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So sehen die neuen Fördermengen der OPEC-Mitglieder im Detail aus

Soeben hat die OPEC nach Beendigung ihrer PK neben dem offiziellen Statement auch eine Übersicht veröffentlicht, welches OPEC-Mitglied wie viel senkt, und wer sogar mehr fördern…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Soeben hat die OPEC nach Beendigung ihrer PK neben dem offiziellen Statement auch eine Übersicht veröffentlicht, welches OPEC-Mitglied wie viel senkt, und wer sogar mehr fördern darf. Ganz klar: Der Iran ist der Gewinner, man darf sogar anheben um 90.000 Barrels. Saudi-Arabien senkt um 486.000 Barrels. Der Irak soll mit einer Reduzierung von 210.000 Barrels mit an Bord sein. Unsere Meinung dazu: Wer es glaubt, wird selig. Der Irak hatte zuletzt immer wieder beteuert man brauche dringend mehr Ausstoß für den Kampf gegen den IS. Man hat wohl zugestimmt, um dann hinten rum doch mehr zu fördern. Warum wohl hat der OPEC-Vorsitzende vorhin verkündet, dass ein Gremium einberufen wird, das die Einhaltung der Kürzungen überwachen soll…

Und sonst? Die OPEC ist definitiv davon überzeugt, dass die Nicht OPEC-Mitglieder 600.000 zusätzliche Barrels zur 1,2 Millionen-Senkung der OPEC hinzugeben. Russland sei mit 300.000 dabei, da sein man sich vollkommen sicher! Was sagte der Vorsitzende vorhin in der PK nochmal über die US-Fracker, die bei angedachten steigenden Preisen ihre Menge rauffahren könnten? Bla Bla Bla… es ist eben die Quadratur des Kreises! Wir sind von diesem Konstrukt nicht wirklich überzeugt. Auch Venezuela soll senken, wo man doch jeden Cent braucht? Schaut man in Caracas ruhig zu, wenn die Fracker ganz entspannt ihren Ausstoß hochfahren und gutes Geld verdienen, während man selbst verhungert?

Putin, die Saudis, Irak und alle anderen, sie haben in den letzten Monaten so oft ihre Meinungen geändert. Es muss schon verdammt viel Glück und guter Glaube dazugehören, dass dieses Agreement auch wirklich umgesetzt wird, und dass alle an Bord bleiben. Und das Problem mit den Frackern kann niemand lösen, denn die sind in keiner Vereinigung organisiert, die man mit einbeziehen könnte. Aber wie immer gilt am Ölmarkt: Es sollen ja noch Wunder geschehen!

opec
Ausgangswerte Oktober 2016. Indonesien rausgerechnet, weil das Land heute erstmal seine Mitgliedschaft in der OPEC ausgesetzt hat (da man derzeit Netto-Importeur ist).

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Mr. Jones

    30. November 2016 18:41 at 18:41

    Nun ja, erst einmal ist eine Reduzierung vereinbart. Was jetzt? Die Unternehmen, die Rohöl für ihre Produktion brauchen, müssen wohl ihre Gewinne nach unten revidieren, der Verbraucher wird tiefer in die Taschen greifen und weniger Spazierfahrten machen. Die Preise für Lebensmittel, Konsumgüter und vieles andere mehr wird sich verteuern. Im Billiglohnland, BRD, sind die Taschen der Leute eh leer, die zu erwartenden Steigerungen sind so schon kaum zu stemmen, wird der Markt dadurch komplett zusammenbrechen. Bleibt nur zu Hoffen das die kampfbereiten jungen Fremden keinen Bürgerkrieg auslösen. Vielleicht ist das ja so gewollt?

  2. Avatar

    Rose

    30. November 2016 18:58 at 18:58

    Warum in aller Welt schießt der Ölpreis jetzt in die Höhe, wenn doch die Ölproduktionen erst ab Januar gesenkt werden sollen?

    • Avatar

      bademeister

      30. November 2016 19:08 at 19:08

      …weil sich schon alle aufs Christkind freuen.

    • Avatar

      Michael

      30. November 2016 20:06 at 20:06

      Warum ist der USD nach dem Trumpsieg in die Höhe geschossen, obwohl er laut der Mehrzahl der Profi-Analysten eigentlich hätte crashen müssen?
      Warum vor allem jetzt schon, wenn Trump doch erst in 2 Monaten sein Amt antritt?
      Weil diese kranken Vollpfosten an den Börsen weder an Fakten, noch am Hier und Jetzt interessiert sind. Noch nicht einmal an dem, was in Zukunft mit höchster Wahrscheinlichkeit sein wird, sondern nur an einem x-beliebigen möglichen von zahlreichen Szenarien, das den Analysten der Big Player am besten in den Kram passt.
      Und das lautet seit einiger Zeit nun mal: God bless USD, US-Aktien und US-Fracking-Oil.

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    bademeister

    30. November 2016 19:07 at 19:07

    @ Mr. Jones (ist in Nigeria ein sehr gebräuchlicher Name) Natürlich wäre ein höherer Ölpreis gewollt, sonst kommt ja die Inflation nicht in Fahrt. Das hat schon alles seine Richtigkeit….wenns nicht in einer oder der anderen Woche wieder anders wäre.
    Nachhaltig höhere Ölpreise wären wichtig, aber die sehe ich in naher Zukunft noch nicht.
    …und was soll das ewiggestrige Geplärre am Ende deiner Ausführungen?
    Bist auch so ein lenkbar Denkbarer?

    • Avatar

      Michael

      30. November 2016 20:19 at 20:19

      @bademeister So ein Schmarrn! Solange die Inflation auf exogenen Faktoren wie Öl beruht und nicht auf der eigenen qualitativen Erholung der Wirtschaft, ist das nur ein zusätzlicher Belastungsfaktor für Unternehmen und Verbraucher, wie Mr. Jones richtig erkannt hat.
      Ansonsten könnte man ja gleich neue Abgaben wie den Soli (z.B. einen Inflations-Soli) einführen, die alles verteuern, damit die Inflation in Fahrt kommt.

  4. Avatar

    gerd

    30. November 2016 19:27 at 19:27

    Wer es glaubt….
    Warum nicht?

    Wenn ich mich in der früheren Rubrik nicht verrechnet habe, reicht schon ein durch die Verknappung hervorgerufener Ölpreis von z.B 46,50 Dollar, gegenüber 45Dollar zuvor, um schon mal nicht weniger Erlöse zu erzielen.
    Da frage ich mich, warum sie das nicht schon vor einem Jahr zustande gebracht haben.

  5. Avatar

    jeal66

    30. November 2016 19:58 at 19:58

    Vielleicht finanziert ja padre Draghi diesen „Deal“, damit er endlich ein bissel Inflation bekommt!

  6. Avatar

    N.Ritter

    30. November 2016 22:09 at 22:09

    Wie ist die Differenz beim Iran zu erklären? Müsste da nicht ab Januar 4.065 stehen?

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

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Claudio Kummerfeld

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source: tradingeconomics.com

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