Die steigenden Ölpreise senden ein gefährliches Signal für die Inflation. Laut einer aktuellen Analyse von Bravos Research könnten die kommenden Jahre an den Finanzmärkten deutlich turbulenter verlaufen, als viele Anleger derzeit erwarten. Während die US-Inflation nach dem Höhepunkt von 2022 eigentlich auf dem Rückzug schien, mehren sich nun die Hinweise auf eine zweite Inflationswelle. Besonders auffällig sind dabei die stark steigenden Ölpreise. Genau hier ziehen die Analysten historische Parallelen zu den 1970er-Jahren – einer Phase, die von explodierenden Energiepreisen, hoher Inflation und massiver Volatilität geprägt war.
Inflation vor zweiter Welle?
Damals stiegen die Ölpreise infolge geopolitischer Krisen sprunghaft an und lösten einen Ketteneffekt in der gesamten Wirtschaft aus. Laut Bravos Research zeigt sich heute ein ähnliches Muster. Allein in diesem Jahr sind die Ölpreise bereits um rund 70 Prozent gestiegen. Gleichzeitig hätten geopolitische Spannungen im Nahen Osten das Risiko weiterer Preisschocks erhöht. Die Folge: Energie und Lebensmittel verteuern sich erneut deutlich schneller als andere Bereiche der Wirtschaft.
Besonders kritisch sei dabei, dass Öl nicht nur direkt in die Inflation einfließt, sondern nahezu jede Lieferkette beeinflusst. Transport, Produktion, Stromkosten, Verpackungen und Lebensmittelpreise hängen indirekt vom Energiemarkt ab. Selbst alltägliche Produkte wie Kaffee würden durch höhere Energiepreise teurer – von der Produktion über den Transport bis hin zum Verkauf im Supermarkt. Damit geraten Verbraucher an mehreren Stellen gleichzeitig zunehmend unter finanziellen Druck.
Auf die Ölpreise könnte weiterer Aufwärtsdruck zukommen, nachdem die globalen Ölreserven laut Goldman Sachs zuletzt so schnell geschrumpft sind wie nie zuvor. Historisch betrachtet seien steigende Ölpreise deshalb oft ein Frühindikator für eine breitere Inflationsdynamik gewesen. Genau das beobachten die Analysten aktuell erneut. Während die Kerninflation in einigen Bereichen stabil bleibt und sich die Wohnkosten zuletzt sogar etwas entspannten, steigen die Preise für Energie und Nahrung weiter an. Besonders brisant: Lebensmittelpreise hätten laut Analyse bislang noch nicht vollständig auf die jüngste Energieverteuerung reagiert. In früheren Zyklen folgte dieser Effekt oft mit zeitlicher Verzögerung.
Die aktuellen Inflationsdaten deuten bereits auf eine neue Beschleunigung hin: Während die Gesamtinflation im April auf 3,8 Prozent anzog, stieg die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel auf 2,8 Prozent. Die Hoffnung auf dauerhaft sinkende Preise könnte demnach schneller platzen als erwartet.
Warnsignal für die Finanzmärkte
Ein weiterer zentraler Faktor ist der sogenannte ISM Manufacturing Prices Paid Index – ein wichtiger Frühindikator für steigende Produktionskosten in den USA. Dieser Index hat zuletzt Niveaus erreicht, die historisch fast immer mit einer späteren Inflation von über vier Prozent verbunden waren. Da Unternehmen höhere Produktionskosten oft an Verbraucher weitergeben, könnte sich der Preisauftrieb in den kommenden Monaten weiter verstärken.
Die Analysten rechnen deshalb damit, dass die US-Inflation bis Ende 2026 erneut in Richtung vier bis fünf Prozent steigen könnte. Noch sei zwar unklar, ob daraus tatsächlich eine extreme Inflationsphase wie in den 1970er-Jahren entsteht. Dennoch könnte bereits dieser Bereich erhebliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben.
Historisch hätten Inflationsraten oberhalb von vier Prozent fast immer zu erhöhter Volatilität an den Börsen geführt – etwa während der Krisenjahre 1974, 1987, 2001, 2008 oder 2022. Bravos Research erwartet zwar keinen Börsencrash, aber spätestens Ende 2026 eine deutlich nervösere Marktphase. Die zuletzt spürbar gestiegene Volatilität könnte dabei bereits ein erster Vorgeschmack auf die kommenden Turbulenzen sein.
Allerdings sehen die Analysten darin auch Chancen. Denn in Phasen steigender Inflation verschieben sich Kapitalströme häufig massiv zwischen einzelnen Branchen. Während viele der Marktführer der vergangenen Jahre unter Druck geraten könnten, dürfte gleichzeitig eine große Rotation hin zu Aktien einsetzen, die von einem Umfeld höherer Inflation profitieren. Vor allem Sektoren aus den Bereichen Rohstoffe und Energie könnten dabei zu den neuen Gewinnern zählen.
Sollte die Inflation tatsächlich zurückkehren, könnte sich das Börsenumfeld in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Für langfristige Investoren sei dies laut Bravos Research jedoch weniger ein Grund zur Panik als vielmehr eine Phase strategischer Neuausrichtung.
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Kürzlich waren in meinem REWE-Markt um die Ecke diverse Rindfleischprodukte an der Frischetheke im Sonderangebot verfügbar. Dies gilt aktuell auch für Jacobs-Krönung-Kaffee. Die diesbezüglich weitere Preisentwicklung bleibt somit abzuwarten. Desweiteren ist ein Abwärtstrend bei ausländischen Investitionen in den Wirtschaftsstandort Deutschland zu verzeichnen/Quelle: n-tv-Fernsehtext. Letzteres führe ich auf die Energiekosten für die deutsche Wirtschaft aufgrund der inkompetenten Energiepolitik zurück, welche zu stark auf alternative Energien und CO2-Bepreisung setzt.
In den Siebziger Jahren wurde die Inflation noch anders gemessen…realer…
Außerdem waren in den Siebzigern die Notenbanken noch bemüht…. die Zinsraten über den Inflationsraten zu halten…viele der Notenbanker kannten noch die Inflation…die Geldentwertung… der Nachkriegszeit…die Älteren unter ihnen sogar noch die Inflation der Zwanziger..
Bretton Woods war Anfang der Siebziger gerade Geschichte…die praktische Golddeckung des US Dollars…deshalb versuchte man über eine Art Hochzinspolitik …den früheren Goldstandard zu imitieren…
So waren Renditen von 9,10,12 Prozent per Anno keine Seltenheit…deshalb stagnierte in den Siebzigern auch der Aktienmarkt…es gab schlicht keine Notwendigkeit in Aktien zu gehen…