Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Gawooni Anleihe
  • Brokervergleich

Allgemein

Offizielle Arbeitslosigkeit in der EU auf Rekordtief

Veröffentlicht

am

Die offizielle (!) Arbeitslosigkeit in der EU (blaue Linie im Chart) ist mit 6,5% Quote im Februar deutlich gesunken gegenüber 7,1% im Februar 2018. Damit bleibt die Arbeitslosigkeit den zweiten Monat in Folge auf dem niedrigsten Stand, seitdem Eurostat für die gesamte EU im Jahr 2000 begann eine Gesamtzahl zu veröffentlichen. Kurz vor der Finanzkrise 2008 lag die Arbeitslosigkeit im Tief noch bei 6,8%.

Die Grafik zeigt in der roten Linie den Verlauf der Arbeitslosigkeit für die Eurozone. Da Großbritannien zwar EU-Mitglied ist aber nicht Mitglied in der Eurozone, lag die Eurozone seit 2005 immer bei einer höhereren Arbeitslosenquote als die Gesamt-EU. Das lag daran, dass die Briten relativ niedrige Quoten haben in Relation zu anderen Ländern in der Eurozone. Aber in Kürze, wenn die Briten die EU verlassen, werden sich die beiden Linien wohl stark angleichen und dauerhaft fast 1:1 überlappen. Dann springt die Quote der EU hoch auf den Schnitt der Eurozone. Zu den genauen Zahlen Eurostat im Wortlaut:

Gemäß Schätzung von Eurostat waren im Februar 2019 in der EU28 insgesamt 16,012 Millionen Männer und Frauen arbeitslos, davon 12,730 Millionen im Euroraum. Gegenüber Januar 2019 verringerte sich die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU28 um 102 000 und im Euroraum um 77 000. Gegenüber Februar 2018 sank die Zahl der Arbeitslosen in der EU28 um 1,469 Millionen und im Euroraum um 1,169 Millionen.

Offizielle Quote?

 

Warum schreiben wir von „offizieller“ Arbeitslosigkeit? Nun, was die EU-Statistiker von „Eurostat“ als Arbeitslosigkeit bezeichnen, wird bei deutschen Statistikern auf nationaler Ebene als „Erwerbslosenquote“ bezeichnet, die anhand von Maßstäben der internationalen Organisation „ILO“ berechnet wird. Hier werden zahlreiche tatsächlich Arbeitslosen einfach aus der Statistik entfernt. Sie sind zwar arbeitslos, aber haben sich zuletzt nach Ansicht der Ämter nicht aktiv genug um Arbeit bemüht. Und dadurch werden sie als nicht arbeitslos klassifiziert.

Eigentlich ein lustiges Verständnis von Statistik, wenn es nicht um die Vernebelung von realen Tatsachen und nicht um echte menschliche Schicksalen ginge! Auch kann man davon ausgehen, dass einige Mittelmeer-Länder auch sonst statistisch alles versuchen um ihre Quoten so niedrig wie möglich veröffentlichen zu können. Aber ja, auch Deutschland ist kein Kind von Traurigkeit. Auch in unserer offiziell „besseren“ Statistik werden Langzeitarbeitslose im Alter von über 55 Jahren, kranke Arbeitslose und Arbeitslose in Weiterbildungsmaßnahmen aus der Statistik entfernt, obwohl sie arbeitslos sind! Man kann nur grob schätzen, wo die tatsächliche Arbeitslosigkeit im Schnitt der Gesamt-EU tatsächlich liegt. Vielleicht bei 8%, oder eher 9-10%, statt offiziell 6,5%.

Arbeitslosigkeit EU

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Heute Live-Webinar 20.00Uhr muß ausfallen!

Veröffentlicht

am

Das heutige Webinar muß leider entfallen – die Technik spielt uns immer neue Streiche! Sorry – und die Bitte um Verständnis, aber wir wollen es nicht riskieren, Sie wieder umsonst warten zu lassen.

Wenn wir sicher sind, dass es technisch klappt, wird das nächste Webinar zeitnah anberaumt und angekündigt!

weiterlesen

Allgemein

Pfund steigt kräftig an – Angela Merkel hat gesprochen!

Veröffentlicht

am

Aktuell steigt das britische Pfund gerade kräftig an! Gestern war Boris Johnson bei Angela Merkel zu Gast, und sagte schon da, dass man auch kurzfristig eine Lösung im Brexit-Streit um Nordirland finden könne. Und jetzt? Nach übereinstimmenden Berichten gab es vor wenigen Minuten die Äußerung von Angela Merkel, dass man selbst noch am 31. Oktober (angeblich die allerletzte absolute totale Deadline für Brexit) eine Lösung für den Backstop finden könnte. Man könne eine Lösung finden, die auch gleichzeitig die Integrität des EU-Binnenmarktes sicherstelle. Und zack, Merkel jagt das britische Pfund kräftig nach oben!

Gegen den US-Dollar steigt GBP aktuell um 87 Pips, und Euro vs Pfund fällt aktuell um 90 Pips. Damit sind „erst einmal“ die Ängste vor einem ins Bodenlose fallende Pfund vom Tisch gewischt. Aber ändert sich das schnell wieder, wenn Präsident Macron sich heute Abend nach dem Besuch von Boris Johnson in Paris ganz anders äußert als Merkel?

Pfund vs USD seit 16. August
GBP vs USD seit 16. August.

weiterlesen

Allgemein

Immobilienpreise klettern weiter ungebremst nach oben!

Veröffentlicht

am

Die Immobilienpreise in Deutschland kennen kein Halten! Es geht wie am Strich gezogen nach oben. Das zeigt eine vor wenigen Minuten veröffentlichte Erhebung anhand real durchgeführter Immobilientransaktionen. Laut Europace steigt der selbst herausgegebene Hauspreisindex „kontinuierlich weiter“. Er umfasst die Preise für Neubauhäuser, Bestandshäuser und Eigentumswohnungen. Der folgende Chart reicht bis 2011 zurück, und ist wohl mehr als eindeutig. Die Preise klettern immer weiter. Die aktuellen Zahlen beweisen laut Europace, dass die Niedrigzinsphase die Immobilienpreise steigen lasse. Der Rückgang der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr tue ein Übriges, dass sich der Anfrageüberhang nicht relevant abbaue. Im Wortlaut aus der aktuellen Mitteilung:

Im Juli verzeichnete der EUROPACE Hauspreis-Index EPX ein beständiges Wachstum. Eigentumswohnungen legten im Vergleich zum Vormonat um 1,50 Prozent, Bestandshäuser um 1,25 Prozent zu. Bei Neubauhäusern stiegen die Preise nur leicht um 0,23 Prozent. Der Gesamtindex kletterte damit um 0,98 Prozent auf 163,3 Punkte. Grundlage des EPX sind bundesweit tatsächlich abgeschlossene Transaktionen für selbstgenutzte Häuser und Eigentumswohnungen im Wert von mehr als 5 Mrd. Euro pro Monat.

Immobilienpreise Grafik Europace

Immobilienpreise Index im Detail

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage