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OPEC-Monatsbericht: Libyen macht das Bild kaputt

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Die OPEC hat vor wenigen Minuten ihren offiziellen Monatsbericht für November veröffentlicht. Demnach hat das Kartell seine Öl-Fördermenge im Vergleich zu Oktober um insgesamt 707.000 Barrels pro Tag auf 25,11 Millionen Barrels pro Tag erhöht. Aber jetzt kommt der Knaller. 656.000 Barrels pro Tag von dieser Steigerung entfallen nur auf Libyen. Aufgrund des Bürgerkriegs war das OPEC-Mitglied von Fördermengen-Absprachen ausgenommen, und hatte dann begonnen relativ zügig mehr Öl zu fördern. Noch im September förderte Libyen gerade mal 155.000 Barrels pro Tag. Ende November waren es schon 1,1 Millionen Barrels pro Tag.

Ohne Libyen hätte die gesamte OPEC von Oktober auf November nur eine Steigerung der Fördermenge von 51.000 Barrels pro Tag vermeldet. Eine akzeptable Nummer wäre das gewesen. Und vorletzte Woche erst hatte die OPEC sich mit externen Partnern wie Russland darauf geeinigt, ab Januar insgesamt 500.000 Barrels Öl pro Tag mehr zu fördern. Die Angebotsmenge nimmt also weiter zu. Man darf vermuten (siehe hier unser ganz aktueller Öl-Bericht), dass innerhalb der OPEC Länder wie der Iran weiter auf die Förderpumpe drücken, ohne auf die Mengenvereinbarung Rücksicht zu nehmen. Dies müsste eigentlich Druck auf den Ölpreis ausüben. Die monatlichen Anpassungen bei den Aussichten für die Nachfrage- und Angebotsmengen schenken wir uns im heutigen OPEC-Report aufgrund von zu geringen Veränderungen.

Fördermengendaten der OPEC für November



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