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OPEC-Monatsbericht: Venezuela baut immer weiter ab, Saudis legen zu

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Die OPEC hat soeben ihren Monatsbericht mit Daten zu Ende Mai veröffentlicht. Wie immer wird selbst von der OPEC in Wien den Dateninformationen dritter Quellen (secondary sources) mehr Glaubwürdigkeit zugestanden als den Daten, die von den eigenen Mitgliedsstaaten nach Wien gemeldet werden in Sachen Fördermenge.

Wie man ganz aktuell sieht, hat Venezuela wie in all den Monaten zuvor auch im Mai weiter an Fördermenge abgebaut mit -42500 Barrels pro Tag gegenĂĽber April. Das liegt nicht daran, dass Venezuela als Staat weniger fördern will. Nein, im Gegenteil – der staatliche Ă–lkonzern PDVSA ist total marode, die Technik ist veraltet – es fehlt Geld fĂĽr neue Investitionen und um Gehälter zu bezahlen.

Saudi-Arabien hat im Mai seine Fördermenge um 85.500 Barrels pro Tag hochgefahren. Nach eigenen Angaben der Saudis war es sogar ein Plus von 161.400 Barrels pro Tag. Das ist als erste Andeutung der Saudis zu sehen – denn sie hatten nach den neuen Sanktionen der USA gegen den Iran angekĂĽndigt ihre eigene Förderung massiv hochfahren zu können, wenn die Angebotsmenge des Iran am Weltmarkt einbricht (wie es zu erwarten ist).

Insgesamt sei die Fördermenge der OPEC im Mai um 35400 Barrels pro Tag gegenĂĽber April gestiegen. Die globale Ă–l-Nachfragemenge sei gegenĂĽber April im Mai unverändert geblieben – auch das prognostizierte Wachstum fĂĽr das Gesamtjahr 2018 wurde gegenĂĽber der April-Prognose nicht geändert. Die Angebotsmenge der Nicht-OPEC-Staaten sei auch unverändert geblieben – die Prognose fĂĽr 2018 habe man gerade mal um 0,13 Millionen Barrels pro Tag angehoben. Die Angebotsmenge der OPEC werde nur unwesentlich zunehmen.

Nach wie vor sind die Prognose-Aussagen unklar und schwammig. Aber wie gesagt – nach dem Inkrafttreten der Iran-Sanktionen dĂĽrften Saudis, VAE und Co weiter hochfahren. Vielleicht kann es wirklich passieren, dass sie extakt das ausgleicht, was der Iran verliert. Damit gäbe es bei der OPEC einen unveränderten Stand zu heute. Die globalen Ă–l-Lagerbestände der OECD-Staaten seien im April um 6,7 Millionen auf 2,811 Milliarden Barrels gefallen – damit liege man nur noch 26 Millionen Barrels ĂĽber dem FĂĽnfjahresdurchschnitt (den die OPEC erreichen will). Aber man liege damit noch 240 Millionen Barrels ĂĽber dem Stand von Januar 2014.

OPEC-Tabelle fĂĽr Mai

OPEC Ă–lquellen
Ölquellen. Foto: Arne Hückelheim / Wikipedia (CC BY-SA 3.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

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Indizes

Die Wende in dieser Woche! MarktgeflĂĽster (Video)

In dieser Handelswoche hat eine bedeutende Wende stattgefunden, genauer gesagt sogar mehrere Wenden!

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In dieser Handelswoche hat eine bedeutende Wende stattgefunden, genauer gesagt sogar mehrere Wenden! Erstens hat sich gezeigt, dass die Türkei-Krise, die Ende letzter Woche mit dem dramatischen Fall der Lira begann, eine Krise der Emerging Markets insgesamt ist (Rückabwicklung der Carry Trades etc.). Zweitens gab es eine Wende an der Wall Street: es sind jetzt die defensiven Sektoren, die gut laufen (Telekom, Versorger), während die Tech-Werte, die zuvor die klaren Gewinner waren, Schwächezeichen zeigen. Und drittens sind in dieser Woche die Risikoprämien auf italienische Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen deutlich gestiegen in dieser Woche (nicht zuletzt deshalb auch der Abverkauf im Euro)..

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actior AG

Forex: EURUSD in Erholungsstimmung

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Die Gemeinschaftswährung EURUSD konnte sich am gestrigen Handelstag ĂĽber der Marke von 1,1360 Dollar etablieren. Heute Vormittag konnte die Erholung weiter fortgesetzt werden. Grund hierfĂĽr dĂĽrfte zum einen der tĂĽrkische Lira sein, der sich etwas stabilisieren konnte – und zum zweiten die Hoffnung ĂĽber die Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit. Ob dies reicht um den Euro wieder weiter ansteigen zu lassen, bleibt abzuwarten.

