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Asien

OPEC-Meeting aktuell: Ergebnisse LIVE aus der PK in Wien – UPDATE 17:50 Uhr

Das OPEC-Meeting ist vorbei, nun spricht der Vorsitzende zur versammelten Presse. Hier in kurzen Stichpunkten das Wichtigste zur lange erwarteten Absenkung der Öl-Fördermenge…

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FMW-Redaktion

Das OPEC-Meeting ist vorbei, nun spricht der Vorsitzende zur versammelten Presse. Hier in kurzen Stichpunkten das Wichtigste zur lange erwarteten Absenkung der Öl-Fördermenge durch die OPEC (Artikel wird fortlaufend aktualisiert, daher bitte neu laden für Updates):

Wie die Gerüchte vorhin schon aussagten, bestätigt die OPEC jetzt offiziell, dass man die Fördermenge um 1,2 Mio Barrels auf 32,5 Millionen Barrels pro Tag absenken will (aktuell 33,6). Diese Absenkung beginnt im Januar!

Heute ein großer Erfolg für uns (die OPEC).

Wichtige Nicht OPEC-Mitglieder haben zugestimmt das OPEC-Agreement zu unterstützen!

Indonesien als Netto-Importeur von Öl hat seine Mitgliedschaft aus eigenen Stücken erstmal ausgesetzt.

Nicht OPEC-Mitglieder wollen weitere 600.000 Barrels beitragen zur Reduzierung. Russland ist mit 300.000 dabei.

17:25 Uhr: Fragerunde für Pressevertreter beginnt.

Ein ausbalancierter Markt wird ALLEN helfen.

Hat die OPEC-Politik von vor 2 Jahren funktioniert?
Nein, es sei keine Politik gewesen, sondern eine Reaktion auf Marktumstände (Fracking in den USA).

Warum bleibt Reduzierung auf Menge von 32,5 immer noch da, nach dem Ausscheiden von Indonesien?
Die 32,5 beziehen sich auf Indonesien als Mitglied auf den Oktober-Levels.

Eigentlich wollten die Russen nur einfrieren, aber senken jetzt um 300.000 Barrels pro Tag.

Saudi-Arabien wird den größten Teil der Reduzierung tragen, genau gesagt 486.000 Barrels pro Tag.

Am 25. Mai 2017 neues OPEC-Meeting um zu überprüfen, ob man diese Maßnahme weiter fortsetzt.

UPDATE 17:35 Uhr

Frage: Bei steigenden Ölpreisen profitieren doch die Fracker. Was sagen Sie dazu?
Es geht uns um die Ausbalancierung! Wir sehen keine Bedrohung durch die Fracker bla bla bla.

Eine Liste, welches OPEC-Land wie viel senkt, wird noch veröffentlicht.

Kuwait, Algerien und Venezuela werden als „Kommission“ die Einhaltung der Absenkung überwachen.

17:30 Uhr: OPEC-PK beendet.

UPDATE 17:50 Uhr:

Was drum herum gerade geschieht:

Der Iran verabschiedet sich mit einem Lächeln aus Wien. Man nimmt anscheinend nicht Teil an der Reduzierung der Fördermenge! Das ist aber noch keine gesicherte Erkenntnis.

Hier der wichtigste Teil der soeben veröffentlichten Original-Mitteilung der OPEC:


The Conference took note of oil market developments since it last met in Algeria and reviewed the oil market outlook for the remainder of 2016 and 2017. It observed that global economic growth forecasts were reasonable for both 2016 and 2017, at 2.9% and 3.1% respectively, that non-OPEC supply is expected to contract by 0.8 million barrels per day (mb/d) in 2016, before returning to growth of 0.3 mb/d in 2017, and that world oil demand is anticipated to grow at healthy levels of around 1.2 mb/d in both 2016 and 2017.

The numbers underscore that the market rebalancing is underway, but the Conference stressed that OECD and non-OECD inventories still stand well above the five-year average. The Conference said it was vital that stock levels were drawn down to normal levels. The Conference also noted the drop off in investment levels in both 2015 and 2016, as well as the huge layoffs the industry has witnessed in recent years. It emphasized the importance of continued investments for an industry that needs regular and predictable investments to provide the necessary supply in the medium- and longer-terms.

