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OPEC sieht rosige Zukunft: Nachfrage explodiert, im Jahr 2040 doppelt so viele Autos, 85% mit Verbrennungsmotor

Die OPEC mahlt sich den Ausblick für die eigene Zukunft in rosaroten Farbtönen. Alles bestens, die Nachfrage explodiert, alles gut! So kann man die gerade abgehandelte Verkündung der OPEC zum „World Oil Outlook 2017″…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die OPEC mahlt sich den Ausblick für die eigene Zukunft in rosaroten Farbtönen. Alles bestens, die Nachfrage explodiert, alles gut! So kann man die gerade abgehandelte Verkündung der OPEC zum „World Oil Outlook 2017“ ansehen, bei der es um sehr lange Zukunftsausblicke bis zum Jahr 2040 geht. Laut OPEC werde die Nachfrage für Öl im Jahr 2022 um 2,2 Millionen Barrels pro Tag höher liegen als bisher gedacht. Die Nachfrage liege dann bei 102,3 Millionen Barrels pro Tag nach 95,4 Mio in 2016.

Laut OPEC seien die Fracker in den USA derzeit die treibende Kraft bei der Ausweitung der Angebotsmenge. Das ist ja auch ein objektiver Fakt, möchten wir dazu ergänzen! Aber die OPEC erwähnt etwas sehr Interessantes. Man ist nämlich der Meinung, dass die Produktion in den USA, Kanada, Russland und Argentinien im Jahr 2025 ihren Höhepunkt erreichen werde. Denn Fracking-Bohranlagen beispielsweise produzierten zwar viel Öl, aber nicht für lange Zeit.

Ab dem Jahr 2025 werde die OPEC wieder die Führerschaft beim Wachstum der Angebotsmenge übernehmen, weil das Wachstum der anderen vorhin erwähnten Staaten einschlafe. Von einer Stagnation bei 33 Mio werde der Ausstoß der OPEC bis ins Jahr 2040 auf 41,4 Millionen Barrels pro Tag ansteigen. Wie kann das sein? Werden Elektroautos bis dahin nicht massenweise den Verbrennungsmotor hinwegfegen und die Nachfrage nach Benzin und Diesel einbrechen lassen?

Nein, die OPEC sieht es folgendermaßen: In den „hoch entwickelten“ 35 OECD-Staaten werde die Nachfrage abnehmen. Aber die Bevölkerungsexplosion in den Entwicklungsländern werde das mehr als auffangen, und dort werde die Nachfrage nach Autos und Verbrennungsmotoren weiter kräftig steigen. China und Indien seien bis 2040 mit +11,9 Millionen Barrels pro Tag dabei, Rest-Asien und Afrika mit +7 Mio. Bis 2040, so die OPEC, werde sich die Zahl der zugelassenen Autos fast verdoppeln auf 2 Milliarden!

Auch im Jahr 2040 werden laut OPEC noch 85% aller Fahrzeuge Benziner oder Diesel sein. Im Jahr 2040 liege die Öl-Nachfrage bei 111,1 Millionen Barrels pro Tag. Im Jahr 2020 werde die Menge die 100 Millionen-Grenze überschreiten. Wenn man das so sieht, dann sind das durchweg rosige Zeiten für die Ölproduzenten. Diese Thease basiert aber auf der Annahme, dass die Entwicklungsländer nicht massenhaft auf E-Autos umsteigen. Hier die wichtigsten Aussagen im Wortlaut von der OPEC:

Total primary energy demand is set to increase by 35% in the period to 2040;

Oil is expected to remain the fuel with the largest share in the energy mix throughout the forecast period to 2040;

Long-term oil demand has been revised upward by 1.7 million barrels a day (mb/d) compared to the WOO 2016, with total demand at over 111 mb/d by 2040;

There is no expectation for peak oil demand over the forecast period to 2040;

Developing countries will continue to lead demand growth, increasing by almost 24 mb/d, to reach 67 mb/d by 2040;

Long-term demand growth comes mainly from the road transportation (5.4 mb/d), petrochemicals (3.9 mb/d) and aviation (2.9 mb/d) sectors;

Oil demand in the road transportation sector is driven by the increasing car fleet in Developing countries and declining oil use per vehicle in the OECD region;

The car fleet is anticipated to change smoothly over the forecast period. In the passenger car segment, electric vehicles are estimated to represent 12% of the car fleet by 2040;

Non-OPEC liquids supply is forecast to increase from 57 mb/d in 2016 to 62 mb/d in 2022, but in the long-term non-OPEC liquids output is anticipated to see a decline, dropping to 60.4 mb/d by 2040, with US tight oil estimated to peak just after 2025;

