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OPEC kämpft für höheren Ölpreis – dritter Versuch in dieser Woche

Ja, der Ölpreis, der fällt immer weiter. Jede Erholung wurde in den letzten Tagen als Verschnaufpause genutzt, nur um dann weiter zu fallen. Am Wochenende hatten die Saudis durchblicken lassen sie wollen im November 500.000 Barrels pro Tag kürzen. Kurz darauf Anfang der Woche hieß es die OPEC als Ganzes wolle 1 Million Barrels pro Tag kürzen.

OPEC-Chef versucht Ölpreis zu stützen

Das half aber nichts. Der Ölpreis fiel immer weiter. Und heute Nacht hat nun OPEC-Chef Mohammed Barkindo ein Statement der Saudis wiederholt, die wohl dachten es wäre ein mächtiges Zeichen das große Draghi-Statement zu nutzen. Die OPEC und ihre Partner (Russland) würden tun was immer notwendig sei („whatever it takes“) um den Ölmarkt auszubalancieren.

Also soll die Fördermenge noch mehr als 1 Million Barrels pro Tag gekürzt werden? Und ohhh Wunder, aus OPEC-Kreisen sickerte laut Gerüchten am Terminmarkt über Nacht durch, dass die OPEC angeblich bereit sei ihre Fördermenge nächstes Jahr bis zu 1,4 Million Barrels pro Tag zu kürzen. Darüber sollen Offizielle der Produzenten schon am letzten Wochenende gesprochen haben.

Aber natürlich (Ironie) ist es ein reiner Zufall, dass diese Info gerade jetzt durchsickert, wo die Öl-Bullen doch so dringend einen Hoffnungsschimmer brauchen. Und so konnte der WTI-Ölpreis sich von seinem Tief gestern Abend bei 54,75 Dollar bis jetzt erholen auf 56,71 Dollar. Der Chart sieht aber immer noch nicht nach einer kräftigen Trendwende aus. Eingezeichnet haben wir im Chart seit dem 2. November mit den Pfeilen die direkten und indirekten Versuche der OPEC den Ölpreis zu stützen. Reicht es heute für ein Tagesplus?

IEA sieht sinkende Nachfrage

Heute hat die Internationale Energie-Agentur (Tochter der OECD) ihren Monatsbericht veröffentlicht. Darin prognostiziert sie für 2019 einen Rückgang der Nachfrage für OPEC-Öl in Höhe von 300.000 Barrels pro Tag. Auch werde es nächstes Jahr ein „anhaltendes Überangebot“ an Öl geben. Einerseits sinke die Öl-Nachfrage – gleichzeitig boome die Öl-Förderung.

Ölpreis WTI seit 2. November



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