Der Ölpreis kennt derzeit nur eine Richtung. Seit Anfang Juli ist Brent-Öl um mehr als 30 Prozent gestiegen und steuert auf die Marke von 100 US-Dollar zu. Während die USA ihre Angriffe auf den Iran inzwischen den zwölften Tag in Folge fortsetzen, gerät mit dem Roten Meer nun auch die wichtigste Ausweichroute zur Straße von Hormus unter Druck. Damit könnte der Ölmarkt vor einer neuen Eskalationsstufe stehen.
Ölmarkt verliert Sicherheitsnetz
Die Dynamik am Ölmarkt hat sich in den vergangenen Tagen deutlich verschärft. Der Brent-Ölpreis notierte zeitweise bei knapp 98 US-Dollar je Barrel, während WTI sich der Marke von 90 Dollar nähert. Der Grund liegt weniger in einer steigenden Nachfrage als vielmehr in einer wachsenden geopolitischen Risikoprämie. Der Markt preist zunehmend die Gefahr ein, dass aus einer geopolitischen Krise eine reale Angebotskrise werden könnte. Genau deshalb fällt der Preisanstieg diesmal deutlich dynamischer aus als bei vielen früheren Eskalationen.
Auslöser der jüngsten Entwicklung ist die neue Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) griffen die USA in der Nacht zum zwölften Mal in Folge Ziele im Iran an. Ziel waren unter anderem Raketen- und Drohnenlager sowie Flugabwehrsysteme. Damit soll die Fähigkeit des Iran eingeschränkt werden, zivile Schiffe im Persischen Golf anzugreifen.
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Gleichzeitig bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist seit Tagen deutlich eingeschränkt, nachdem der Iran wiederholt Tanker kontrolliert und festgesetzt hat. Zudem erklärte Teheran, neue Verhandlungen seien derzeit ausgeschlossen. Das am 17. Juni geschlossene Übergangsabkommen sei durch die Gegenseite gebrochen worden und inzwischen faktisch hinfällig.
Jetzt droht der zweite große Engpass
Besonders brisant ist jedoch, dass sich die Spannungen inzwischen auf das Rote Meer ausweiten. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz erklärte, zwei saudische Öltanker mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Fast zeitgleich meldete das britische UK Maritime Trade Operations Centre (UKMTO), dass ein Schiff vor der saudi-arabischen Küste von einem Geschoss getroffen worden sei.
Damit gerät ausgerechnet jene Route unter Druck, die zuletzt als wichtigste Alternative zur Straße von Hormus galt. Saudi-Arabien kann zwar einen Teil seiner Ölexporte über eine Ost-West-Pipeline an das Rote Meer leiten. Wird jedoch auch diese Verbindung unsicher, stehen erstmals beide wichtigsten Öltransportrouten der Region gleichzeitig unter Druck. Genau dieses Szenario dürfte den jüngsten Anstieg des Ölpreises maßgeblich antreiben.
Risiko für die Märkte steigt
Noch sind die tatsächlichen Lieferausfälle begrenzt. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation treibt die Risikoprämie am Ölmarkt jedoch bereits deutlich nach oben.
Die Folgen zeigen sich inzwischen auch an den Finanzmärkten. Der DAX und die US-Futures gaben am Donnerstag im frühen Handel nach, während der Ölpreis die jüngste Rally fortsetzte. Gleichzeitig erhöhen steigende Energiepreise den Inflationsdruck. Sollte sich der Iran-Konflikt weiter verschärfen und der Ölpreis weiter steigen, dürften die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im Herbst zusätzlich gestützt werden.
Ölpreis: 100 Dollar rückt näher
Damit richtet sich der Blick nun auf die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Noch ist sie nicht ganz erreicht. Doch solange die Straße von Hormus eingeschränkt bleibt und sich die Angriffe im Roten Meer ausweiten, dürfte der Ölmarkt eine hohe geopolitische Risikoprämie einpreisen.
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Wie groß das Aufwärtspotenzial im Extremfall sein könnte, zeigt eine Analyse von Goldman Sachs. Die Investmentbank hält im Falle einer weiteren Eskalation einen Anstieg des Brent-Ölpreises auf mehr als 120 US-Dollar je Barrel für möglich. Voraussetzung wäre eine anhaltende Störung der Ölexporte aus der Golfregion. Goldman bezeichnet dies allerdings ausdrücklich als Risikoszenario und nicht als Basisszenario.
Die entscheidende Frage ist deshalb längst nicht mehr, ob der Konflikt Auswirkungen auf den Ölpreis hat, sondern ob aus der aktuellen Risikoprämie eine tatsächliche Verknappung des Angebots wird. Genau davon dürfte abhängen, ob Brent zunächst die Marke von 100 Dollar überwindet – oder im weiteren Verlauf sogar Kurs auf das Goldman-Szenario von 120 Dollar nimmt.
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Das Ausfall- Potenzial ist hoch …weil wir ja nicht wissen… wieviel noch in den Öllagern sind..
Zwar ist das Rückschlagpotenzial gewaltig… dennoch turnte der DAX gestern noch nahe All Time High rum…
Spätestens wenn der Ölpreis die 100 erreicht ( vielleicht schon am Freitagabend ) ist Ende Gelände…
Dann haben die Bullen verspielt….Merken Sie sich diese Marke: 100 US-Dollar das Barrel…das ist der Schnittpunkt…ob’s nach oben oder unten geht…
Der Ölpreis, und in diesem Zusammenhang u.a. die Investmentbanking-Analysten von Goldman Sachs mit ihrer Kompetenz in Sachen Beurteilung der Situation der Ölindustrie, werden uns weiterhin über die Situation im Naher und Mittlerer Osten u.a. in Sachen Straße von Hormus informieren.
Der Ölpreis ist mittlerweile auf 100 US-Dollar gestiegen/Quelle: n-tv-Teletext.
Mittlerweile ist der Ölpreis ja sogar über 100 US-Dollar gestiegen. Und der 47. US-Präsident Donald John Trump erwägt die Invasion gegen den Iran zu verschärfen.
Der 47. US-Präsident Donald John Trump hat nunmehr aktuell zum 13. mal die Flugzeuge Richtung Teheran aufsteigen lassen und entwickelt sich somit immer mehr zu einem iranpolitischen Tölpel.
Der 47. US-Präsident Donald John Trump hat nunmehr aktuell zum 14. mal die Flugzeuge Richtung Teheran aufsteigen lassen. Präsident Trump ist iranpolitisch nicht zu retten. Diesmal betraf es einen Tanker auf dem Weg zu einem iranischen Hafen.
Ein Öltanker, welcher sein Radarsystem ausschaltete, ist in der Straße von Hormus im Zusammenhang mit einer Seemine in die Luft geflogen.