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Märkte

OPEC-Treffen aktuell: Hier alle News im Live-Blog – UPDATE 16:01 Uhr

Claudio Kummerfeld

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am

Heute findet das OPEC-Treffen in Wien statt. Im Rahmen dieses Live-Blogs werden wir alle wichtigen Informationen so aktuell wie möglich in Form von Stichpunkten hier veröffentlichen. Aktualisieren Sie daher gerne hin und wieder diesen Artikel, um auf dem Laufenden zu bleiben.

15:12 Uhr: PK in Wien beginnt.

Ölnachfrage robust.

Marktausbalancierung schreitet voran.

OPEC-Auslastung der ursprünglichen Fördermengenreduzierung (1,2 Mio Barrels pro Tag) erreichte im Mai 152%.

Ab Juli soll diese Rate auf 100% sinken (also Fördermengenkürzung).

Keine neuen Förderquoten pro Mitglied – es wird eine Gesamtquote geben.

UPDATE 15:30 Uhr

Journalisten-Schätzung: ca. 900.000 Barrels Steigerung der Fördermenge.

CNBC-Frage, in wie weit enorme Födermengenausweitung der USA eine Rolle bei der Entscheidung gespielt habe: Man beachte alles was am Markt passiert (vereinfacht zusammengefasst).

OPEC: Reale Fördermengenausweitung wird bei ungefähr 1 Million Barrels pro Tag liegen. Die Differenz zwischen aktuell 152% und 100% liege nämlich ungefähr bei 1 Million.

UPDATE 15:43 Uhr

Irakischer Öl-Minister: Reale Steigerung wird bei 770.000 Barrels pro Tag liegen.

OPEC-Vorsitzender sinngemäß auf Journalisten-Fragen: Sie können sich die Steigerungsmenge selbst ausrechnen. Wir als OPEC wollen auf unsere ursprüngliche Kürzung von 1,2 Millionen Barrels pro Tag runterkommen (Kürzungen bisher zu 152% übererfüllt).

Hier der entscheidende Teil der OPEC-Verkündung im Wortlaut:

Noting that OPEC Member Countries have exceeded the required level of conformity that had reached 152% in May 2018. Accordingly, the Conference hereby decided that countries will strive to adhere to the overall conformity level of OPEC-12, down to 100%, as of 1 July 2018 for the remaining duration of the above mentioned resolution and for the JMMC to monitor and report back to the President of the Conference.

Wie managt die OPEC diese Anhebung, wenn einzelne Länder keine Förderquoten mehr haben? OPEC: Das wird in Gesprächen untereinander geklärt.

UPDATE 16:01 Uhr

Man werde als Gesamtgruppe (OPEC) darauf achten, dass die Kürzungen nicht wieder die 100% überschreiten.

Für einzelne Mitglieder sei es eventuell schwierig die Produktion hochzubekommen (Kürzungen reduzieren), aber als Gruppe sei das kein Problem (Anmerkung FMW: Saudis sagten erst gestern, dass man selbst problemlos 2 Mio Barrels Kapazität habe).

BBC-Reporter: Können einzelne OPEC-Mitglieder, die nicht mehr fördern wollen, ihren Beitrag an andere Mitglieder abgeben, damit die noch mehr Menge ausweiten können? OPEC: Nein, das ist nicht vorgesehen. Man entscheide als Gruppe in Gesprächen, bla bla.

OPEC hält sich aus politischen Abläufen heraus (Thema Venezuela, Iran).

Offizielle Fördermengenkürzung von 1,2 Mio Barrels (also von 152% runter auf diese 100% ) noch gültig bis Ende 2018. Dann wird neu entschieden – nächstes OPEC-Treffen im Dezember 2018.

OPEC-PK beendet.

Unser Kurz-Fazit und den Originaltext der aktuellen OPEC-Veröffentlichung bringen wir in wenigen Minuten in einem separaten Folge-Artikel.

OPEC-Treffen: Beispielbild einer Öl-Förderanlage
Beispielbild einer Öl-Förderanlage.

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Aktien

Bank of America meldet aktuell Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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am

Soeben wurden die Quartalszahlen der Bank of America veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 20,1 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 22,3/Erwartungen 20,2). Der Gewinn liegt bei 0,59 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,74/Erwartungen 0,56).