The demand for OPEC crude is anticipated to expand to 41.4 mb/d by 2040;

The share of OPEC liquids in total global liquids supply is estimated to increase to 46% by 2040, from 40% in 2016;

Around half of the estimated refining capacity additions are expected in the Asia-Pacific, which is projected to add 9.5 mb/d by 2040;

Capacity rationalization remains a long-term requirement, with some 6-8 mb/d of closures indicated as needed by 2040 if refining regions are to maintain utilization rates of at least 80%;

Global crude movements are expected to increase by around 6.5 mb/d between 2016 and 2040, mostly supported by Asia-Pacific imports and Middle East exports.

In the period to 2040, the required global oil sector investment is estimated at $10.5 trillion.


Das OPEC-Logo.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Heinz Havlicek

    7. November 2017 16:41 at 16:41

    Der Müller mahlt, der Maler (Opec) malt, beide ma(h)len. Liebe Grüsse

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Sparverträge: BaFin rät Kunden zu aktivem Vorgehen gegen Banken

Redaktion

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Sparverträge sind seit Jahren ein heißes Thema bei Banken, und zwar wegen den in den „guten alten Zeiten“ versprochenen hohen Zinszahlungen. Heute dann der Hammer! Ein höchst ungewöhnlicher Vorgang ist das, was von Seiten Deutschlands oberster Finanzaufsicht BaFin da heute veröffentlicht wurde. Es geht um Prämiensparverträge, welche die Bankkunden sorgfältig überprüfen sollen. Viele ältere Verträge enthalten laut BaFin Zinsanpassungsklauseln, mit denen Banken die zugesicherte Verzinsung einseitig abändern könnten. Diese Klauseln sind laut Bundesgerichtshof (BGH) seit 2004 unwirksam.

Aber kurz ein Schritt zurück. Die letzte Zeit hat die BaFin alles andere als geglänzt. Das Wirecard-Desaster war nur die Spitze. Die BaFin-Vizepräsidentin Elisabeth Roegele spielte zum Beispiel beim CumEx-Skandal eine zweifelhafte Rolle. Sie war vor ihrer BaFin-Zeit Chefjuristin der Dekabank, als diese auf Gewinne aus Cum-Ex-Geschäften klagte (mehr Details dazu hier). Von daher kann man es als Image-Maßnahme ansehen, dass gerade Frau Roegele explizit mit Namen zitiert wird, wenn die BaFin heute betroffenen Sparern dazu rät, jetzt selbst aktiv auf ihre Banken zuzugehen und sich erläutern zu lassen, welche Klausel ihre Sparverträge ganz konkret enthalten.

Runder Tisch über Sparverträge gescheitert – BaFin rät Kunden zur Offensive gegen Banken

Der nächste Schritt müsse dann laut heutiger Aussage der BaFin sein zu prüfen, ob diese Klauseln rechtskonform seien. Bei Fragen zur Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche oder zur Unterbrechung etwaiger Verjährungsfristen rät Frau Roegele den Kunden, sich bei Bedarf an eine Verbraucherzentrale oder auch einen Rechtsanwalt zu wenden. Das ist echt der Hammer. Die BaFin rät aktiv Bürgern dazu sich im Kampf gegen Banken an Anwälte oder Verbraucherschützer zu wenden? Bislang hielt sich die BaFin aus sowas doch raus?

Die BaFin geht davon aus, dass Banken und Sparkassen oft falsche Zinsklauseln verwendet und den Kunden zu wenig Zinsen gutgeschrieben haben. Betroffen seien laut BaFin-Statement insbesondere langfristig variabel verzinste Sparverträge aus 2004 und früher. Ein Runder Tisch, den die BaFin zum Thema Prämiensparen Ende November 2020 unter anderem mit den Verbänden der Kreditwirtschaft und Verbraucherschutzorganisationen einberufen hatte, habe leider keine kundengerechten Lösungen gebracht. Neben ihrem Verbraucheraufruf prüfe man deshalb jetzt auch konkrete verwaltungsrechtliche Optionen, mit denen das Ziel ausreichender Kundeninformation erreicht werden könne. Bereits im Februar 2020 hatte die BaFin die Banken aufgefordert, auf die betroffenen langjährigen Kunden zuzugehen und ihnen eine Lösung anzubieten.

