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Ölpreis zeigt Stärke! Saudis sind es leid, Putin im Fokus , Montag Meeting!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielbild einer Öl-Pumpe

Der Ölpreis zeigt heute Stärke! Oft ist es so, dass nach starken Anstiegen, die auf wackligen Füßen stehen, Stunden später oder am Folgetag ein Kurseinbruch erfolgt. Aber schaut man auf den folgenden Chart (Kursverlauf seit Anfang der Woche), dann kann sich der Ölpreis nach dem gigantischen Anstieg von gestern gut halten! Von 21,90 Dollar stieg WTI-Öl gestern schnell auf bis zu 27,27 Dollar in der Spitze. Aber das war nur ein ganz kurzer schneller Ausschlag. Wichtiger waren die Stunden danach und die Entwicklung über Nacht! Das erhöhte Niveau konnte gehalten werden. Das ist ein wichtiges Signal. Mit aktuell glatt 25 Dollar notiert der Markt noch 14,15 Prozent höher als gestern Nachmittag.

Trump-Tweet pushte den Ölpreis

Gestern berichteten wir über den Auslöser für diesen Mega-Push im Ölpreis. Donald Trump twitterte, dass er mit den Saudis gesprochen habe, die wiederum mit den Russen gesprochen hätten. Nun erwarte er eine Fördermengenkürzung von 10-15 Millionen Barrels pro Tag. Wow, rummms. Der Ölpreis explodierte schnell nach oben! Ob die Russen wirklich schon auf Linie sind für eine koordinierte Kürzung? Oder hat Donald Trump mal wieder weit übers Ziel hinaus geschossen? Schließlich ist er ein konstanter Lieferant von Fake News. Von daher sind seine Aussagen mit Vorsicht zu genießen!

Die Saudis sind es leid

Wichtig ist: Die letzten Jahre, wo es von Seiten der OPEC immer wieder Fördermengenkürzungen gab um den Ölpreis zu pushen, hielten sich einige Mitglieder nicht so wirklich an die Vereinbarungen. Die Saudis als größter OPEC-Partner und de facto Kartell-Anführer hatten dann mehrmals die eigene Fördermenge weiter gekürzt als notwendig, damit das Gesamtziel erreicht wird, nämlich eine Fördermengenkürzung, die auch am Markt spürbar ist. Nun weigerte sich Russland als externer OPEC-Partner jüngst, bei einer weiteren Kürzungsrunde mitzumachen. Erneut gab es die Möglichkeit, dass Saudi-Arabien in Eigenregie nun wieder mehr kürzt als notwendig. Aber nein, diesmal waren die Saudis es leid, immer selbst drauf zu zahlen. Nun sollen die anderen endlich mit ins Boot kommen. Mit der globalen Überflutung der Ölmärkte senden die Saudis ein brutales Signal an alle Öl-Förderländer, dass nun wirklich jeder aufgefordert ist seinen Teil beizutragen, damit weltweit die Fördermengen schrumpfen. So soll das Angebot runter schrumpfen, um sich der brutal geschrumpften Nachfrage zu nähern, die dank der Coronakrise weggeschmolzen ist.

Putin im Fokus um den Ölpreis zum Ansteigen zu bekommen

Man darf annehmen, dass die Saudis nicht nur von ihren OPEC-Partnern und Russland echte Kürzungen ihrer Fördermengen erwarten. Nein, man erwartet wohl auch, dass die USA mitmachen? Das wird aber schwierig, weil die Öl-Förderung in den USA in den Händen hunderter Privatunternehmen liegt. Darunter große Konzerne, aber auch mittelgroße und kleine Fracking-Buden in Texas, North Dakota etc. Da könnten höchstens Industrie-Verbände versuchen koordiniert eine freiwillige Kürzung dieser Unternehmen hinzubekommen. Wladimir Putin ist die entscheidende Figur in diesem Spiel, bei dem es darum geht den Ölpreis deutlich zum Steigen zu bekommen. Die Golfstaaten, Venezuela, die US-Fracker, alle ächzen unter dem viel zu niedrigen Ölpreis. Auch Russland verliert Geld, aber alle anderen sind darauf angewiesen, dass auch Russland mitmacht. Wird Putin von Trump ein Entgegenkommen verlangen? Aktuell hört man, dass die Russen auf eine Teilnahmer der Amerikaner an der Fördermengenkürzung bestehen könnten. Man wird sehen. Und wer soll wie viel kürzen, wenn es denn wirklich um Größenordnungen von 10-15 Millionen Barrels pro Tag geht? Das kann verdammt spannend werden!

Montag Meeting

Nach aktuellen Infos wird die OPEC am Montag ein Online-Meeting organisieren, bei dem auch externe Partner zugeschaltet werden sollen. Kann man dann schon eine global koordinierte Fördermengenkürzung vereinbaren? Das ist eine verdammt komplexe Aufgabe. Wer kontrolliert, dass auch wirklich alle mitmachen? Und wie will man die US-Fracker schnell zum Runterfahren ihrer Förderleistung bewegen? Gut möglich ist es, dass am Montag nach dem Meeting vielleicht erstmal nur eine Absichtserklärung verkündet wird, damit der Ölpreis nicht gleich wieder Richtung 20 Dollar rauscht. Ganz aktuell hört man von einer Kürzung von nur 6 Millionen Barrels pro Tag, die im Kreise der OPEC+ diskutiert werde!

Analystenmeinungen nach dem starken Ölpreis-Anstieg von gestern

Hier einige Analystenmeinungen von heute früh zum Thema Öl. Milan Cutkovic von Axitrader erwähnt auch die Ankündigung von US-Präsident Trump, dass sich Saudi-Arabien und Russland darauf einigen würden ihre Öl-Förderung um 10 bis 15 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen. Schon aber herrschen Zweifel, ob solch ein Deal zustande kommen werde, ohne dass die USA auch ihre Öl-Produktion reduzieren, so Cutkovic.

