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Ölpreis vor weiterem Rutsch? Aktuelle Gründe!

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Der Ölpreis war in den letzten Tagen schon kräftig unter Beschuss. Gestern hatten wir das Chaos schon ausführlich angesprochen. Ganz vereinfacht und verkürzt kann man sagen, dass der Ölpreis diese Woche bisher schwächelte, weil viele Beobachter doch enttäuscht waren, dass die OPEC am Montag die Fördermengenkürzung nicht im Volumen erhöht hat, sondern nur den Zeitrahmen verlängert hat (von Juli 2019 bis März 2020). Und die Lagerbestände für Rohöl in den USA fielen vorgestern nicht so stark wie erwartet!

Ölpreis kurz vor jüngster Unterstützung

Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit dem 24. Juni. Nach dem Absturz von über 60 auf 56 Dollar trat zuletzt eine Beruhigung ein, und kurz über 56 Dollar hat sich eine kleine Unterstützung im Chart gebildet (blaue Linie). Aber es ist nur eine kleine, zarte Unterstützung, die schnell nach unten durchbrochen werden kann. Jetzt ist der Markt 30 Cents von dieser Marke entfernt!

Ölpreis WTI seit 24. Juni

Gründe für möglichen weiteren Absturz

Der Ölpreis könnte noch heute womöglich (kein Muss!) weiter abstürzen, zügig unter die 56 Dollar-Marke. Tut er das, läge für auf Charts fokussierte Trader der nächste Support bei ca 51 Dollar, dem vorigen Tief aus Anfang Juni  (blaue Linie im folgenden Chart). Was könnte der Auslöser für einen möglichen heutigen Absturz sein? Nun, beim extrem wichtigen US-Sender CNBC wurde gestern darauf verwiesen, dass die Exporte in Venezuela sich im Juni eventuell gesteigert haben, was natürlich mehr Angebot auf den Weltmarkt bringen würde! Wichtiger aber sei der Umstand, dass US-Raffinerien aktuell 2% weniger Öl raffiniert hätten als vor genau einem Jahr. Dies deute auf eine Schwäche bei der Nachfrage hin!


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Und jetzt kommen wir von FMW noch dazu, und setzen ganz aktuell einen oben drauf! Die US-Terminhändler haben in Sachen globale Konjunkturschwäche in den letzten Monaten auch verstärkt ein Auge auf Europa geworfen. Werden die Amerikaner, die keinen Brückentag machen und heute Mittag deutscher Zeit so langsam ans Desk kommen, Short gehen und den Ölpreis runterdrücken? Denn ihnen dürfte kaum entgehen, was in der größten Volkswirtschaft Europas heute für Grusel-Daten veröffentlicht wurden (wir berichteten vorhin). Auftragseingänge -8,6%…. aber gut, man muss es ja immer wieder betonen. Dieser Absturz kann heute noch kommen, es kann aber auch nichts passieren. Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Bilden Sie sich ihre eigene Meinung!

Ölpreis WTI seit Oktober 2018

Beispielbild Ölpumpe in China - Ölpreis vor weiterem Absturz?
Symbolbild einer Ölpumpe in China. Foto: John Hill CC BY-SA 3.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

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    Gixxer

    5. Juli 2019 13:34 at 13:34

    Ich bleibe bei meiner schon oft getätigten Aussage, dass es unter die 50$ gehen wird.
    Erst danach sehe ich wieder Chancen für eine Erholung. Ich hoffe nur, dass der Anstieg dann, falls er kommt, nicht auf einen Krieg USA/Iran zurückzuführen ist.

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Finanznews

Aktienmärkte: Alles bullisch, oder was? Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte steigen heute weiter – und nun erhöhen Wall Street-Analysten iher Kursziele und erwarten weitere Gewinne. Dafür gibt es einige Argumente – eines (vielleicht das Entscheidende) davon ist: weil die Notenbanken alles kaufen ausser Aktien, bleiben den Investoren nur noch die Aktienmärkte (siehe dazu das heutige Interview mit Leonhard Fischer) als Investment. Inzwischen sind viele Parameter bereits auf Anschlag, im S&P 500 etwa ist derzeit keine einzige Aktie überverkauft – die Liquiditäts-Flut der Notenbanken hebt also alle Boote. Risikofaktoren wie die sich verschärfenden Spannungen zwischen den USA und China sowie Trumps Drohung gegen die amerikanischen Social Media-Unternehmen werden verdrängt. Geht die Rally also weiter?

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Allgemein

Gleitende Durchschnitte und Moving Averages einfach erklärt

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Der Gleitende Durchschnitt (GD) – auch Moving Average genannt – ist ein Indikator der technischen Analyse. Er berechnet sich fortlaufend aus dem Durchschnitt eines Kurses über eine festgelegte Zeitperiode. Der Durchschnitt bzw. das Gleiten, kommt dadurch zustande, dass sich sein Wert mit jeder Kursveränderung der fortlaufenden Periode anpasst. In einem Candlestick-Chart (Kerzenchart) fallen immer die aktuellsten Kerzen in die vorher festgelegte Periode. Die beiden bekanntesten Gleitenden Durchschnitte sind der „einfache Gleitende Durchschnitt“ (Simple Moving Average – SMA) und der „exponentielle Gleitende Durchschnitt“ (Exponential Moving Average – EMA). Eine der Hauptaufgaben des Indikators ist es einen Trend darzustellen und das Rauschen der Preisschwankungen auszugleichen. Sollte der Kurs eines Wertpapiers über dem gewählten gleitenden Durchschnitt notieren, dann kann man das als ein bullisches Signal werten. Konträr dazu handelt es sich um ein bärisches Signal, wenn der Kurs unter dem Durchschnitt notiert. Auf den Gleitenden Durchschnitten basieren viele Handelsstrategien, insbesondere für Trendmärkte.

Eine Ausweitung der Zeitperiode hilft dabei die Kursverläufe mehr und mehr zu glätten. Dadurch erhält man ein klareres Bild, um die Trends besser zu erkennen. Die Zeitperioden können ganz unterschiedlich sein. Die am häufigsten verwendeten Periodenlängen liegen bei 20, 50 und 200. Die Perioden können sich auf Minuten, Stunden, Tage, Wochen und Monate beziehen. Es kommt ganz darauf an in welcher Zeiteinheit man handelt. Auf den größeren Zeitebenen, z.B. auf Tagesbasis, spielen der 50 und 200 (SMA50 + SMA200) Tagesdurchschnitt eine große Rolle. Viele Käufer und Verkäufer – Institutionelle wie auch Privatanleger – beobachten diese Gleitenden Durchschnitte und platzieren dort gerne ihre Orders.

Handelsstrategien auf Basis von Gleitenden Durchschnitten

Die Gleitenden Durchschnitte sind die Basis zahlreicher Handelssysteme. Sie können unterschiedliche Handelssignale ausweisen. Wie bereits erwähnt, zeigt der Moving Average zunächst einmal an, in welche Richtung sich der Trend bewegt. Umso kleiner die Periode, umso volatiler bewegt sich die GD-Linie. Ein SMA20 bewegt sich wesentlich schneller als der SMA200. In einem vereinfachten Beispiel kann der 200-Tagesdurchschnitt die Überhitzung eines Kurses andeuten, sollte sich der Kurs sehr weit von der Durchschnittslinie entfernen. Dann kann es passieren, dass der Kurs wieder an den GD-Linie zurückläuft.  Auf der anderen Seite kann er aber auch als Widerstand und Unterstützung dienen.

In den meisten Handelsstrategien werden mehrere Gleitende Durchschnitte miteinander kombiniert. Dabei gibt es keine Standard-Kombination, sondern ist es abhängig von der Zeiteinheit in der gehandelt wird und dem Handelsstil des jeweiligen Traders. Durch das kreuzen der unterschiedlichen Moving Averages kommen die Signale zustande. Kleine Perioden geben schnellere Signale, liefern dabei aber auch mehr Fehlsignale. Wobei sich große Perioden träge bewegen und weniger Signale auslösen. Die meisten Strategien der Gleitenden Durchschnitte beziehen sich auf Trendmärkte. In Seitwärtsmärkten ist die Gefahr von Fehlsignalen erhöht. Der jeweilige Händler sollte die unterschiedlichen Kombinationen auf verschiedenen Zeitebenen testen, um die für sich und seinen Handelsstil besten Signale zu erhalten.

Gleitende Durchschnitte - Moving Average: leicht erklärt

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +7,9 Mio Barrels (jetzt 534,4 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 534,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 7,9 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 245,1 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 0,7 Millionen Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen auf einem unveränderten Niveau.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +8,7 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-2,5 erwartet).

Die Produktion liegt bei 11,4 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 11,5 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit 32,69 Dollar fast unverändert zum Stand vor der Veröffentlichung.

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