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OPEC-Monatsbericht: Fördermenge weiter runter, Nachfrageprognose angehoben

Der OPEC-Monatsbericht für Dezember wurde vor wenigen Minuten veröffentlicht. Die Fördermenge der OPEC ist von Oktober auf November um 134.000 Barrels pro Tag zurückgegangen auf zuletzt…

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FMW-Redaktion

Der OPEC-Monatsbericht für Dezember wurde vor wenigen Minuten veröffentlicht. Die Fördermenge der OPEC ist von Oktober auf November um 134.000 Barrels pro Tag zurückgegangen auf zuletzt 32,45 Millionen Barrels pro Tag. So zumindest besagen es die Daten externer Beobachter. Wie jeden Monat scheint die OPEC-Zentrale in Wien auch dieses Mal den extern erhobenen Daten mehr zu trauen als den Mengen-Meldungen der eigenen Mitgliedsstaaten.

Auch gibt es mal wieder einige Abweichungen zwischen extern erhobenen und den Original-Daten der Förderländer. Laut den angeblich verlässlicheren externen Daten soll Nigeria zum Beispiel binnen eines Monats seine Menge um 95.000 Barrels pro Tag erhöht haben, Angola soll um 108.000 gesenkt haben. Saudi-Arabien, VAE und Venezuela sollen alle kleinere Mengen gekürzt haben.

Laut den eigenen Daten der Staaten hat Venezuela sogar um 118.000 Barrels pro Tag gekürzt. Warum? Weil die Förderanlagen so kaputt sind, dass die Förderung gesenkt werden musste? Die Saudis haben nach eigenen Angaben kräftig um 164.000 Barrels gekürzt. Das würde zumindest den offiziellen saudischen Verkündungen auf der OPEC-Konferenz vom 30. November in Wien entsprechen, wo man deutlich sagte, dass man nach wie vor bereit sei in Eigenregie stärker zu kürzen als  nötig.

Man könnte auch meinen, dass die OPEC ihre Fördemenge jetzt spürbar weiter runtergesetzt hat, weil die US-Fracker ihre Förderung immer weiter anheben, und nun unmittelbar vor der 10 Million-Barrel-Grenze (pro Tag) stehen. Dabei hatte die OPEC am 30. November doch nur verkündet die Kürzungszusagen von vor einem Jahr verlängern zu wollen – von weiter kürzen war da keine Rede.

Parallel zu den eigenen Mengenkürzungen erhöht man die eigene Prognose für die globale Ölnachfrage. Das Wachstum im Gesamtjahr 2017 prognostiziert man jetzt mit +1,53 Mio Barrels pro Tag. Im Sommer lag die Wachstumsprognose noch bei +1,15. Für das nächste Jahr lag die Prognose im Sommer noch bei einem Nachfragewachstum von 1,26 Mio – jetzt sind es +1,51 Mio Barrels pro Tag.

Wie die OPEC-Offiziellen gesagt hatten vor kurzem in Wien. Man geht zukünftig ja eh von drastisch mehr Nachfrage aus, da soll für alle Produzenten mehr als genug vom Kuchen übrig bleiben. Zweckoptimismus? Wichtig: Die Rohöl-Lagerbestände in den OECD-Staaten liegen jetzt bei 2,948 Milliarden Barrels. Damit schrumpft der Berg weiter, und liegt jetzt nur noch 137 Millionen Barrels über dem Fünfjahresdurchschnitt. Geht man nach dieser Zahl, macht die OPEC mit ihrer Politik derzeit Fortschritte.

Wie immer möchten wir erwähnen: Wir haben auch jetzt noch Zweifel, ob das angeblich riesige Nachfragewachstum die stetig steigenden Fördermengenzuwächse der Fracker in den Schatten stellen kann. Aber wir Kleingläubigen bei FMW sind ja auch keine Bankanalysten…

Hier weitere Details von der OPEC auszugsweise im Wortlaut:

World Oil Demand

Global oil demand is projected to grow at around 1.53 mb/d in 2017, in line with last month’s forecast. China is projected to lead oil demand growth in the non-OECD, followed by Other Asia – which includes India – and OECD Americas. In 2018, world oil demand is expected to grow by 1.51 mb/d. OECD will contribute positively to oil demand growth, adding some 0.28 mb/d, whereas the bulk of the growth will come from the non-OECD with 1.23 mb/d of potential growth.

