Österreich gerät zunehmend unter finanziellen Druck: Mit der Herabstufung des Bonitätsausblicks durch Moody’s rückt das bisher stabile Rating ins Wanken. Für die Regierung ist dies nicht nur ein ökonomisches, sondern auch ein politisches Signal – die Konsolidierung der Staatsfinanzen duldet keinen Aufschub mehr. Denn die öffentliche Schuldenlast steigt weiter an und droht mittelfristig die fiskalische Handlungsfähigkeit erheblich einzuschränken.
Österreich von Moody’s abgestuft
Laut einem Bericht von Bloomberg ist der Bonitätsausblick Österreichs von Moody’s auf negativ herabgesetzt worden – ein weiterer Rückschlag für die Bemühungen der Regierung, die Staatsfinanzen zu sanieren.
Die Ratingagentur hat den Ausblick für die Bewertung Aa1 – die zweithöchste auf der Moody’s-Skala – von stabil herabgestuft, wie sie am Freitagabend mitgeteilt hat. Es ist die erste Anpassung durch Moody’s seit 2016. Die Bonitätswächter begründeten die Entscheidung damit, dass sich der Ausblick auf Österreichs Fiskal- und Schuldenpolitik in den vergangenen sechs Monaten verschlechtert habe.
“Wir erwarten in unserem Basisszenario nun, dass Österreichs öffentliche Schuldenlast mittelfristig weiter zunimmt, sodass eine ehrgeizigere Haushaltskonsolidierung nötig wird, um die Schulden zu stabilisieren oder auf einen Abwärtspfad zu bringen”, hieß es.
Für die Regierungskoalition ist die Entscheidung ein neues Warnsignal. Im Juni hatte Fitch das Rating gerade erst auf AA gesenkt.

Einst ein Vorkämpfer strenger Haushaltsdisziplin in der Europäischen Union, steht Österreich inzwischen im Fokus der EU, weil Wien das Defizit nicht unter der Grenze von 3% der Wirtschaftsleistung gehalten hat.
Finanzminister Markus Marterbauer will das Defizit von derzeit voraussichtlich 4,5% des Bruttoinlandsprodukts Schritt für Schritt senken und den Zielwert bis 2028 erreichen. Die längere Konsolidierung soll verhindern, dass Österreichs Wirtschaft 2025 in ein drittes Rezessionsjahr in Folge rutscht.
Trotz der Rückschläge bei den Ratings gelten österreichische Staatsanleihen im Euroraum weiterhin als besonders sicher. Anleger verlangen derzeit einen Renditeaufschlag von 32 Basispunkten gegenüber vergleichbaren deutschen Papieren – weniger als die Hälfte des Niveaus von 2022, als die Abhängigkeit von russischem Gas die Risikoprämie in die Höhe trieb.
FMW/Bloomberg
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tja, langsam kickt die „koste es was es wolle“ klientellpolitik des altkanzlers mit immerhin matura (=abitur) richtig rein. die gießkannengeschenke insb. an unternehmen (stichwort: cofag) in nahezu unglaublichen ausmaß, waren also doch kein free lunch?
neben jahrzehntelangem pflegen maximal ineffizienten staatsstrukturen (föderalismus/kammer-moloch) der durch drei- bis viergleisigkeiten abermilliatde in struktureller erstarrung aufraucht, hat es österreich es geschafft sowohl bei der inflation als auch beim wirtschaftswachstum noch weit unrühmlicher abzuschneiden als der große bruder.
dass hier die allgemeine stimmung und motivation mindestens so im keller ist – kein wunder. und die aktuelle regierung macht auch nicht anderes als sündenböcke zu suchen (pensionisten, teilzeit-jobler) und die ohnedies mit höchste steuer- und abgabenlast zu erhöhen, um kurzfristig löcher zu stopfen. große würfe – und die wären insbesondere bei föderalismus notwendig – fehlanzeige. einzig symtombekämpfung auf dem rücken des mittelstands – kein wunder, dass es nur mehr abwärts geht.