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Märkte

OPEC: Heute ist der große Tag – wofür wird man sich entscheiden?

Claudio Kummerfeld

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am

Ölpumpe Beispielfoto - heute Entscheidung der OPEC

Heute hat die das Kartell seinen großen Tag. Alle sechs Monate trifft sich die OPEC in ihrer Zentrale in Wien um offiziell wichtige Entscheidungen zu treffen. Seit Jahren gibt es nur ein Thema. Wie kann man das Kartell zusammenhalten, um gemeinsam die Fördermenge für Öl zu kürzen? Denn man braucht einen deutlich steigenden Ölpreis, gerade in den Golfstaaten, wo die Staatshaushalte de facto nur von den Öleinnahmen leben. Seit geraumer Zeit kürzt die OPEC laut Vereinbarung offiziell 1,2 Millionen Barrels pro Tag, und ihre 11 externen Partner (vor allem Russland) sind mit offiziell 0,6 Millionen Barrels dabei.

OPEC hat verschiedene Optionen

Heute wohl gegen Nachmittag oder frühen Abend wird es in Wien eine Entscheidung geben. Morgen tagt die OPEC gemeinsam mit ihren externen Partnern, aber die wichtigen Entscheidungen werden heute getroffen! Die aktuelle Fördermengenkürzung endet im März 2020. Es gibt einfach gesagt drei Optionen. Option 1 ist ist das Auslaufen der Kürzung. Dann würden wohl ab April deutlich mehr Ölmengen auf den Weltmarkt schwappen. Da der Markt dieses Szenario natürlich sofort einpreisen würde, könnte der Ölpreis heute Abend schon anfangen stark zu sinken. Diese Option ist daher eher unwahrscheinlich.

Die zweite Option besteht in einem möglichen Kompromiss, nämlich dass man das bestehende Agreement von Ende März bis Ende Juni verlängert. So dass man dann beim nächsten Meeting in sechs Monaten entscheiden könnte, ob man die Kürzungen von da an erneut verlängert. Aber dazu hatten wir uns schon mehrfach geäußert. Die OPEC will ja einen höheren Ölpreis sehen. Und nur die ständige zeitliche Verlängerung von Kürzungsmaßnahmen (wie schon in der Vergangenheit) bringt keinen Impuls für den Terminmarkt, wo die Preise gemacht werden!

Option 3 ist die Ausweitung der Kürzungsmenge. Laut Gerüchten möchten die Saudis, dass die OPEC heute die Ausweitung von 1,2 auf 1,6 Mio Barrels Kürzung pro Tag beschließt. Das wäre ein Impuls, der am Markt zu einem sprunghaft steigenden Ölpreis führen könnte. Denn weniger Angebotsmenge am Markt führt tendenziell zu steigenden Preisen! Auch einige Ölminister anderer Teilnehmerstaaten sollen bereit sein die Kürzungsmenge zu erhöhen. Aber wie immer vor einem Meeting der OPEC ist unklar, welches Szenario der Ölmarkt vorab eingepreist hat.

Russland als Problem

Russland saß die letzten Meetings in Wien schon bei der OPEC-internen Entscheidung mit am Tisch. So wohl auch heute. Und die Signale aus Russland sagen, dass Moskau bei der Ausweitung der Kürzungen wohl nicht mitmacht. Und auch einige eher unzuverlässige OPEC-Mitglieder sind ein Problem. Denn seit geraumer Zeit kürzt Saudi-Arabien deutlich mehr als man es selbst müsste, um zu geringe Kürzungen von Partnern auszugleichen. Es sind letztlich die Saudis, die diesen offiziellen Kürzungsdeal mit ihren Kürzungen von oft mehr als 1 Mio Barrels pro Tag am Leben gehalten haben. Es ist aber laut jüngsten Gerüchten mehr als zweifelhaft, ob sie weiterhin Lust haben die Unzuverlässigkeit von Partnern auszugleichen. Was heute geschehen wird, ist unklar. Und es ist spannend. Die OPEC muss eigentlich die Kürzungsmengen ausweiten, weil die Fracker in den USA immer mehr Öl auf den Markt werfen. Das Überangebot im nächsten Jahr ist vorprogrammiert, wenn die OPEC nicht stärker kürzt. Möglich ist, dass die OPEC die Mengenkürzung ausweitet, und dass Russland aber nicht mehr mitmacht.

Für Trader im Öl wird interessant, ob der Markt eine Ausweitung der Mengenkürzung schon eingepreist hat, oder eben noch nicht! Wir werden heute Nachmittag berichten.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ganz normale Exzesse! Marktgeflüster (Video)

Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. auffallend sind derzeit besonders die Exzesse im Options-Bereich!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte laufen heute weitgehend seitwärts – aber auffallend sind derzeit besonders die Exzesse vor allem im Optionsbereich, wo die Volumina an Calls (Wetten auf steigende Indizes oder Aktien) ein neues Allzeithoch erreichen. Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. Und historisch geshen waren es solche Gefühlslagen, die besoonders gefährlich waren: wenn alle investiert sind, braucht es nur ein unvorhergesehens Ereignis, das dann zu einer heftigen Korrektur führt. Nach wie vor fehlt dafür ein „Trigger“, aber unverhofft kommt oft. Unterdesesen ist der Euro zwischenzeitlich über die Marke von 1,21 gestiegen – und die EZB dämpft die hohen Erwartungen. Das Risiko auf einen harten Brexit steigt – ist das schon eingepreist?

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

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Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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Rüdiger Born: Dynamik im Nasdaq – was tun?

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