Die Rückstellung für Kreditverluste sank auf 53 Millionen US-Dollar, was eine Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 828 Millionen US-Dollar bedeutet. Wie die großen anderen US-Banken auch löst man also Rückstellungen auf, weil man wohl auch dank der gigantischen Stimulus- und Hilfsprogramme an weniger Kreditausfälle glaubt.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,5 Prozent.

CEO-Kommentar:

„During 2020, we witnessed the dramatic effects of the health crisis on the economy and our company’s operations. In the fourth quarter, we continued to see signs of a recovery, led by increased consumer spending, stabilizing loan demand by our commercial customers, and strong markets and investing activity. The latest stimulus package, continued progress on vaccines, and our talented teammates – who performed well helping their customers through this crisis – position us well as the recovery continues.

„In the fourth quarter, we saw higher net interest income, higher Consumer revenue, record asset management fees, strong results from our Global Markets teams, and a stronger balance sheet. In 2020, we earned nearly $18 billion and achieved several key strategic objectives: gaining market share in deposits, expanding our digital leadership, and adding thousands of wealth management clients. In addition, we gained market share in investment banking and supported clients with liquidity and superior trading
execution.

„Also we made progress in support of our communities, committing $300 million of our $1 billion four-year initiative to help drive racial equality and economic opportunity.“

Quartalszahlen der Bank of America

Bank of America Logo
Foto: Brian Katt CC BY-SA 3.0

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Anleihen

Coronakrise und die Schulden: Kommen ewige Anleihen?

Wolfgang Müller

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Die Coronakrise, ein gutes Jahrzehnt nach der Finanzkrise, hat zu einem weltweiten Anstieg der Verschuldung geführt, wie es sie außerhalb von Kriegszeiten noch nie gegeben hat. Aus den Schulden herauswachsen, mittels Wachstum? Ist noch nie in großem Umfang gelungen. Mittels Inflation und finanzieller Repression? Hat schon einmal für wenige Länder geklappt. Oder die Schulden auf sehr, sehr lange Zeiten umstellen, in Zeiten von Niedrigstzinsen? Ein Vorschlag des legendären Hedgefondsmanagers George Soros, der nicht neu ist, schon praktiziert wird und bereits eine lange Historie aufweist.

Coronakrise und Schulden: Die Ideen des ungarischen Starinvestors

Der Gründer des legendären Quantumfonds George Soros, der auf eine sehr lange Zeit als Investor zurückblicken kann – so hatte er bereits vor 70 Jahren unter dem Philosophen Karl Popper studiert -, macht sich Sorgen um die Zeit nach der Coronakrise. Man könne zwar auf eine unglaubliche medizinische Entwicklung zur Bekämpfung der Pandemie blicken, die bald unter Kontrolle sein dürfte, was aber bleiben wird, sind die Schulden zur Abmilderung derselben. Die wirtschaftlichen Folgen seien schlimmer als bei der Finanzkrise, deshalb müsse man jetzt bei der Bewältigung der Cornakrise umdenken, die Maßnahmen der EU hätten aufgrund der politischen Konstellationen zu wenig gebracht. Eine Lösung seien ganz lange oder ewige Anleihen.

Ein unbekanntes Kapitel der Geschichte von Anleihen

Wenn man glaubt, dass die heutige Wirtschaft so viel unglaublich Neues produziert, um in Phasen der finanziellen Knappheit ein Schlupfloch zu entdecken, so beweist ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte manchmal etwas anderes. George Soros berichtet von Anleihen, die nie zurückgezahlt werden müssen, sondern nur die jährlichen Zinsen – schon vor Jahrhunderten.

Großbritannien hatte im Jahr 1752 unbefristete Anleihen, Kriegsanleihen zur Finanzierung der napoleonischen Kriege begeben, „Consols“, genannt. Die Vereinigten Staaten folgten mit der Emission von Consols in den 1870er-Jahren. Aber es war die Erfindung der Niederländer, die bereits 1648 unbefristete Anleihen zur Instandhaltung ihrer Deiche ausgegeben hatten. Das Skurrile daran: Diese Anleihen laufen noch heute, mit so niedrigen jährlichen Zinszahlungen, dass kaum jemand von ihrer Existenz weiß.

Die Aufforderung des Ungarn

Die Zeit der Coronakrise wäre günstig für die Einführung ewiger Anleihen, so Soros – weil die internationalen Zinssätze nicht weiter fallen könnten. Der Vorteil wäre für immer festgeschrieben und man könnte diese in Tranchen begeben.