World Oil Supply

Non-OPEC oil supply growth for 2017 now stands at 0.81 mb/d, representing an upward revision of
0.15 mb/d from the previous report. For 2018, the forecast for non-OPEC supply growth has been revised up by 0.12 mb/d to now stand at 0.99 mb/d. The 2018 forecast for non-OPEC supply is associated with
considerable uncertainties, particularly regarding US tight oil developments. US oil supply is now expected to grow by 1.05 mb/d next year, representing an upward revision of 0.18 mb/d and following growth of 0.61 mb/d in 2017. OPEC NGLs and non-conventional liquids are expected to increase by 0.18 mb/d in 2018, compared to 0.17 mb/d this year. In November, OPEC crude production decreased by 133 tb/d, according to secondary sources, to average 32.45 mb/d.

Stock Movements

Total OECD commercial oil stocks fell in October to stand at 2,948 mb. At this level, OECD commercial oil stocks are 137 mb above the latest five-year average. Crude and products stocks indicate a surplus of around 110 mb and 27 mb above the seasonal norm, respectively. In terms of days of forward cover, OECD commercial stocks stand at 62.1 days in October, some 1.8 days higher than the latest five-year average.

Balance of Supply and Demand

Based on the current global oil supply/demand balance, OPEC crude in 2017 is estimated to stand at
32.8 mb/d, some 0.6 mb/d higher than the 2016 level. In 2018, OPEC crude is forecast at 33.2 mb/d, an
increase of 0.3 mb/d over the 2017 level.

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Finanznews

Aktienmärkte: Das wird wichtig werden! Marktgeflüster (Video)

Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute ohne die Wall Street (Martin Luther King Day) erwartungsgemäß übeschaubar spannend – der Dax mit einem Freudensprung unmittelbar mit Kassa-Eröffnung, dann aber in der abeshbar schmalen Handelsspanne für den Rest des Tages. Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird. Bei allem Jubel über neuen Stimulus durch die Biden-Administration wwird bisher übersehen, dass der neue US-Präsident zwei sehr linke Regulatoren in entscheidende Positionen gebracht hat. Diese werden es der Wall Street nicht so leicht machen wie die „Buddies“ von Donald Trump – der Gegenwind wird dadurch größer..

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Rüdiger Born: Indizes am US-Feiertag – geht da was?

Rüdiger Born

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Indizes

Dax: Ende der Fahnenstange – oder Kurse weit über 14.000 Punkte?

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Mit einer kleinen Korrektur hat sich der deutsche Leitindex, Dax 30 Performance, aus der zurückliegenden Handelswoche verabschiedet. Der kleine Nervenkitzel konnte indes nichts Weltbewegendes bewirken. Zudem haben sich die anfangs dramatisch darstellenden Kursverluste im Tagesverlauf wieder deutlich relativiert. Auch wenn keine Grundsatzentscheidung getroffen wurde, zeigt diese Performance das angeschlagene Vertrauen, der Marktteilnehmer in die nahezu unendliche Geschichte des Indizes, auf. Eine Verhaltensweise, an die wir uns wohl immer stärker gewöhnen müssen und werden.

Ausblick für den Dax:

Die seit Anfang Dezember laufende Aufwärtsbewegung des Dax dient immer noch der Darstellung von Welle (c) und damit des abschließenden Parts der übergeordneten Welle (B). Die zwingend fünfteilige (1-2-3-4-5) Impulswelle (c), gern auch Antriebswelle genannt, konnte mit der kleinen Korrektur, der letzten Handelstage, die Korrekturwelle (4) ausbilden. Ein sehr schönes Anzeichen hierfür ist der ausgebliebene Schlusskurs unterhalb der 0.38-Unterstützung bei 13.712 Zählern, mittels Schlusskurses.

Steigt der Dax weit über 14.000 Punkte?
Allein dieser Aspekt, als auch der Tagesverlauf der letzten Kerze, deuten sehr stark daraufhin, dass sich im Verlauf der folgenden 2-3 Wochen Welle (5) für den Dax ausbilden wird. In Folge dieser sich ebenfalls fünfteiligen Welle kann der Dax noch einmal ein kräftiges Momentum aufweisen. Das eigentliche Kursziel von (5), verbunden damit von (c) und (B), liegt im Bereich des 1.00-Widerstandes bei 14.476 Punkten. Der Anstieg bis zur zweiten 1.00-Linie (14.794 Punkte) liegt allerdings auch im Bereich des Möglichen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend beim Dax wird sich auch weiterhin behaupten, wenn auch das Ende der Fahnenstange immer näher rückt. Ein erneutes Kaufsignal kann ich nicht benennen; das bisherige bleibt bestehen..

Der Ausblick für den Dax

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