Jaspwer Lawler von der London Capital Group erwähnt aktuell die ungewöhnliche Art und Weise wie der US-Präsident die Nachricht verbreitete. Man könne nur vermuten, ob die Kürzung um 10 Millionen Barrel pro Tag stattfinde. Dies würde eine massive Kürzung um 10 Prozent der weltweiten Produktion bedeuten. Die Frage sei, um wie viel die Nachfrage aufgrund der Coronakrise gesunken ist. 50 Prozent? 10 Millionen Barrel seien wahrscheinlich immer noch nicht genug. Man werde sehen müssen, dass auch die US-Produzenten ihre Produktion reduzieren. Aber ein solches Abkommen wäre nach den amerikanischen Anti-Kartellvorschriften nicht zulässig. Es sei daher unklar, welche Kombination von Zuckerbrot und Peitsche bei den Russen und Saudis verwendet wurde. Es sei möglich, dass wir bald sehen könnten, dass einige US-Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden, so spekuliert Jasper Lawler. Alles für den „guten Zweck“, nämlich den steigenden Ölpreis, möchten wir fragend hinterher werfen.

Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank sagt heute, dass es angesichts der sehr bedeutenden Zahl (10-15 Mio Kürzung) nicht verwunderlich wäre, wenn die Investoren von einer viel kleineren Aktion enttäuscht wären, wenn es überhaupt eine geben werde. Die gute Nachricht sei, dass die Saudis nun ein OPEC+-Notfalltreffen mit Russland einberufen haben. Auch wenn die Saudis Marktanteile gewinnen würden, würde die schrumpfende Größe des Gesamtkuchens die billigsten Ölproduzenten der Welt sicherlich dazu ermutigen, ein Abkommen über eine niedrigere Produktion abzuschließen, um den Ölpreis und damit seine Einnahmen zu verbessern. Nachdem Russland die dramatischen Folgen seines Vetos vom letzten Monat gesehen habe, habe es Interesse daran sich ebenfalls auf eine Kürzung zu einigen. Und die Intervention sollte mindestens 5 Millionen Barrels por Tag betragen, um zumindest dem Einbruch der eingebrochenen Nachfrage zu entsprechen, so Ipek Ozkardeskaya.

Ölpreis Kursverlauf seit Montag

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    3. April 2020 10:45 at 10:45

    Jetzt noch einen Ölpreisschock nach oben und wir haben die Finanz-und Währungskrise.

  2. Avatar

    thinkSelf

    3. April 2020 11:03 at 11:03

    „Nachdem Russland die dramatischen Folgen seines Vetos vom letzten Monat gesehen habe, habe es Interesse daran sich ebenfalls auf eine Kürzung zu einigen.“

    Wieder ein schöner Satz, der zeigt das Banker echt von nix eine Ahnung haben.10 Millionen Barrel entsprechen der Fördermenge einer der großen drei.
    Die kleineren Produzenten brauchen alle dringend Kohle und werden die Förderung nicht kürzen. Die amerikanische Ölindustrie hat da auch kein Interesse, denn die Preissteigerungen müssten die Mengenreduktionen schon massiv überkompensieren damit das Sinn macht.

    Und Russland hat aktuell einen einzigartigen strategischen Hebel in die Hand bekommen. Und Putin wird den nutzen. Er wird die Ölförderung nur dann einschränken, wenn er dafür enorme politische Zugeständnisse bekommt. Die Russen sind Entbehrungen gewöhnt und halten das lange durch. Das können weder die USA noch die Saudis.

    • Avatar

      Scheer

      3. April 2020 15:23 at 15:23

      Endlich jemand der mitdenkt! Volle Zustimmung.
      Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen. Es liegt nicht im entferntesten Sinne der russischen Regierung eine schnelle Einigung zu erlangen. Der Grund liegt auf der Hand, eine schnelle Einigung würde den die Front „Ölpreiskrieg“ den amerikanern entnehmen und für eine wirtschaftliche Entspannung sorgen. Aber das ist doch gar nicht das Ziel des Russen. Der größte Schaden ist die Amerikaner im Glauben zu lassen das es zu einer Einigung kommt und nicht nur die Fracker in Mitleidenschaft zu ziehen sondern gleichzeitig die Gläubiger, sprich die Banken. Das gelingt nur wenn nur russische Glaubensbekenntnisse ausgesprochen werden.
      Das ganze wird sich nur dann ändern wenn die Möhre so groß ist, dass es sich für den Russen geopolitisch und nachhaltig wirtschaftlich lohnt.
      So weit sind die Amerikaner aber nicht, die haben den Schuss noch gar nicht gehört und denken nach wie vor das Zentrum der Welt zu sein – Das wird sich bitter rächen!

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Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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am

Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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Indizes

Dax: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Vor ca. 10 Tagen schrieb ich „Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar.. wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen“: Am Mittwoch letzter Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Dax: Die Stimmung der Investoren

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

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Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor – leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden, oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse beim Dax zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse beim Dax spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohd Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator (Fear & Greed Index) des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation

Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen…, ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schonmal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.

Wie ist die Stimmung derzeit gegenüber dem Dax?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Stimulus-Hoffnung stirbt zuletzt

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Heute soll angeblich der entscheidende Tag sein. Kommt noch auf den letzten Drücker eine Einigung zwischen Demokraten und Donald Trump über einen neuen Stimulus? Das dürfte kurzfristig die Kurse bewegen.

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