien und im Ölpreis. Und heute überwiegt schon wieder die Rezessionsangst. Verstärkt wird diese Angst auch durch heutige Konjunkturdaten wie das sehr schwache deutsche BIP und eine rückläufige Industrieproduktion in der EU. Was für ein verrückter Markt!

Große Schwankungen im Ölpreis

Gestern stieg der WTI-Ölpreis wie gesagt ruckartig um 2 Dollar und lief im Hoch auf bis 57,43 Dollar gestern Abend. Von da aus ist der Ölpreis bis jetzt schon wieder um 2,30 Dollar gefallen! Nochmal. Was für ein verrückter Markt! Das Hoch von gestern Abend konnte nicht gehalten werden, was für die Öl-Bullen auch für die nächsten Tage kein gutes Signal ist. Gestern Abend um 22:30 Uhr wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl mit +3,7 Millionen Barrels veröffentlicht, bei Erwartungen von -3,4 Millionen Barrels. Der Ölpreis verlor daraufhin heute Nacht gut 40 Cents, was eine weitere schlechte Nachricht war, die den aktuellen Absturz verstärkt! Heute um 16:30 Uhr folgen die staatlich ermittelten Lagerbestände für Rohöl in den USA. Wir werden dann sofort über das Ergebnis berichten.

Es scheint aber nicht besonders wahrscheinlich zu sein, dass die gleich folgenden Lagerdaten den Markt aktuell in großem Umfang beeinflussen werden. Es sei denn das Ergebnis bringt eine große Überraschung mit stark gestiegenen oder gefallenen Lagerbeständen. Der folgende Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit dem 5. August. Rein charttechnisch betrachtet wäre es sehr negativ, wenn der Preis unter das Niveau von 55 Dollar fällt. Von dieser Marke ist der Markt aktuell nicht mehr weit entfernt. Aber man vergesse auch nicht, wie stark Öl momentan korreliert mit dem Aktienmarkt und den Ängsten um eine Rezession! Das schient aktuell deutlich wichtiger zu sein als Charttechnik.

Ölpreis WTI seit dem 5. August

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Finanznews

Gold und Silber: Kennen Sie jemand, der bärisch ist? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Gold erreicht heute wieder ein neues Allzeithoch und steigt damit 14 mal in den letzten 15 Handelstagen, Silber schießt ebenfalls weiter durch die Decke. Es gibt viele gute für den Anstieg vor allem bei Gold – während die Explosion von Silber schon fundamental schwerer nachzuvollziehen ist. Analysten jedenfalls erhöhen ihre Kursziele weiter – und derzeit scheint niemand mehr an fallende Preise bei diesen Metallen zu glauben. Aber dieser einheitliche Konsens ist nicht ungefährlich, zumal Silber derzeit massiv überkauft ist. Die Aktienmärkte warten weiter auf den Stimulus und handeln trotz besser als befürchtet ausgefallener US-Arbeitsmarktdaten (Erstanträge) nur wenig verändert. Erreicht der Leitindex S&P 500 morgen mit den “großen” US-Arbeitsmarktdaten ein neues Allzeithoch?

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Aktien

Wie Luxus die Coronakrise durchlebt hat – dazu reicht der Blick auf eine Aktie!

Claudio Kummerfeld

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am

Champagner als Luxus-Konsumgut

Gönnen sich viele Menschen keinen Luxus mehr während und kurz nach der Coronakrise? Extrem teure Bekleidung, Champagner uvm, war das nicht mehr angesagt? Die Analyse dieser Frage ist recht einfach. Denn es genügt der Blick auf eine einzige Luxus-Aktie, die quasi als globaler Gradmesser dient für die Kauflaune besser betuchter Kundschaft. LVMH ist der weltweit größte Luxusgüter-Konzern. LVMH steht für “Moët Hennessy – Louis Vuitton” Der Name ist Programm. Der französische Konzern ist Eigentümer diverser Getränkemarken wie Moet, Dom Perignon, Hennessy uvm. Dazu Bekleidungsmarken wie Louis Vuitton, aber auch Dior, Fendi und Bulgari. Dazu Uhrenhersteller wie Hublot oder TAG Heuer, und noch viele Marken mehr (hier eine Gesamtübersicht).

Luxus läuft, LVMH macht trotz Coronakrise Gewinn

Betrachtet man LVMH, erhält man de facto ein gutes Bild über die weltweite Lage am Luxus-Markt. Die jüngsten Finanzdaten hatte LVMH schon letzte Woche veröffentlicht. Wir werfen heute mal einen Blick darauf. Und siehe da. Der Laden läuft. Im ersten Halbjahr hat LVMH 18,39 Milliarden Euro Umsatz gemacht, gerade mal 27 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Und der Gewinn fiel um 68 Prozent! Ohhhh, doch so ein starker Einbruch? Dann läuft das Geschäft wohl doch nicht so schlecht? Nun, es ist immer noch ein Gewinn von 1,67 Milliarden Euro erwirtschaftet worden nach 5,3 Milliarden Euro im Vorjahr.

Also, es geht hier wohl um Jammern auf verdammt hohem Niveau. Mit Luxus lässt sich gutes Geld verdienen, und die Kunden kaufen. Aus den Aussagen von LVMH kann man entnehmen, dass vor allem Europa und die USA Probleme machten, aber Asien gut lief. Das liegt wohl am extrem schnellen und harten Lockdown in China, weshalb dort der Konsum danach auch schnell wieder anspringen konnte.

Man bedenke grundsätzlich: Flughäfen waren wochenlang weltweit geschlossen, und auch jetzt noch ist der Flugverkehr dramatisch niedriger als im Vorjahr. Und wo machen die Luxus-Hersteller viel Umsatz? In ihren Shops an den Flughäfen! Von daher ist es umso erstaunlicher, dass LVMH “nur” 27 Prozent Umsatz einbüßte, und immer noch einen saftigen Gewinn erwirtschaften konnte. Gewiss, man kann sagen, dass der Gigant der Luxus-Branche Umsatz verloren hat und deutlich weniger Gewinn machte. Aber solche Sorgen wie LVMH hätten zum Beispiel die Airlines oder Hotelketten nur all zu gerne.

Luxus läuft also weiter! Und wie hat sich die LVMH-Aktie an der Börse gehalten in der Coronakrise? Wir haben im folgenden Chart einen europäischen Aktienindex auf CFD-Basis eingebaut (rot-grün), dazu die LVMH-Aktie (blau). Sie kann sich gut halten im Vergleich zum Gesamtmarkt! Und in lila, da haben wir als Beispiel für weniger gut laufende Branchen die Aktie von Air France KLM eingebaut.

Chart zeigt LVMH-Aktie im Vergleich zu Air France und EU-Aktienindex

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Indizes

Rüdiger Born: Schub im Dax? Chancen bei Dow und S&P 500

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Veröffentlicht

am

Steht im Dax ein Schub bevor? Auch bei Dow Jones und S&P 500 könnten sich interessante Chancen ergeben. Schauen wir uns das direkt am Chart an. Der Nasdaq ist heute mein “Trade des Tages”. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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