Was soll man dazu sagen? Der gute Herr Hufeld (BaFin-Chef) und die gute Frau Roegele wollen wohl in der Öffentlichkeit endlich auch mal Pluspunkte sammeln, als oberste Beschützer der kleinen Leute mit Sparkonto? Zum Thema Prämiensparverträge liefert die BaFin auch folgende Erläuterung, im Wortlaut:

Ein Prämiensparvertrag ist eine langfristige Sparform mit variabler Verzinsung und gleichbleibender Sparleistung. Kunden erhalten zusätzlich zum Zins eine Prämie, die meist nach der Vertragslaufzeit gestaffelt ist. Viele Kreditinstitute verwendeten in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Zinsanpassungsklauseln, die ihnen einräumten, über Änderungen der vertraglich vorgesehenen Verzinsung mit unbegrenzt einseitigen Ermessensspielräumen zu entscheiden. Diese Praxis erklärte der BGH 2004 für unwirksam und äußerte sich auch in späteren Entscheidungen in 2010 und 2017 zu den Anforderungen an solche Klauseln. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, wie Kreditinstitute mit den Anforderungen der BGH-Rechtsprechung umzugehen haben. Hinweise dazu liefert ein Urteil, welches das Oberlandesgericht (OLG) Dresden im April 2020 auf die Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale Sachsen getroffen hat. Es stellt etwa klar, dass die Verzinsung sich an einem angemessenen, langfristigen, öffentlich zugänglichen Referenzzinssatz orientieren muss und monatlich anzupassen ist. Als angemessen sieht das OLG Dresden beispielsweise die 9- bis 10-jährige Zeitreihe der Deutschen Bundesbank WX 4260 (damalige Bezeichnung) an. Die Entscheidung ist bislang nicht rechtskräftig; es wurde Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Weitere Musterfeststellungsklagen sind anhängig.

Sparverträge werden oft in Beratungsgesprächen abgeschlossen
Beispielfoto einer Beratung in einer Volksbank. Foto: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

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Deutschland: Restaurants und Hotels bis 10.Januar geschlossen

Markus Fugmann

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In Deutschland werden laut einem Insider sowohl Gastronomie als auch Hotels bis zum 10.Januar geschlossen bleiben – darauf haben sich laut diesem Insider die Bundesregierung und die Bundesländer verständigt. Am 04.Januar sollen dann Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten zusammen kommen um das weitere Vorgehen zu beraten. Diese Entscheidung soll heute Nachmittag verkündet werden.

Also die nächste Hiobsbotschaft für Gastro und Hotels..

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Zinseszinseffekt: So verdoppeln Sie Ihr Depot binnen weniger Jahre – Werbung

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Lieber Börsianer,

Albert Einstein bezeichnete ihn einst als 8. Weltwunder. Für Starinvestor Warren Buffett gilt er als wichtigster Erfolgsfaktor beim Investieren. Die Rede ist vom Zinseszinseffekt. Es kommt nicht von Ungefähr, dass diese beiden Genies dem Zinseszins eine so hohe Bedeutung beimessen. Denn er verhilft selbst bei kleinen investierten Beträgen über einen längeren Zeitraum zu großen Erfolgen. Folgende kleine Geschichte veranschaulicht den Effekt des Zinseszinses:

Die Legende vom Reiskorn

Die beeindruckende Wirkung des Zinseszinseffektes war offenbar bereits den alten Persern bekannt. Von ihnen stammt die Legende vom Reiskorn. In dieser forderte der König seine Untertanen auf ihm die Langeweile zu vertreiben. Wer es schafft, sollte eine Belohnung erhalten.

Ein kluger Höfling brachte dem König daraufhin das Schachspiel bei. Der König war begeistert ob der neuen Zerstreuung und wollte den Höfling belohnen. Dieser sprach: „Ich möchte nichts weiter als ein paar Reiskörner. Ich möchte, dass ihr mir das Schachbrett mit Reis füllt. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld und dann auf jedes weitere Feld jeweils die doppelte Anzahl an Reiskörnern.“

Der König wunderte sich über den bescheidenen Wunsch seines Dieners und sagte sogleich die Belohnung zu. Er dachte wohl an ein kleines Säckchen voller Reis. In Wahrheit hätte er aber dank der 64-maligen Verdopplung mehr Reis gebraucht, als auf der ganzen Erde wächst.

Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich?

Das menschliche Gehirn ist nicht besonders gut in Prozentrechnung. Diese Art der Verzinsung ist in unserer Evolutionsgeschichte erst seit wenigen hundert Jahren von Bedeutung. Deshalb unterschätzen wir genau wie der persische König systematisch die Macht des Zinseszinses. Investmentgewinne von 5% locken nur wenige hinter dem Ofen hervor. Doch über einen…..

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