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Märkte

Ölpreis will trotz Daten einfach nicht fallen? Die große OPEC-Hoffnung

Claudio Kummerfeld

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Beispielbild einer Ölpumpe

Zuletzt gab es Bewegung im Ölpreis letzten Donnerstag, als WTI-Öl um gut 1,70 Dollar steigen konnte. Das lag an zwar steigenden Lagerbeständen, die aber nicht so stark anstiegen wie am Abend zuvor durch die API-Bestände angedeutet wurde. Und dazu noch ein Schuss Optimismus durch ein paar nette Gerüchte zum vermeintlichen Handelsdeal zwischen China und den USA. Und zack, der Ölpreis konnte steigen.

API-Daten bringen Ölpreis nicht zum Fallen

Seit letztem Freitag verharrt der WTI-Ölpreis nun auf diesem gestiegenen Niveau fast in Totenstarre um den Preis von 58 Dollar herum. Seit gestern konnte er ein paar Cent ansteigen – geschenkt! Diese winzigen Bewegungen sind trotzdem noch zum Einschlafen für Trader. Und dann gestern Abend? Die dieswöchigen API-Bestände für die Rohöl-Lager in den USA wurden mit +3,6 Millionen Barrels vermeldet. Der Ölpreis reagierte um 22:30 Uhr deutscher Zeit mit -20 Cents, nur um wenige Augenblicke später wieder auf sein voriges Niveau bei 58,30 Dollar zurückzukehren. Dort notiert der Markt auch heute früh.

Tja. Die Lager werden immer voller, und voller, und voller. Die folgende Grafik zeigt die offiziellen Lagerdaten – pro Balken sieht man die Veränderung für eine Woche. Mit Ausnahme eines kleinen Rückgangs steigen die Lagerbestände in den USA nun seit zehn Wochen an, und API deutet für heute Nachmittag um 16:30 Uhr, wo die offiziellen Daten vermeldet werden, einen weiteren Anstieg an. Aber der Ölpreis will nicht fallen. Er hält das hohe Niveau. Wir haben da so eine Idee, woran das liegen könnte.


source: tradingeconomics.com

OPEC-Hoffnung

Seit Tagen und Wochen helfen immer wieder leicht positive Aussagen rund um den Handelskrieg. Die Hoffnung ist vorsichtig vorhanden, dass China und die USA sich endlich einigen können. Aber nun wird die Hoffnung rund um die OPEC immer größer. Nur noch eine Woche bis zum turnusmäßigen Treffen der OPEC in Wien. Entweder die OPEC verlängert ihre Fördermengenkürzung von März 2020 bis Juni 2020, was einige Beobachter für wahrscheinlich halten. Oder man erhöht die Kürzungsmenge, was unwahrscheinlicher, aber nicht ganz ausgeschlossen ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und der Markt scheint sich momentan eher auf die Hoffnung zu konzentrieren. Weniger Angebot am Weltmarkt würde dem Ölpreis bei Ansteigen helfen. Aber schauen wir kurzfristig heute erstmal auf die Lagerdaten aus den USA. Können Sie einen Impuls geben? Und man vergesse nicht, dass die Amerikaner heute Abend in ihr verlängertes Thanksgiving-Wochenende gehen. Die Liquidität in den Terminmärkten sollte also geringer sein bis Montag.

Verlauf im WTI-Ölpreis seit letztem Mittwoch
Verlauf im WTI-Ölpreis seit letztem Mittwoch.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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Anmeldestatus

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