Soros hatte solche Anleihen bereits der Europäischen Union vorgeschlagen, er sieht aber ein, dass dies unter den gegenwärtigen Umständen politisch nicht umsetzbar wäre. Es sollten dies einzelne Mitgliedsländer umsetzen, was auch in Ansätzen geschieht, dazu gleich mehr.

Soros weist darauf hin, dass die Europäische Zentralbank bereits das Instrument der unbefristeten Anleihen eingeführt hat. Durch den Aufkauf von Staatspapieren (Quantitative Easing), die sie nie mehr zurückgeben kann, ohne bestimmten Ländern schwer zu schaden.

Stattdessen ersetzt man bei Fälligkeit der Anleihen diese durch neue. Das Spiel ließe sich ewig fortsetzen, die Langläufer würden in unbefristete Schuldtitel umgewandelt.

Es gibt aber einen großen Unterschied zu den gleich von den Regierungen begebenen ewig langen Anleihen: Man schreibt die Zinsen für 100-jährige oder ewige Anleihen fest, während bei den ständig auslaufenden Titeln möglicherweise deutlich höhere Zinsen geboten werden müssten. Die Frage ist nur, ob man allen EU-Mitgliedsstaaten diese Eternal Bonds abkaufen würde.

Still und leise

Österreich hat es vorgemacht. In den Jahren 2017 und 2018 hatte die österreichische Republik 100-jährige Anleihen begeben, mit einem Zinskupon von damals noch niedrigen 2,1 Prozent. Das Papier war trotzdem 12-fach überzeichnet. Im Juni letzten Jahres legten die Österreicher mit einer weiteren 100-jährigen nach und es musste nur noch ein Kupon von 0.65 Prozent p.a. geboten werden. Inzwischen folgten Irland und Belgien mit eben solchen Langläufern, die von Versicherern begierig aufgenommen wurden.

Aber auch in Deutschland gibt es auf Landesebene bereits solche ultralangen Anleihen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Zeichen der Zeit erkannt und vor ein paar Tagen eine 100-Jährige emittiert mit einem Volumen von 2 Milliarden Euro, die von Investoren mit mehr als 3,25 Milliarden Euro nachgefragt wurde. Die Emissionsrendite sollte 1,11 Prozentpunkte über dem Referenzzins für 50-jährige Zinstauschgeschäfte liegen, bei minus 0,14 Prozent betrug damit der Zinskupon 0,95. Für NRW ist dies bereits die dritte Anleihe in dieser Laufzeit, während es für den Bund immer noch bei 30 Jahren Höchstlaufzeit bleibt. Vielleicht denken die Herren in der Finanzagentur nur an ihre eigene Kalkulationszeit.

Fazit

Die Idee des legendären und bereits 90-jährigen Hedgefondsmanagers Soros könnte in der Coronakrise durchaus in größerem Stile umgesetzt werden, zusammen mit der finanziellen Repression. Die emittierenden Staaten werden dafür auch nicht mehr so lange Zeit haben, um diese Papiere an den Investor zu bringen, schließlich mehren sich die Anzeichen für eine steigende Inflation und steigende Kapitalmarktzinsen. Damit würden auch die Kupons deutlich höher ausfallen als zuletzt. Es verwundert schon ein wenig, warum man im Hause Scholz so zögerlich ist bei der dauerhaften Nutzung niedrigster Zinsen..

Kommen durch die Coronakrise Anleihen mit ewiger Laufzeit?

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Finanznews

Corona – Konsequenzen in Zahlen! Videoausblick

Was bedeutet Corona für die Entwicklung der nächsten Jahre? Von der Ablösung der USA durch China bis zu steigenden Rohstoffpreisen..

Markus Fugmann

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Was bedeutet Corona für die Entwicklung der nächsten Jahre? Weltpolitisch wird China die USA als größte Volkswirtschaft einige Jahre früher überholen als zuvor angenommen, wel das Reich der Mitte die Krise um Corona viel besser gemeistert hat. Heute ist der letzte Regierungs-Tag von Donald Trump – im Fokus aber steht Janet Yellen mit ihren Aussagen vor dem US-Senat mit dem Tenor: „go big“! Wohl in Vorfreude auf dieses „go big“ steigen die US-Futures über Nacht deutlich an, der Dax eröffnet über der Marke von 13900 Punkten. Die Reaktionen auf die Coronakrise haben aber auch jenseits der Aktienmärkte Konsequenzen, die uns noch lange beschäftigen werden..

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