The Conference recorded its deep appreciation to the commitment and valued contribution of the High-level Committee on the implementation of the ‘Algiers Accord’. The Committee’s efforts helped form a consensus among Member Countries on the basis of a proposal put forward by Algeria to implement a new range of targeted production levels.

Accordingly, and in line with the ‘Algiers Accord’, the Conference decided to implement a new OPEC-14 production target of 32.5mb/d, in order to accelerate the ongoing drawdown of the stock overhang and bring the oil market rebalancing forward. The Agreement will be effective from January 1, 2017. The Conference also decided to establish a High-level Monitoring Committee, consisting of Oil Ministers, and assisted by the OPEC Secretariat, to monitor the implementation of the Agreement. Member Countries, in agreeing to this decision, confirmed their commitment to a stable and balanced oil market, with prices at levels that are suitable for both producers and consumers.

In line with recommendations from the High-level Committee of the ‘Algiers Accord’, the Conference also agreed to institutionalize a framework for cooperation between OPEC and non-OPEC producing countries on a regular and sustainable basis. The Conference underscored the importance of other producing countries joining the Agreement.


opec-meeting-2
Das OPEC-Logo. Foto gemeinfrei.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Zinsangst

    30. November 2016 17:20 at 17:20

    Jetzt wird alles gut in Amerika: die Benzinpreise steigen, die Zinsen (Kreditkosten) steigen, der Dollar steigt (Arbeitskosten) und ab Januar für Millionen US-Bürger auch noch die Krankenversicherungskosten (explosionsartig). Das alles riecht förmlich nach einem neuen Konsumboom ?

  2. Emm wie Meikel

    30. November 2016 17:27 at 17:27

    Oha, das hätte ich nicht gedacht. Dann können die Fracker ihre Anlagen ja wieder hochfahren.

  3. Forexmonkey

    30. November 2016 17:28 at 17:28

    Wird die Kürzung im Öl den Goldpreis mit nach oben ziehen?

    • Markus Fugmann

      30. November 2016 17:33 at 17:33

      @Forexmonkey, nö!

      • marc

        30. November 2016 17:40 at 17:40

        Der Goldpreis rauscht ordentlich nach unten. Die letzte Hoffnung für Goldbugs ist Renzi, wenn er verliert.

  4. Hondo

    30. November 2016 17:48 at 17:48

    Renzi verliert nicht. Nur mein Gefühl. Bei den letzten beiden Abstimmungen habe ich auf Brexit und Trump getippt. Bei Italien bin ich mir nicht so sicher. Gefühl hat der Widerstand gegen die Eliten nicht so viel Kraft wie in England und den USA. Schon eher Hofer in Östereich.
    Mal sehen Sonntag wissen wir mehr.

  5. gerd

    30. November 2016 17:52 at 17:52

    Wenn z.B Russland um 300000 kürzt, bedeutet das bezogen auf 50Euro/Barrel für das Land immerhin Mindererlöse von rund 5Mrd. Dollar.

    Da müssen zwischen dem Preis „Ohne Kürzung“ und „MIT“
    schon mal einige Dollar an Erwartungshaltung liegen.

    • gerd

      30. November 2016 18:55 at 18:55

      Hätte ich mal vorher detalliert gerechnet, so wäre ich gleich darauf gekommen, dass die erhoffte Differenz gar nicht so groß sein muss.

      46,5Dollar bei einer um 3,3% gesenkten Förderung entspricht einem Preis von 45Dollar bei „voller“ Produktion.
      (Rechnung bezieht sich jetzt auf ALLE)

  6. Zinsangst

    30. November 2016 18:00 at 18:00

    Interessant, dass die Rallye bei Crude recht einsam verläuft. Der DAX und der S&P wollen nicht so recht mitfeiern.

    • gerd

      30. November 2016 18:58 at 18:58

      Warum sollten sie auch. Auf der Kostenseite wird es für die Unternehmen jetzt schließlich tendenziell teurer.
      O.k. im S&P sind sicher ein paar Ölfirmen, die steigen könnten. Evtl auch Frackingfirmen?
      Aber der Dax? Nur wegen BASF?

