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OPEC mit offiziellem Bericht: Fördermenge steigt, Venezuela ein Desaster

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Die OPEC hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für September veröffentlicht mit Daten zu Ende August. Von Juli auf August ist die Fördermenge der OPEC um 136.000 auf 29,74 Millionen Barrels pro Tag gestiegen. Ist das ein  Problem? Nein, denn bezüglich der Vereinbarung die Menge um 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu kürzen, liegt man derzeit weit über Soll. Denn Ende 2018 waren es mit 32,08 Millionen Barrels noch 2,34 Millionen Barrels pro Tag mehr als Ende August 2019.

Also hat man noch locker Luft für weitere Steigerungen. Aber nach der jüngsten Entlassung des saudischen Energieministers darf man wohl annehmen, dass die Saudis eher auf weitere Mengenkürzungen setzen? Im August jedenfalls hat Saudi-Arabien seine Förderung um 118.000 Barrels pro Tag erhöht. Auch das ist kein Drama, weil die Saudis ihren Anteil an den Kürzungen ständig übererfüllen. Und Venezuela? Tja, das Dauer-Sorgenkind der OPEC kürzt seine Fördermenge immer weiter, von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat. Nicht weil man globale Ölmarktpreise im Auge hat, die man mit weniger Angebot zum Steigen bekommen möchte. Nein, die Wirtschaft in Venezuela liegt am Boden, so auch die Ölindustrie.

So sinkt die Fördermenge Venezuelas immer weiter (aktuell von Juli auf August -43.000 Barrels pro Tag). Seit 2017 hat sich die venezuelanische Fördermenge mehr als halbiert von 1,91 Millionen auf jetzt 712.000 Barrels pro Tag. Und das in einem Land, das mehr Öl im Boden hat als Saudi-Arabien! Zurück zum aktuellen OPEC-Bericht. Gegenüber dem Vormonat ändert man seine Erwartung  an die globale Nachfragemenge für Öl im Gesamtjahr 2019 um 80.000 Barrels pro Tag. Das ist keine wirklich nennenswerte Veränderung. Für die Nicht OPEC-Staaten wurde die globale Angebotserwartung für 2019 heute gegenüber dem Vormonat um 10.000 Barrels pro Tag angehoben. Auch das ist keine nennenswerte Veränderung!

OPEC Bericht August vom 11. September 2019

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Coronavirus: Fed veröffentlicht Statement

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Vor wenigen Minuten hat die Fed ein Statement veröffenticht – und reagiert damit auf die Entwicklungen in Sachen Coronavirus. In dem Statment heißt es wörtlich:

„The fundamentals of the U.S. economy remain strong. However, the coronavirus poses evolving risks to economic activity. The Federal Reserve is closely monitoring developments and their implications for the economic outlook. We will use our tools and act as appropriate to support the economy.“

Ist das die Ankündigung einer baldigen, ausserplanmäßigen Zinssenkung? Wir werden sehen..

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Finanznews

Aktienmärkte: Was kann vor dem Crash retten? Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte hoffen nun auf eine konzertierte Beruhigungs-Aktion der Notenbanken, angeführt von der Fed. Aber sind die Notenbanken schon jetzt zu einem solchen Signal bereit?

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Die Aktienmärkte heute mit geradezu brutalen Bewegungen: zunächst massiv nach unten, dann wieder nach oben – nachdem Goldman Sachs mit einem Statement heraus kam, wonach man mit drei Zinssenkungen (!) in der ersten Jahreshälfte rechne, aber nicht von einer globalen Rezession ausgehe. Das war der Startschuß einer heftigen Erholung, der Nasdaq drehte sogar ins Plus. Die Aktienmärkte hoffen nun auf eine konzertierte Beruhigungs-Aktion der Notenbanken, angeführt von der Fed. Aber sind die Notenbanken schon jetzt zu einem solchen Signal bereit? Nach wie vor sind große US-Tech-Werte im Plus – fallen die Aktienmärkte also wieder in ihr altes Motto zurück: die Notenbanken werden uns schon vor dem Crash schützen? Stellt sich nur die Frage, was Notenbanken in einer biologischen Krise überhaupt ausrichten können..

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Gold/Silber

Goldpreis in der Coronavirus-Krise: Eine Entwicklung wie 2008?

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Gold Barren Beispielfofo

Folgt auf den aktuellen Rückzug der Liquidität die große Tsunamiwelle durch die Notenbanken wie im Jahr 2008? Der Goldpreis ging damals nach einem temporären Einbruch förmlich durch die Decke. Wird sich diese Entwicklung wiederholen?

Wiederholt der Goldpreis das Muster von 2008?

