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Märkte

Ölpreis rutscht ab – was für ein verrückter Markt!

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am

Was für ein Wahnsinnsmarkt! Gestern Nachmittag schoss der Ölpreis ruckartig um 2 Dollar nach oben (wir berichteten). Im folgenden Chart sieht man den Verlauf von Ölpreis (WTI) vs Dow. Sieh liefen parallel gestern rauf, weil die Hoffnungen sprunghaft zunahmen, dass sich der Handelskrieg entschärft.

Ölpreis vs Dow seit letztem Freitag

Von Euphorie direkt wechseln zur Rezession?

Jetzt geht es wieder bergab. Aktuell sind Signale vom Anleihemarkt ein deutliches Zeichen für eine Rezession (wir berichteten heute schon darüber). Ganz aktuell ist die Rendite für 30 Jahre laufende US-Staatsanleihen auf ein Rekordtief gefallen – aktuell ist das ein wirklich großes Thema in US-Medien! Tja, gestern noch ein toller Anstieg bei Aktien und im Ölpreis. Und heute überwiegt schon wieder die Rezessionsangst. Verstärkt wird diese Angst auch durch heutige Konjunkturdaten wie das sehr schwache deutsche BIP und eine rückläufige Industrieproduktion in der EU. Was für ein verrückter Markt!

Große Schwankungen im Ölpreis

Gestern stieg der WTI-Ölpreis wie gesagt ruckartig um 2 Dollar und lief im Hoch auf bis 57,43 Dollar gestern Abend. Von da aus ist der Ölpreis bis jetzt schon wieder um 2,30 Dollar gefallen! Nochmal. Was für ein verrückter Markt! Das Hoch von gestern Abend konnte nicht gehalten werden, was für die Öl-Bullen auch für die nächsten Tage kein gutes Signal ist. Gestern Abend um 22:30 Uhr wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl mit +3,7 Millionen Barrels veröffentlicht, bei Erwartungen von -3,4 Millionen Barrels. Der Ölpreis verlor daraufhin heute Nacht gut 40 Cents, was eine weitere schlechte Nachricht war, die den aktuellen Absturz verstärkt! Heute um 16:30 Uhr folgen die staatlich ermittelten Lagerbestände für Rohöl in den USA. Wir werden dann sofort über das Ergebnis berichten.

 

Es scheint aber nicht besonders wahrscheinlich zu sein, dass die gleich folgenden Lagerdaten den Markt aktuell in großem Umfang beeinflussen werden. Es sei denn das Ergebnis bringt eine große Überraschung mit stark gestiegenen oder gefallenen Lagerbeständen. Der folgende Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit dem 5. August. Rein charttechnisch betrachtet wäre es sehr negativ, wenn der Preis unter das Niveau von 55 Dollar fällt. Von dieser Marke ist der Markt aktuell nicht mehr weit entfernt. Aber man vergesse auch nicht, wie stark Öl momentan korreliert mit dem Aktienmarkt und den Ängsten um eine Rezession! Das schient aktuell deutlich wichtiger zu sein als Charttechnik.

Ölpreis WTI seit dem 5. August

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Gold/Silber

Goldpreis – neues Jahreshoch

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am

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Eine Analyse über den Goldpreis von Karsten Kagels

Goldpreis setzt Aufwärtstrend fort und erreicht neues Jahreshoch

 

Der abgebildete Wochenchart (mit logarithmischer Skalierung) zeigt die Kursentwicklung des in New York gehandelten Gold-Futures (GC) seit Anfang 2018 bei einem letzten Kurs von $1.523,6. Jeder Kursstab stellt die Kursbewegung für eine Woche dar.

Der Goldpreis setzt ungebrochen seinen Aufwärtstrend fort

 

Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und mit einem neuen Jahreshoch bei $1.546,1 bestätigt. Die Wochenkerze stellt sich als positive Trendkerze dar. Der Wochenschlusskurs liegt über der psychologisch wichtigen $1.500 Marke.

Wie geht es weiter mit der Kursentwicklung des Goldpreises?

 

Aus Sicht des Wochencharts liegt ausgehend vom Jahrestief bei $1.267,3 ein etablierter Aufwärtstrend vor. Die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Kurse am Goldmarkt liegt weiterhin bei mindestens 60%. Das nächste größere Kursziel könnte die 61,8 % Fibonacci Korrektur bei $1.588,2 sein. Der zurzeit relevante charttechnische Widerstand ist das Tief des Jahres 2012 bei $1.526,7.

Das positive Chartbild würde sich erst dann deutlich verschlechtern , wenn das Tief der letzten Woche bei $1.490,7 unterschritten wird. In diesem Fall könnte sich weiteres Abwärtspotential bis etwa $1.450 eröffnen.

 

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de/chartanalysen/

 

 

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Finanznews

Selbsterfüllende Prophezeiung! Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte haben heute gute Laune – wohl aus drei eher wenig zwingenden Gründen: erstens die Abwesenheit schlechter Nachrichten mit Hoffnungen, dass Trump und Xi Jinping ein Telefonat führen könnten (was noch nicht passiert ist offenkundig), zweitens wegen des in der Regel bullischen kleinen Verfalls heute. Und drittens weil Deutschland laut einem Bericht des „Spiegel“ im Falle einer Rezession von der schwarzen Null abrücken will. Mittelfristig bedeutsamer aber dürfte die heute veröffentlichten Daten zur US-Verbraucherstimmung sein: sie zeigen, dass die Amerikaner nun eine Rezession erwarten (vor allem auch wegen den Trumpschen Zöllen) und sich daher mit Käufen zurück halten wollen. Das sind schlechte Nachricht für eine derart vom Konsum dominierte Ökonomie der USA (70% des BIP)..

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Anleihen

Wahnsinn! Deutsche Rendite mit neuem Rekordtief – auch sonst Wahnsinn in Europa!

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Was ist denn bitte schön hier los? Heute Mittag ist die Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen auf -0,72% gefallen! Aktuell sind es -0,70%. Mal wieder ein neues Rekordtief! Gestern waren es noch es noch -0,66%, und Ende Juli waren es noch -0,40%. Im Chart sieht man den Verlauf der letzten vier Wochen. So dramatisch sieht der Markt also die Konjunktur, und so sehr glaubt der Markt daran, dass die EZB kräftig lockern wird bei ihrer Sitzung im September.

Aber auch sonst tut sich Dramatisches in Euroland! Portugal hat eine Rendite von aktuell nur noch 0,06% für zehn Jahre Laufzeit. Hallo, wo ist hier nochmal die Risikoprämie für einen möglichen Zahlungsausfall des Schuldners? Ach was soll´s, wen interessiert das noch. Stimmt´s Herr Draghi? Die griechische Rendite sinkt heute mit 1,95% auf ein historisches Tief.

Und sonst? Nachdem Deutschland jüngst mit allen Anleihelaufzeiten in die negative Renditezone gerutscht war, hat sich heute Schweden angeschlossen. Dort ist die Rendite für zwanzig Jahre laufende Anleihen jetzt auch im Minus. Tja, Mario Draghi und Christine Lagarde werden es schon richten. Weiter, immer weiter runter. Irgendwann bekommen wir die Konjunktur schon in Schwung?

 

Anmerkung ganz aktuell: Die Rendite für die deutschen Zehnjährigen steigt aktuell auf -0,65%. Den aktuellen Grund finden sie hier. Wie nachhaltig dieser Mini-Anstieg ist… ungewiss!

Rendite 10 Jahre deutsche Anleihen

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