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Märkte

OPEC: Offizielle Förderdaten zu Ende Juni liegen vor

Claudio Kummerfeld

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Die OPEC hat heute ihre Fördermengendaten im Rahmen ihres Monatsberichts für Juli veröffentlicht. Zu Ende Juni lag die Fördermenge des Kartells demnach bei 22,27 Millionen Barrels pro Tag, ein Minus von 1,89 Millionen Barrels im Vergleich zu Ende Mai. Dies liegt natürlich an der großen Fördermengenkürzung, die im April zwischen der OPEC und ihren externen Partnern vereinbart wurde. Im April lag die Fördermenge der OPEC noch bei 30,50 Millionen Barrels pro Tag.

Saudi-Arabien als de facto Anführer der OPEC hat seine Fördermenge alleine im Juni um weitere 923.000 Barrels pro Tag gekürzt. Der Irak war mit -449.000 Barrels pro Tag dabei. Und Venezuela? Da kürzt man sich dank des brutalen wirtschaftlichen Kollaps des Landes von ganz alleine runter Richtung Null-Linie. Im Juni hat das Land seine Förderung um 199.000 auf nur noch 356.000 Barrels pro Tag gesenkt. Und das bei den größten Öl-Reserven weltweit!

Wichtig sind bei den Monatsberichten der OPEC immer die Aussagen zur Prognose für Angebot und Nachfrage. Für die globale Nachfrage nach Öl für das Gesamtjahr 2020 hat die OPEC jetzt ihre Vorhersage gegenüber dem Vormonat um 0,1 Millionen Barrels pro Tag angehoben. Auf der Angebotsseite hat man jetzt die Vorhersage für die Nicht-OPEC-Staaten um 30.000 Barrels pro Tag gesenkt.

OPEC Detaildaten aus dem aktuellen Monatsbericht

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    thinkSelf

    15. Juli 2020 11:38 at 11:38

    Venezuela senkt seine Förderung nicht, sondern die können es sich nicht mehr leisten ihre Produktionsanlagen instand zu halten. Deswegen herrscht im Land selbst bereits massive Treibstoffknappheit.

    Getreu dem Motto: Sozialismus stellt sicher, das in kürzester Zeit selbst in der Sahara der Sand knapp wird. Oder man inmitten eines Süßwassersees verdurstet.

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Anleihen

Goldpreis: Aktuell echte Stärke, und ein Blick auf die Realrenditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Haben Sie Freitag Nachmittag unsere Berichterstattung zum Thema Gold verfolgt? Da fiel der Goldpreis plötzlich. Zeitgleich war der US-Dollar (gut sichtbar im Währungskorb “Dollar-Index”) deutlich gestiegen. Oft gibt es eine klare Korrelation. Dollar stark, Gold schwach, und umgekehrt! Und so geschah es dann auch zügig am Freitag Nachmittag. Der Dollar-Index kletterte schon den ganzen Freitag von 92,52 auf über 93,50 Punkte. Und der Goldpreis sackte ab von 1.975 auf 1.960 Dollar, wohl vor allem als Reaktion auf den starken US-Dollar.

Goldpreis kann sich halten

Aber seitdem? Da zeigt der Goldpreis eine aktuelle Stärke. Denn schauen wir hier mal auf den aktuellen Chart, wo Gold in rot-grün gezeigt wird, und der Dollar-Index in blau. Der Greenback ist auch übers Wochenende weiter deutlich gestiegen auf jetzt 93,82 Punkte. Demnach hätte der Goldpreis weiter fallen können oder sogar müssen? Aber nein, das Edelmetall hält sich robust bei 1.971 Dollar. Dies kann man als aktuell echte Stärke bezeichnen. Weitere Anläufe über 1.980 Dollar und in Richtung der großen runden Marke von 2.000 Dollar sind jederzeit möglich? Vor allem, wenn der Dollar-Index wieder kehrt macht gen Süden? Es bleibt spannend.

Chart zeigt Goldpreis gegen Dollar-Index

Realrenditen

Die realen Renditen von Anleihen ergeben sich aus dem Zins abzüglich der Inflationsrate. Holger Zschaepitz hat im folgenden Chart, der bis zu den 90er-Jahren zurückreicht, die Realrendite deutscher Bundesanleihen gezeigt. Schon seit Jahren liegen sie im negativen Bereich. Ganz aktuell kommen sie etwas nach oben Richtung Null-Linie. Dies liegt aktuell aber wohl nur daran, dass die Inflation in Deutschland auf Null gesunken und sogar in die Deflation gerutscht ist. Und das wiederum liegt wohl vor allem an der jüngst in Kraft getretenen Mehrwertsteuersenkung, durch die viele Produkte billiger wurden.

In der folgenden Grafik der Notenbank von St. Louis sieht man für zehnjährige US-Staatsanleihen den inflationsbereinigten Zins. Seit Januar diesen Jahres geht es in den Minusbereich. Der Chart reicht von 2018 bis zum letzten Donnerstag. Es geht weiter Richtung Süden. Was lernen wir daraus? Je schlechter verzinsz Anleihen global sind, desto größer grundsätzlich der Drang von Anlegern Richtung Edelmetalle, was dem Goldpreis helfen sollte (hier dazu ein interessantes Video von Markus Fugmann). Eine Garantie für steigendes Gold ist das nicht, aber von der Grundtendenz her… wenn man sieht, 2018 lag der Goldpreis noch bei 1.300 Dollar!

US-Realrendite fällt immer weiter

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Indizes

Rüdiger Born: Dax mit abweichender Lage zu den US-Indizes

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Die US-Märkte sehe ich derzeit anders als den Dax. Die aktuelle charttechnische Lage bespreche ich im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – der schwache US-Dollar

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es geht um einen Rückblick auf den starken Juli. Und es geht um die Frage, ob der schwache US-Dollar denn nun gut oder schlecht ist für die Wall Street.

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