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich (Markt Twain). Die aktuelle Situation beim Goldpreis erinnert sehr stark an die Entwicklung während der Lehman-Krise. Die Panik an den Märkten führte damals wie heute zu einer temporären Austrocknung der Liquidität und riss Gold zunächst mit nach unten. Da jedoch die Stabilität des gesamten Finanzsystems zur Disposition stand, war absehbar, dass die Zentralbanken mit aller Macht gegensteuern würden. Mit welchen unkonventionellen Mitteln dies dann geschehen würde, war am 15. September 2008, dem Tag der Lehman-Pleite, noch nicht absehbar. Ebenso wenig wie die globalen Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Im Nachhinein muss man klar konstatieren, dass der temporäre Einbruch beim Goldpreis im Jahr 2008 bei Preisen von im Schnitt 830 US-Dollar pro Unze eine Kaufgelegenheit war.

Goldpreis Verlauf während der Lehman-Krise

Momentan notiert der Goldpreis in US-Dollar fast doppelt so hoch bei ca. 1.600 US-Dollar pro Unze. Auch jetzt ist bereits absehbar, dass die Notenbanken, wie in China schon geschehen, massiv intervenieren werden, um das sich gerade auftuende Liquiditätsloch an den Märkten wieder zu stopfen. Sobald diesbezügliche Maßnahmen verlautbart werden, wird der Goldpreis seine aktuelle Korrektur beenden und sich erneut in Richtung neuer zyklischer Höchststände bewegen. Das lehrt zumindest die Erfahrung aus der Lehman-Krise.

Der aktuelle Kursverlauf im Goldpreis

Geldschwemme und negative Realzinsen

Darüber hinaus wird die US-Notenbank spätestens bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 18. März die Zinsen zum vierten Mal in diesem Zyklus senken. Die Wahrscheinlichkeit dafür sehen die Märkte mittlerweile bei 100 Prozent. Dabei wird nicht nur ein normaler Zinsschritt erwartet, sondern mit einer Wahrscheinlichkeit von mittlerweile 43 Prozent sogar ein großer Zinsschritt in Höhe von 50 Basispunkten.

Für April und Juni werden weitere Zinsschritte vom Markt erwartet, sodass auch die Zinsen in den USA bereits im ersten Halbjahr nur noch eine Null vor dem Komma aufweisen werden. Da die Teuerungsrate (offizielle Inflation) schon jetzt deutlich über dem aktuellen Zinsniveau liegt, wird sich der Realzins noch weiter ins negative Terrain bewegen. Auch das ist sehr positiv für das zinslose Gold.

Die systemischen Risiken nehmen zu

Die Risiken für das Finanzsystem und die Realwirtschaft steigen aktuell stark an und zwingen die Notenbanken zu einer noch aggressiveren Politik. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die globale Verschuldung ist im Vergleich zu 2008 um das doppelte angestiegen. Die Nullzinspolitik der letzten Dekade hat viele Millionen Firmen weltweit zu Zombifirmen mutieren lassen. Die Schuldenkrise in den Schwellenländern flammte gerade wieder auf und wird sich im Zuge des nun kommenden Wirtschaftseinbruchs noch verstärken. Die BBB-Schuldenbombe bei den Unternehmensanleihen droht ebenfalls zu zünden, wie die Bankenbombe in Europa.

Die Staatshaushalte werden noch defizitärer, da wegbrechenden Steuereinnahmen Mehrausgaben für die Bekämpfung des Coronavirus und für Konjunkturprogramme entgegenstehen werden. In diesem Umfeld werden die Notenbanken als Gläubiger der letzten Instanz entweder passiv bleiben und das System crasht in einem Dominoeffekt oder sie bewahren das System mit extremen Maßnahmen vor diesem Kollaps. In beiden Szenarien würde der Goldpreis massiv ansteigen, bzw. die Fiat-Währungen gegen Gold massiv abwerten. Kernszenario bleibt allerdings, dass die Notenbanken alles in ihrer Macht Stehende veranlassen werden, um die Lebensdauer unseres heutigen Finanz- und Wirtschaftssystems erneut zu prolongieren.

Fazit und Ausblick

Nimmt man die Erfahrungen aus der letzten Weltwirtschaftskrise und berücksichtigt gleichzeitig die heute noch höhere Fragilität der Weltwirtschaft, dann bleibt nur der logische Schluss einer grundsätzlichen Wiederholung des Musters von damals. Wobei die Dimension der „unkonventionellen“ Maßnahmen der Notenbanken noch deutlich größer und vor allem länger anhaltend ausfallen dürften – ebenso wie der darauf folgende Anstieg beim Goldpreis.

Zinssenkungen, QE-Programme und Helikoptergeld sind das Waffenarsenal der Notenbanken zur Bekämpfung der unweigerlich kommenden realwirtschaftlichen Schäden der Coronavirus-Epidemie. In Anbetracht der austrocknenden Liquidität an den Finanzmärkten ist eine massive Reaktion auch der westlichen Zentralbanken nur noch eine Frage sehr kurzer Zeit. Ein in der Folge explodierende Geldmenge bei gleichzeitig steigender Inflation und sinkenden Zinsen ist ein ideales Umfeld für einen erneut massiv ansteigenden Goldpreis.

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