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Asien

China – die Wirtschaft ist zweigeteilt

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Es ist schon ein ungewöhnlicher Vorgang, dass eine Organisation wie die Europäische Wirtschaftskammer eine Botschaft an China sendet, mit der Aufforderung zu Reformen in der Wirtschaft. Die aufgeblähte Staatswirtschaft verursache immer größere Probleme, während es der Privatwirtschaft vergleichbar gut erginge. Natürlich waren die Zeilen der Interessenvertretung in diplomatischem Stil verfasst, aber daraus wurde mehr als deutlich, wie man sich in Europa um die chinesische Wirtschaft sorgt, schließlich ist China als Wachstumsmotor der Welt für den alten Kontinent von ganz großer Bedeutung.

 

Die unterschiedlichen Wachstumsbereiche in China

Es ist der Staatssektor, also die Firmen, die unter staatlicher Kontrolle stehen, die in den letzten Jahren eine Verschuldungsorgie sondergleichen hingelegt haben. Dabei stellt die Europäische Wirtschaftskammer fest:

  • Die Zahl der Staatsunternehmen ist in der letzten Dekade auf 167.000 angestiegen und macht in etwa 52 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Dabei habe sich die Verschuldung in zehn Jahren vervierfacht.
    Die Rendite sei aber in dieser Zeit von 6,7 auf 2,6 Prozent gefallen.
  • Im Nordosten des Landes, wo die staatlichen Betriebe vorherrschten, stehe man vor einer Rezession. Mit einem völlig aufgeblähten Staatssektor, der mittlerweile das ganze Land herunterzöge.
  • Im Süden, wo Privatunternehmen dominieren, floriere die Wirtschaft.
    Die Handelskammer spricht von der Angst des Staates durch Privatisierung die Kontrolle zu verlieren, die Betriebe würden staatlich gehätschelt und nach Aussage des Kammerpräsidenten Wuttke gingen 80 Prozent aller Kredite an Staatsbetriebe.
  • Insgesamt verliert das Wachstum in China, wie allgemein berichtet, stark an Fahrt- von einst über 10 Prozent auf derzeit 6,2 Prozent, wie der IWF schätzt. Wahrscheinlich sind es jedoch nur um die drei Prozent.

Nach der Finanzkrise 2009 hat China der Welt mit einem schuldenfinanzierten Konjunkturprogramm aus der Krise geholfen. Die Folge war ein gigantischer Wirtschaftsboom, von dem insbesondere Europa und noch mehr Deutschland profitiert hat. Man denke nur daran, dass VW nicht weniger als vier seiner zehn Millionen produzierten Fahrzeuge im Reich der Mitte verkauft hat.

Tempi Passati, aber dennoch bleibt Chinas Wirtschaft für den Exportweltmeister das Maß aller Dinge. Man könnte sagen: Wenn China hustet, bekommt Deutschland eine Grippe.

 

Fazit

Die oben genannten Zahlen und Entwicklungen machen wieder einmal deutlich dass eigentlich beide Seiten, sowohl die USA also auch China, nicht an einem fortgesetzten Handelskrieg gelegen sein kann. Es steht für beide Seiten sehr viel auf dem Spiel und es wurde ja auch schon x-mal betont, dass ein Handelsstreit nur Verlierer hervorbringen kann.

Damit stellt sich wieder einmal die Frage, für wen eine Einigung, zumindest temporärer Art, wichtiger ist: Für ein wirtschaftlich taumelndes China oder eine mehr und mehr betroffene USA, deren Präsident sich keinen Wirtschafts – und Börseneinbruch leisten kann, ohne seine Wahlchancen zu zertrümmern? Innenpolitische Schwierigkeiten hat er ohnehin derzeit genug.

 

In China ist die Wirtschaft zweigeteilt

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Asien

China – Abschwung auf breiter Front

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In den letzten Tagen und Wochen haben sich die Finanzmärkte vor allem auf die Entwicklungen um Saudi-Arabien, die EZB, die Fed-Entscheidung morgen – und natürlich auf die leichten Entspannungssignale im Handelskrieg fokussiert (am Freitag Besuch einer niederrangigen Delegation aus China in Washington als Vorbereitung für die Reise Liu Hes vermutlich Anfang Oktober). Aber ein Blick auf die Entwicklung der ökonomischen Daten aus China zeigt, dass das Reich der Mitte einen deutlichen konjunkturellen Abschwung erlebt!

Nicht zufällig hat daher Chinas Premier Li Keqiang (vom Westen weitgehend unbeachtet) gestern gewarnt, dass das derzeitige Wachstumsziel von 6% nur sehr schwer zu halten sei aufgrund der Abschwächung der Weltwirtschaft und des zunehmenden Protektionismus (letzteres eine Spitze gegen Trump).

