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Märkte

Ölpreis wieder im Aufwind – das sind die Gründe

Claudio Kummerfeld

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Eine alte Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis war übers Wochenende erst im Angst-Modus. Und zack, jetzt tut man plötzlich so als wäre nichts gewesen? Keine massenhaften Corona-Neuinfektionen in den USA oder Brasilien mehr? Doch, sie sind da. Aber der Markt interessiert sich dafür heute plötzlich nicht mehr. Und das hat seine Gründe.

Ölpreis steigt, getrieben durch große Hoffnungsbringer

Je besser die Konjunktur läuft, desto mehr Öl wird nachgefragt. Daher kann der Ölpreis wieder steigen, wenn die Börsianer der Meinung sind, dass etwas für die Konjunktur getan wird. Da wäre gestern um 20 Uhr deutscher Zeit die Verkündung der Fed, dass man jetzt auch direkt Unternehmensanleihen kauft. Wunderbar, alles wird gerettet (vereinfacht gesagt). Dazu kommen noch Gerüchte, dass die US-Regierung ein neues 1 Billion Dollar-Programm auflegen will für die Infrastruktur. Die Aktienkurse steigen, und so auch der Ölpreis! Nach der Fed-Verkündung stieg WTI-Öl von 36,65 auf 37,40 Dollar. Mit einem Kurs von aktuell 37,68 Dollar hat Öl in weniger als 24 Stunden 3 Dollar zulegen können.

IEA-Bericht aktuell veröffentlicht

Heute Mittag wurde der Monatsbericht der Internationalen Energie-Agentur veröffentlicht (hier nachzulesen). Die IEA spricht von dem größten Nachfragerückgang für Öl in der Geschichte. Aber es gebe Anzeichen dafür, dass sich der Markt in den kommenden Monaten stabilisiere. In 2020 werde die Nachfrage nach Öl um 8,1 Millionen Barrels pro Tag sinken. In 2021 werde sie um 5,7 Millionen Barrels pro Tag steigen. Das heißt: Die Produzenten sollten sich wohl weiterhin zurückhalten mit dem Hochfahren von Fördermengen im zweiten Halbjahr 2020, wenn sie einen weiter steigenden Ölpreis sehen wollen?

Die Initiative der „OPEC+“-Gruppe und die Vereinbarungen der G20-Ölminister (Kürzung der Förderungen) haben laut IEA einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Marktes geleistet. Aktuell, so möchten wir anmerken, lässt sich der Ölpreis von den IEA-Aussagen nicht beeinflussen. Mit jetzt 37,68 Dollar bewegt sich der Markt seit zwei Stunden fast gar nicht. Aber wie gesagt, seit gestern Mittag gibt es einen Aufwärtsmove, der den sinkenden Ölpreis seit Anfang letzter Woche gestoppt hat. Im Chart sehen wir WTI-Öl im Verlauf der letzten 30 Tage. Gleich um 14:30 Uhr und um 15:15 Uhr kommen Konjunkturdaten aus den USA, die auch den Ölpreis beeinflussen können.

Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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Gold/Silber

Goldpreis – jetzt aufwachen!

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Ein Stapel Barren aus Gold

Nachdem Markus Fugmann im Marktgeflüster am Freitag auf die Schwäche im Goldpreis eingegangen ist, möchte ich die Edelmetalle aus charttechnischer Sicht unter die Lupe nehmen.

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Goldpreis – der Trend ist intakt, kurzfristige Schwäche nutzen

Im langfristigen Chartbild befindet sich der Goldpreis weiterhin im Aufwärtstrend. Die wichtigsten Unterstützungen liegen zwischen 1.670 bis 1.800 USD. Denn solange sich der Goldpreis über diesem Niveau aufhält, können wir weiterhin von einem langfristig starken Markt sprechen. Erst bei Kursen unter diesem Auffangniveau trübt sich meine bislang bullische Stimmung ein. Denn je tiefer der Goldpreis fällt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Trendfortsetzung mit neuen Höchstständen.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf mit Charttechnik

Entsprechend gilt es jetzt auf Zeichen einer Bodenbildung zu achten. Für eine langfristige Positionierung ist ein gestaffelter Einstieg im aktuell angelaufenen Unterstützungsniveau sehr interessant.

Silberpreis steuert wichtige Unterstützung an

Im Silberpreis wurde das letzte Verlaufstief vom 24. September 2020 bislang nicht unterschritten. Die Chancen stehen aktuell auch gar nicht so schlecht, dass diese Unterstützung auch der aktuellen Verkaufswelle standhält. Denn aus technischer Sicht dürften die aktuellen Verkäufer zwischen 19,00 und 22,00 USD auf eine Wand an Kauforders treffen. Seit 2014 hat sich der Silberpreis an diesem Niveau den Kopf gestoßen. Nach dem Ausbruch im Juli, ist dieser alte Widerstand zu einer sehr markanten Unterstützung geworden.

Chart zeigt Silberpreis-Verlauf

Minenaktien – der Hebel zum Goldpreis

Schauen Sie sich auch das Video an und erfahren, welche Minenaktien aktuell einen näheren Blick wert sind!

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Bitcoin

Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Gold/Silber

Rüdiger Born über den aktuellen Gold-Absturz – wie tief geht es noch runter?

Rüdiger Born

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Gold im Crash! Aktuell geht der Kurs durch alle Unterstützungen: zunächst die 1850er Marke aus dem September, nun auch die 1800 der letzten Tage. Und das auch noch beschleunigt! Gibt es kein Halten mehr? Auf was man sich einstellen muss und wie man als Marktteilnehmer hier möglichst frühzeitig den nächsten Schritt erkennen kann, zeige ich in diesem Beitrag.

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