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Märkte

Ölpreis vor weiterem Anstieg? Indiz gibt Hoffnung für heute Nachmittag

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Öl-Bohranlage in der Wüste

Der Ölpreis ist grundsätzlich im Aufwärtstrend. Aber so richtig Schwung fehlt noch. Dabei ist die Grundvoraussetzung für steigende Kurse doch eigentlich vorhanden? Schauen wir auf den Chart. Der zeigt den WTI-Ölpreis im Verlauf seit Ende Juli. Wie gesagt – ein Aufwärtstrend, aber ohne richtige Begeisterung.

Öl-Lagerbestände fallen

Letzten Mittwoch berichteten wir auch Mittags über die Möglichkeit, dass der Ölpreis ansteigt, wenn Nachmittags die Lagerbestände sinken würden. Das taten sie auch. Aber der Ölpreis fiel dann sogar. Vermutlich lag es da aber noch an „Sell on good news“, weil WTI-Öl bereits in den Stunden davor um 3 Dollar angestiegen war. Die Grundvoraussetzung für heute ist aber gut. Die letzten beiden Wochen (siehe Balken in Grafik) sind die Öl-Lagerbestände in den USA um 10,6 und 7,4 Millionen Barrels gesunken. Das verlieh dem Markt grundsätzlich eine positive Stimmung. Dazu kommen noch aktuelle Hoffnungen auf neue Konjunkturpakete in den USA.

Vorschau auf heute Nachmittag

Heute Nachmittag, wenn die staatlich ermittelten Lagerbestände in den USA veröffentlicht werden, könnte (wie gesagt, nicht muss) der Ölpreis zum Anstieg ansetzen. Denn die dritte Woche in Folge werden die Lager sich vermutlich leeren. Darauf deuten die API-Lagerdaten hin, die gestern Abend veröffentlicht wurden. Laut API sanken die Bestände um 4,4 Millionen Barrels. Bleibt es dabei, würden die offiziellen Lager drei Wochen am Stück fallen – ein kleiner aber klarer Trend. Dies wäre ein Beleg für eine erhöhte Benzinnachfrage oder sinkendes Angebot der Förderländer, oder beides. Mit aktuell 42, 23 Dollar konnte das WTI-Öl seit Verkündung der API-Daten heute Nacht schon 70 Cents zulegen. Geht es heute ab 16:30 Uhr weiter, wenn die staatlichen Daten vermeldet werden?


source: tradingeconomics.com

Ölpreis im Verlauf seit Ende Juli

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Scheer

    12. August 2020 13:28 at 13:28

    Für einen weiteren Anstieg wird Momentum benötigt. Das sehe ich derzeit eher nicht.
    Erst wenn die Dynamik ansteigt gibt es Hinweise wo die Reise hingeht.

  2. Avatar

    Columbo

    12. August 2020 18:52 at 18:52

    Wer hofft eigentlich, daß der Ölpreis steigt?

    • Avatar

      leftutti

      13. August 2020 01:26 at 01:26

      @Columbo, der POTUS, der PUTIN, die OPEC, ein paar Long-Zocker hier auf FMW und alle Klimaschützer weltweit 😜

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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