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Märkte

Ölpreis vor Anstieg? Vorsicht, heute wird ein doppelt wichtiger Tag!

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis ist in den letzten Wochen langsam aber gemächlich angestiegen. Das zeigt der Chart am Ende des Artikels, der den WTI-Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage zeigt. In drei Wochen ein Anstieg von 40 auf 42,56 Dollar – das ist nicht gerade eine gigantische Bewegung. Aber immerhin, der Markt zeigt sich robust.

Faktoren für steigenden Ölpreis

Die letzten Wochen half auf jeden Fall, dass der US-Dollar immer weiter an Wert verlor. Davon profitieren tut tendenziell die Nachfrage nach Öl in Ländern, in denen nicht in US-Dollar gezahlt wird, da Öl für diese Käufer aufgrund des Wechselkurseffekts billiger geworden ist. Außerdem, und das ist wirklich wichtig, sind die Lagerbestände für Rohöl in den USA die letzten drei Wochen deutlich rückläufig gewesen, und zwar um 10,6, 7,4 und 4,5 Millionen Barrels.

Gestern Abend haben die privat ermittelten API-Daten gezeigt, dass sich die Lager in den USA erneut um 4,3 Millionen Barrels geleert haben. Wird dies heute Nachmittag um 16:30 Uhr durch die offiziellen staatlichen Daten bestätigt, brächte das weitere Unterstützung für einen möglicherweise weiter steigenden Ölpreis. Ein kleiner Haken bei den gestrigen API-Daten liegt darin, dass sich zwar die Rohöl-Lager geleert haben – aber die Benzin-Lagerbestände stiegen um 5 Millionen Barrels.


source: tradingeconomics.com

Heute wird ein doppelt wichtiger Tag

Wie schon gesagt. Heute um 16:30 Uhr werden die staatlichen Lagerdaten aus den USA veröffentlicht. Wir berichten dann umgehend darüber. Gibt es erneut sinkende Lager, könnte dies für einen potenziell weiter steigenden Ölpreis unterstützend sein! Und heute um 16 Uhr tagt das JMMC, ein Aufsichtsgremium der OPEC. Hier schaut man, ob die Mitglieder und externen Partner des Kartells die vereinbarten Zusagen für die Fördermengenkürzungen auch wirklich umgesetzt haben. Laut jüngsten Meldungen liegt die Umsetzungsquote fast bei 100 Prozent.

Und wenn man bedenkt, dass der Terminmarktpreis für Öl im April sogar negativ war, hat sich der Ölpreis bis dato wieder gut erholt mit jetzt über 40 Dollar. Das, die sinkenden US-Lagerbestände und die hohe Erfüllungsquote bei den Kürzungen könnte womöglich dazu verleiten, dass die OPEC und ihre Partner nun wieder mehr Öl fördern möchten? Solche Andeutungen könnten den Ölpreis natürlich negativ beeinflussen. Aber wie schon in den letzten Jahren passiert, kann die heutige JMMC-Sitzung auch ein Non-Event werden, und nichts passiert.

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Dieser Chart zeigt den Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

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Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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