In der Nacht auf den heutigen Dienstag dann Daten zu den Immobilienpreisen in China, die schon deshhalb so zentral sind, weil das Vermögen der Chinesen zu 75% in Immobilien geparkt ist (bei den Amerikanern sind dagegen 75% des Vermögens in den Finanzmärkten, weswegen für Chinesen ein Crash am chinesischen Aktienmarkt kein Problem wäre, wohl aber ein Crash am Immobilienmarkt!). Die Preise stiegen nur um 8,8% zum Vorjahresmonat, aber die sich abschwächende Tendenz ist klar erkennbar:

Interessant ist, dass sich die Immobilienpreise auch in Australien, also der Volkswirtschaft, die am stärksten von China abhängig ist, nach einem vorherigen Exzess derzeit im freien Fall befinden:

Auch Chinas Industrieproduktion mit einem klaren Abwärtstrend (nur kurz unterbrochen Anfang des Jahres):


source: tradingeconomics.com

Ähnlich das Bild übrigens auch bei den Einzelhandelsumsätzen – und das obwohl Peking den Binnenkonsum maßgeblich stimuliert durch Steuersenkungen etc.:


source: tradingeconomics.com

Für die deutschen Autobauer besonders problematisch ist der deutliche Rückgang der Autoverkäufe in China mit teilweise zweistelligen Prozentrückgängen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat:


source: tradingeconomics.com

Chinas Wirtschaft ist übrigens nach wie vor eine produzierende Wirtschaft, weniger eine Konsumwirtschaft – das wird sichtbar anhand der Prognosekraft von Suchbegriffen für die konkunkturelle Entwicklung! Während im Westen der Konsum dominiert, sind es in China Suchanfragen nach Essen, Industrie etc., die die beste Vorhersage für die Entwicklung von Chinas Wirtschaft ermöglichen:

 

Die Abkühlung der chinesischen Konjunktur setzte bereits vor dem Handelskrieg (Start durch Trump im Juni 2018) ein und geschieht derzeit trotz teils massiver Stimulus-Maßnahmen Pekings. Es wird Zeit, dass die Märkte sich wieder dem Treiber der letzten jahre  in Sachen Weltwirschaft zuwenden – und damit ihre fast infantile Hinwednung an die vermeintlich segensreichen Notenbanken wieder reduzieren..

 

Die Wirtschaft in China kühlt deurtlich ab

 

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Asien

China robust? Keine Probleme für globale Konjunktur? Ein zweiter Blick lohnt sich

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Wenn es heute früh zum Thema China Berichte in Sachen Wirtschaft gibt, dann geht es um die Inflationsrate. Sie wurde heute früh für August mit +2,8% im Jahresvergleich veröffentlicht bei +2,7% Erwartung. Der folgende Chart zeigt konstante Preissteigerungen in den letzten zwölf Monaten. Also, läuft doch alles? Die Konjunktur in China scheint so gut zu laufen, dass die Preise ordentlich angeheizt werden?


source: tradingeconomics.com

Neben der Inflationsrate (Verbraucherpreise) gibt es ja auch stets vorlaufende Preise, also Indikatoren. Sie geben zumindest Anhaltspunkte, wie die Verbraucherpreise in mehreren Monaten aussehen könnten, da sie ja ganz am Ende der Preiskette stehen. Ebenfalls heute wurden für China die Produzentenpreise veröffentlicht. Nach -0,3% im Jahresvergleich im Juli sind es jetzt für August -0,8%. Also Deflation bei den Preisen der Produzenten. So rosig sieht die Gesamtlage damit schon gar nicht mehr aus! Das heißt nicht, dass sich die Inflation in China demnächst in eine Deflation verwandelt. Aber die Inflationsrate könnte schwächeln.


source: tradingeconomics.com

Und dann haben wir da noch die Autoverkäufe in China, die seit geraumer Zeit kräftig rückläufig sind. Sie machen auch den stark in China engagierten deutschen Herstellern zu schaffen. Laut aktuellen Zahlen fallen die Autoverkäufe mit -9,9% nun zum 14. Mal in 15 Monaten. Der Chart zeigt die Lange Strecke der rückläufigen Verkaufszahlen, und sie hält weiter an. Das dürfte sich auch negativ auf die Quartalszahlen der Hersteller hierzulande auswirken.

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