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Europa

Oh, es tut sich was: Deutsche Exporte rückläufig, Importe nehmen deutlich zu

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Ups! Wie offizielle Daten heute früh zeigen, sind die deutschen Exporte im September im Jahresvergleich um 1,2% gefallen, während die Importe gleichzeitig um 5,3% steigen! Die Detaildaten zeigen, dass dieses Bild im Handel mit Ländern in Europa wie auch mit Ländern in Übersee vorherrscht. Es ist also kein Problem, dass sich für die deutsche Industrie auf einzelne Absatzregionen bezieht.

Alle paar Monate kommt so ein Minus mal vor in der AuĂźenhandelsstatistik, wie die folgende Tabelle zeigt. Bleibt es nur bei einem einmaligen Minus, und im Folgemonat geht es wieder bergauf, dann war es mal wieder nur ein statistischer Ausrutscher. Hier Aussagen vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im September 2018 Waren im Wert von 64,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 52,1 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber September 2017 sanken die Exporte in die EU-Länder um 0,4 % und die Importe aus diesen Ländern stiegen um 5,8 %. In die Länder der Eurozone wurden im September 2018 Waren im Wert von 41,0 Milliarden Euro (+0,6 %) geliefert und Waren im Wert von 34,1 Milliarden Euro (+9,3 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September 2018 Waren im Wert von 23,7 Milliarden Euro (-2,0 %) exportiert und Waren im Wert von 18,0 Milliarden Euro (-0,3 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im September 2018 Waren im Wert von 44,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 38,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber September 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 2,2 % ab, die Importe von dort stiegen um 4,7 %.

Exporte

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Europa

Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit 7 Jahren

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Die deutschen Erzeugerpreise steigen im Oktober im Jahresvergleich um 3,3%. Das ist der stärkste Anstieg seit Dezember 2011, wo sie um 3,5% stiegen. Auch die Tabelle zeigt, dass die Steigerungsraten von Monat zu Monat immer weiter klettern. Dies wird natürlich durch die Erzeugerpreise bei Ölprodukten verursacht. Sie steigen um 9,4%, und damit ebenfalls so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. Ohne Berücksichtigung von Energiepreisen waren die Erzeugerpreise um 1,6% höher als im Oktober des Vorjahres.

Wie lange können die Energiepreise die Erzeugerpreise und somit auch die Inflation noch oben halten in ihren Steigerungsraten? Der Weltmarktpreis für Öl ist seit Wochen stark rückläufig. Das müsste in mehreren Wochen oder Monaten auch in Deutschland spürbar werden. Aber man vergesse nicht den Sondereffekt, der in Teilen Deutschlands durchaus schon für Benzinknappheit sorgt.

Dank der langen Trockenheit in diesem Jahr führt der Rhein immer noch extrem wenig Wasser, so dass Tankschiffe nicht die Mengen Öl transportieren können wie üblich. Das hält (noch) die Endkundenpreise in Deutschland oben. Aber wie lange noch? Der aktuelle Stand der Dinge sieht nun mal so aus, dass die Preise (egal ob Erzeuger, Großhandel, Import oder Verbraucher) weiter spürbar steigen.

Erzeugerpreise

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Europa

Geldfluss in die Eurozone wird immer geringer

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Neben den reinen AuĂźenhandelsdaten zeigt die Leistungsbilanz, wie der reale Geldfluss aussieht, in einem Wirtschftsraum, und auch wieder hinaus. Und fĂĽr die Eurozone schrumpft diese Leistungsbilanz immer weiter ab. Vor gut einem Jahr gab es noch ein monatliches Plus von 40 Milliarden Euro – also flossen unterm Strich 40 Milliarden Euro binnen 30 Tagen aus Ăśbersee in die Eurozone, netto!

Heute veröffentlichte Daten der EZB zeigen fĂĽr den Monat September 2018 nur noch ein Plus von 17 Milliarden Euro – im August waren es noch +24 Milliarden Euro. Nimmt man die zwölf Monate von September 2016 bis September 2017 (+339), und vergleicht sie mit dem Zeitraum September 2017 bis September 2018 mit +357 Milliarden Euro, dann läuft ja eigentlich alles bestens.

Aber der Chart (seit 2013) spricht eine andere Sprache. Die Tendenz geht Richtung Null-Linie (dunkelblaue Linie), was sozusagen auch den Wohlstand bedroht. Denn wenn netto kein neues Geld reinkommt, hat man letztlich weniger Geld in der Tasche. In allen Bereichen macht die Eurozone Gewinne. Nur das Sekundäreinkommen (blaue Balken) ist negativ. Dabei geht es zum Beispiel um Geldüberweisungen ins Ausland von Ausländern, die in Europa arbeiten, und Geld nach Hause schicken.

Der Grund fĂĽr den schrumpfenden Geldzufluss nach Europa ist ganz klar im sinkenden Ăśberschuss im Warenhandel ablesbar (orange Balken). Dieser Betrag wird immer geringer.

EZB Geldfluss

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Europa

Warum die deutsche Wirtschaft schrumpft!

Was ist bloĂź mit dem deutschen Konjunkturwunder passiert?

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Was ist bloĂź mit dem deutschen Konjunkturwunder passiert? Anders als die meisten anderen Länder der Eurozone war das deutsche BIP jahrelang stark – aber das BIP im 3.Quartal war erstmals seit dem Jahr 2015 negativ. Warum? Warum schwächeln deutsche Exporte (und damit der Kern des deutschen Geschäftzsmodells), warum ist die deutsche Autoindustrie in schwerem Fahrwasser? Florian Homm ĂĽber die Ursachen der Probleme, die die deutsche Konjunktur derzeit hat:


Von C. Busch, Hamburg – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10031879

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