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Märkte

Ölpreis wieder im Aufwind – das sind die Gründe

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Eine alte Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis war übers Wochenende erst im Angst-Modus. Und zack, jetzt tut man plötzlich so als wäre nichts gewesen? Keine massenhaften Corona-Neuinfektionen in den USA oder Brasilien mehr? Doch, sie sind da. Aber der Markt interessiert sich dafür heute plötzlich nicht mehr. Und das hat seine Gründe.

Ölpreis steigt, getrieben durch große Hoffnungsbringer

Je besser die Konjunktur läuft, desto mehr Öl wird nachgefragt. Daher kann der Ölpreis wieder steigen, wenn die Börsianer der Meinung sind, dass etwas für die Konjunktur getan wird. Da wäre gestern um 20 Uhr deutscher Zeit die Verkündung der Fed, dass man jetzt auch direkt Unternehmensanleihen kauft. Wunderbar, alles wird gerettet (vereinfacht gesagt). Dazu kommen noch Gerüchte, dass die US-Regierung ein neues 1 Billion Dollar-Programm auflegen will für die Infrastruktur. Die Aktienkurse steigen, und so auch der Ölpreis! Nach der Fed-Verkündung stieg WTI-Öl von 36,65 auf 37,40 Dollar. Mit einem Kurs von aktuell 37,68 Dollar hat Öl in weniger als 24 Stunden 3 Dollar zulegen können.

IEA-Bericht aktuell veröffentlicht

Heute Mittag wurde der Monatsbericht der Internationalen Energie-Agentur veröffentlicht (hier nachzulesen). Die IEA spricht von dem größten Nachfragerückgang für Öl in der Geschichte. Aber es gebe Anzeichen dafür, dass sich der Markt in den kommenden Monaten stabilisiere. In 2020 werde die Nachfrage nach Öl um 8,1 Millionen Barrels pro Tag sinken. In 2021 werde sie um 5,7 Millionen Barrels pro Tag steigen. Das heißt: Die Produzenten sollten sich wohl weiterhin zurückhalten mit dem Hochfahren von Fördermengen im zweiten Halbjahr 2020, wenn sie einen weiter steigenden Ölpreis sehen wollen?

Die Initiative der “OPEC+”-Gruppe und die Vereinbarungen der G20-Ölminister (Kürzung der Förderungen) haben laut IEA einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Marktes geleistet. Aktuell, so möchten wir anmerken, lässt sich der Ölpreis von den IEA-Aussagen nicht beeinflussen. Mit jetzt 37,68 Dollar bewegt sich der Markt seit zwei Stunden fast gar nicht. Aber wie gesagt, seit gestern Mittag gibt es einen Aufwärtsmove, der den sinkenden Ölpreis seit Anfang letzter Woche gestoppt hat. Im Chart sehen wir WTI-Öl im Verlauf der letzten 30 Tage. Gleich um 14:30 Uhr und um 15:15 Uhr kommen Konjunkturdaten aus den USA, die auch den Ölpreis beeinflussen können.

Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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Finanznews

Gold: Wie hoch klettert das Edelmetall? Marktgeflüster (Video)

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Das Highlight des Tages ist der Anstieg von Gold über die Marke von 1300 Dollar! Wie weit wird der Preis noch steigen, nachdem deutlich mehr Geld als im Gefolge der Finanzkrise in ETFs geflossen sind, die Gold basiert sind? Ein entscheidender Punkt ist die Bilanz der Notenbanken – und bei der wichtigsten Notenbank der Welt – also der Fed – ist die Bilanzsumme derzeit leicht rückläufig, während die Bilanzsumme der EZB ein neues Allzeithoch erreicht. Je mehr digitales Geld die Notenbanken drucken, umso besser für den Preis von Gold. Im kurzen Zeitfenster dürfte noch Luft sein bis zur Marke von 1850 Dollar. Die Aktienmärkte heute volatil – zwischen Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und den nach wie vor extrem hohen Corona-Zahlen in den USA..

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Aktien

Stefan Riße zum Commerzbank-Desaster – warum die IT entscheidend ist

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Commerzbank Tower in Frankfurt

Sie erinnern sich noch? Im April letzten Jahres scheiterte die Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank, letztlich am Management der Deutschbanker. Gott sei Dank, möchte man sagen? Denn ja, in der Bankenszene ist es kein Geheimnis, wie komplex und veraltet die IT-Systeme von Banken und Sparkassen heute oft noch sind. Und auch von den beiden größten deutschen Banken gibt es in der Szene Gruselgeschichten, wie es in Sachen IT zugeht. Alleine die Größe der Institute und der Umfang der Geschäfte lässt erahnen, wie komplett die IT-Strukturen sind. Gerade erst hatte die Deutsche Bank die Postbank ablauftechnisch integriert.

Man stelle sich nun vor, die Deutsche Bank hätte als Seniorpartner nun auch noch die IT-Systeme der Commerzbank aufsaugen müssen, oder noch schlimmer: Es wäre zu einer Art Kombination beider IT-Systeme gekommen, oder es hätte einen kompletten Neubau gegeben? Milliarden-Investitionen und diverse Probleme auf Jahre hinaus wären programmiert gewesen. Aber Gott sei Dank, die Fusion scheiterte. Die Commerzbank kämpft nun weiter alleine. Und geht man nach dem Aktienkurs, der brutal im Keller hängt, kämpft sie ziemlich erfolglos. Deswegen muss aktuell auch der farblose CoBa-Chef Martin Zielke seinen Hut nehmen.

Im folgenden Video besprechen Manuel Koch und Stefan Riße das Thema Commerzbank als Schwerpunkt rund um die Bankenbranche. Das Thema IT sei entscheidend. Bei der Commerzbank wäre es laut Stefan Riße vielleicht sogar sinnvoller gewesen, die nun integrierte comdirect nicht einzubauen, sondern eher die ganze Commerzbank um die comdirect herum umzubauen. Denn laut Riße sei die comdirect im Commerzbank-Konzern derzeit die einzig gesunde Komponente. Die Ausführungen zu dem Thema sind recht interessant. Aber auch die weiteren Ausführungen zur Bankenbranche sind beachtenswert. Es ist laut Stefan Riße unklar, ob Deutsche Bank und Commerzbank überhaupt in der Lage sind ein neues profitables Geschäftsmodell zu finden. Von daher sieht er deren Aktien kritisch.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +5,7 Mio Barrels (jetzt 539,2 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 539,2 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -3 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -4,8 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen unverändert.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-3,7 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -20 Cents auf 40,41 Dollar. Wow, nur so ein kleiner Rückfall im Ölpreis, bei so einem kräftigen Anstieg der Lager, der sogar noch deutlich höher war als von API vermeldet? Kommt da noch was mit fallenden Ölpreisen in den nächsten Stunden?


source: tradingeconomics.com

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