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Offizielle Arbeitslosenquote springt von 4,9% auf 5,3%

Die offizielle Arbeitslosenquote in Deutschland ist im Januar von 4,9% auf 5,3% gesprungen. Die Zahl stieg von 2,2 auf 2,4 Millionen. Tatsächlich arbeitslos (offiziell „Unterbeschäftigt“) waren 3,29 Millionen Menschen nach 3,16 Millionen im Dezember. Die Quote steigt von 6,9% auf 7,2%. Der Konjunktureinbruch ist das noch lange nicht, sondern lediglich das kalte Winterwetter!

Immerhin: Die offizielle Zahl von 2,4 Millionen Arbeitslosen ist der niedrigste Januar-Wert seit der Wiedervereinigung. Laut Arbeitsagentur nehme die Arbeitslosigkeit zwar wie üblich zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setze aber ihren Wachstumskurs fort. Auch die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern bleibe auf einem sehr hohen Niveau.

Aber, so möchten wir anmerken: Die Zahl der offenen Stellen, welche von den Arbeitgebern an die Arbeitsagenturen gemeldet werden, sinkt aber deutlich, von 781.326 auf 757.714 Das lässt doch eigentlich darauf schließen, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften spürbar abnimmt? Oder ist das auch „nur“ auf das Winterwetter zurückzuführen?

Wie die folgende Grafik links zeigt, legt die Beschäftigung in allen Bundesländern zu. Das größte Wachstum zeigt Berlin. Rechts sieht man neue Stellen nach Branchen. Wie in den letzten Monaten auch bringt „Metall, Elektro und Stahl“ am meisten neue Jobs. Addiert bringen aber die Dienstleistungen mit Abstand die meisten neuen Jobs.

Hier die aktuellste Aussage der Bundesagentur für Arbeit über die Lage bei Flüchtlingen am Arbeitsmarkt. Zitat:

Die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen wird mehrere Jahre brauchen. Das zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Arbeitslosmeldung von geflüchteten Menschen ist ein erster Schritt in einem Integrationsprozess, der aufgrund der oftmals fehlenden Sprachkenntnisse und formalen Qualifikationen längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Entsprechend ist zu beobachten, dass die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung von Personen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern sehr hoch ausfällt. Dabei hat ein großer Einsatz von Integrationskursen und Fördermaßnahmen die Arbeitslosigkeit in Grenzen gehalten. Nach jüngsten Angaben für den Januar 2019 lag die Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (+1.000 oder +1 Prozent). Die Unterbeschäftigung, die den Einsatz von entlastenden Fördermaßnahmen berücksichtigt, lag sogar geschätzt um 43.000 oder 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zugleich ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern im November 2018 um 94.000 oder 44 Prozent gestiegen. Seit Juni 2016 wird die bisherige Berichterstattung über Staatsangehörige aus den wichtigsten Asylherkunftsländern ergänzt um die Berichterstattung über Personen im Kontext Fluchtmigration. Als solche Personen werden Asylbewerber, anerkannte Schutzberechtigte und geduldete Ausländer gezählt. Danach waren im Januar 2019 in Deutschland 187.000 geflüchtete Menschen in der Arbeitslosigkeit registriert. Die Unterbeschäftigung für diese Personen wird im Januar auf 371.000 geschätzt.



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