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EURUSD

Heutiger Handel beim EURUSD

Wie im obigen Absatz schon geschrieben, konnte der Euro die Linie von 1,1360 Dollar gut verteidigen und ein weiteres Abrutschen verhindern. Somit besteht aktuell die Möglichkeit seine Erholung fortzusetzen. Aufpassen muss er bei 1,1430 Dollar. Dort besteht die Gefahr eines Rücksetzers. Sollte er es schaffen diese Marke zu durchlaufen, sieht es recht gut aus bis ca 1,1500 Dollar, wenn nicht sogar 1,1550 Dollar. Danach sollte man wieder Vorsicht walten lassen.

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Devisen

Forex: TĂĽrkische Lira springt auf dem Vulkan, Action in Kanada, Argentinischer Peso verzweifelt

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Kanada hat heute seine aktuellsten Inflationsdaten präsentiert. Im Juli stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,0% bei einer Erwartung und einem Vormonatswert von 2,5%. Was fĂĽr ein Sprung nach oben. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit höherer Zinsen in Kanada sprunghaft, um die Inflation einzudämmen. Das bedeutet: Der kanadische Dollar erhält tendenziell mehr MittelzuflĂĽsse, weil kanadische Anleihen höhere Zinsen abwerfen dĂĽrften. Der Devisenmarkt nimmt so etwas wie immer sofort vorweg, und preist dies in den Kurs ein. Daher fällt der US-Dollar gegen den kanadischen Dollar aktuell (CAD-Aufwertung). USDCAD fällt von 1,3140 auf 1,3073. Ein weiterer RĂĽckfall ist möglich, denn meine GĂĽte – ein unerwarteter Inflationssprung von 0,5% nach oben – das ist schon eine ordentliche Hausnummer! (im Chart USDCAD seit 14. August).

TĂĽrkische Lira

Seit Wochen ist es eigentlich egal, ob man den Euro oder den US-Dollar gegen die Türkische Lira betrachtet. Der Kursverlauf im Chart ist der selbe, auch wenn die Preisniveaus natürlich unterschiedlich sind. Wir bleiben heute mal beim Euro vs Lira (EURTRY). Für Forex-Trader, die mit engen Stops arbeiten, ist Trading in der Lira momentan tödlich.

Die Kurssprünge sind derart schnell und groß, dass Stops zügig gepflückt werden, und dann läuft der Kurs auf einmal wieder in die eigentlich gewünschte Richtung des Traders. Nur er/sie ist aus der Position rausgekegelt worden durch die eigenen Sicherheitsvorkehrungen. Die funktionieren in so einem wilden Markt eben nicht, wenn es ständig massiv rauf und runter geht.

Der folgende Chart zeigt EURTRY seit heute frĂĽh. Zwei mal wären Long-Trader ĂĽbel ausgestoppt worden, bevor der Kurs sofort wieder hoch sprang. Die Spannen (7,19-6,61 und 6,93-6,62) sind enorm – vor allem wenn man bedenkt, dass diese Auf- und AbwärtssprĂĽnge nur vier beziehungsweise zwei Minuten benötigten. Kurzfristige Trader finden zwar in der Lira dieser Tage einen schön volatilen Markt vor. Aber man sollte es sich lieber drei Mal ĂĽberlegen mit Stops zu arbeiten.

Mitte letzer Woche vor der groĂźen Lira-Abwertung lag EURTRY noch bei 6,10 – jetzt sind wir bei glatt 7 Lira fĂĽr einen Euro. Das ist inzwischen weit entfernt vom Hoch bei 8,17, aber unterm Strich ist die Lira auf lange Sicht immer noch drastisch gefallen. Momentan gibt es ständig so viele Nachrichten rund um die TĂĽrkei, dass die Lage in der Lira äuĂźerst instabil bleibt.

TĂĽrkische Lira

Argentinischer Peso

Ist man in Argentinien schon am Verzweifeln? Wahrscheinlich! Die Notenbank in Buenos Aires bekommt inzwischen massive Unterstützung mit frischen US-Dollars vom IWF. Damit kann man die Dollars am freien Devisenmarkt verkaufen und dafür die eigene Währung Peso kaufen. Damit sollte eigentlich das Währungspaar USDARS spürbar fallen (Peso-Aufwertung).

Und so hat die Notenbank in Buenos Aires vorgestern 781 Millionen Dollar in drei Tranchen verkauft und gegen Peso eingetauscht. Und der Effekt? Kaum sichtbar. Das ist mehr als eine Tragödie. Der alte Mechanismus der Notenbankinterventionen scheint in diesem Fall zu verpuffen. USD vs Peso lag Anfang der Woche vor dem Eingriff der Notenbanker zwischen 29,70 und 30,29 – jetzt notiert er bei 29,73. Es gibt also bis dato keine massive Aufwertung im Peso. Kommt sie vielleicht nächste Woche? Oder hält der massive Sog-Druck Richtung US-Dollar weiterhin an?

USD vs Argentinischer Peso seit Mitte Juli
USD vs Argentinischer Peso seit Mitte Juli.

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