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OPEC-Monatsbericht zeigt: Fördermengenkürzung funktioniert nicht wirklich, Erwartung an steigende Öl-Förderung in den USA

Der OPEC-Monatsbericht für Mai wurde soeben veröffentlicht. Dort schreibt die OPEC, dass man davon ausgehe, dass die Öl-Fördermenge außerhalb der OPEC in 2017 im Vergleich zu 2016 um 0,95 Millionen…

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FMW-Redaktion

Der OPEC-Monatsbericht für Mai wurde soeben veröffentlicht. Dort schreibt die OPEC, dass man davon ausgehe, dass die Öl-Fördermenge außerhalb der OPEC in 2017 im Vergleich zu 2016 um 0,95 Millionen Barrels pro Tag zunehmen werde. Gegenüber dem OPEC-Monatsbericht aus April ist dies eine Zunahme von 0,37 Millionen Barrels pro Tag. Man sagt explizit, dass hierfür vor allem Steigerungen in den USA verantwortlich seien.

Die Erwartung für die eigene Angebotsmenge für das Gesamtjahr 2017 erhöht die OPEC heute 40.000 Barrels pro Tag. Im April sei die OPEC-Fördermenge um 18.000 Barrels pro Tag gesunken – also de facto keine Veränderung. Das hat wohl damit zu tun, dass die Fördermenge nach dem Kürzungs-Deal von 30. November schon im Februar und März drastisch gesunken war, und jetzt gleich bleibt bis Ende Mai. Sie liegt aktuell bei 31,73 Millionen Barrels pro Tag.

Die folgende Grafik der OPEC von heute zeigt (rot umrandet) sozusagen den Rechenweg von Fördermengen abzüglich Nachfrage. Am Ende steht für das 1. Quartal 2017 ein Angebotsüberhang beim weltweiten Ölhandel von 0,78 Millionen Barrels pro Tag. Gemäß OPEC ist also die Ausbalancierung trotz Fördermengenkürzung nicht erreicht, und man geht von steigender Förderung der Nicht OPEC-Länder aus. Neben den USA darf man hier auch gerne Kanada und Brasilien erwähnen. Und: Was wäre, wenn es in Venezuela einen Machtwechsel gäbe, und die dortigen Förderkapazitäten kräftig hochgefahren werden mit moderner Fördertechnologie aus USA/Europa? Schließlich hat das Land die größten Ölreserven weltweit, noch vor Saudi-Arabien.

Die Nachfrage nach OPEC-Öl soll in 2017 laut OPEC um 0,2 Millionen Barrels pro Tag steigen auf 31,9 Millionen im Schnitt. Somit liegt man aktuell nur auf die OPEC bezogen bei einer Ausbalancierung, worin die Fördermengenreduzierung von 1,2 Mio Barrels pro Tag (nur durch die OPEC) aber schon inkludiert ist. Die Prognose für die weltweite Öl-Nachfrage hat sich seit dem April-Report nicht verändert mit +1,27 Millionen Barrels pro Tag für 2017 bei 96,38 Mio. Die OECD-Lagerbestände für Öl sind laut OPEC im März auf 3,01 Milliarden Barrels gefallen. Damit liegen sie 276 Millionen Barrels über dem 5 Jahres-Durchschnitt.

Unser Kurz-Fazit: Wir bleiben bei unserer Meinung. Am 25. Mai, wenn die OPEC in Wien wohl beschließen wird die Kürzungen zu verlängern, müsste man wohl auch die Volumen der Kürzungen ausweiten, um den Öl-Tradern einen Grund für steigende Kurse zu liefern! Der WTI-Ölpreis reagiert seit 13 Uhr auf den OPEC-Report mit -0,13 Dollar auf 47,93 Dollar.


Das OPEC-Logo. Foto gemeinfrei.

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

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Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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