KI-Anbieter und Chiphersteller haben ein gigantisches Kreislauf-Finanzierungssystem ins Leben gerufen, bei dem Chiphersteller den KI-Anbietern enorme Geldsummen bereitstellen, mit denen die KI-Anbieter wiederum bei den Chipherstellern Hardware einkaufen. So erhöhen die Chiphersteller mit eigenem Geld die eigenen Umsätze. Die Branche verschuldet sich in dramatischem Ausmaß. Ob dieses Konstrukt überlebt oder zusammenbricht, hängt an einem harten Fakt: Wird die Anzahl der tatsächlich zahlenden Endnutzer von KI weiterhin so sehr ansteigen, dass man seine Kreditbelastungen weiterhin bezahlen kann?
Wir alle nutzen inzwischen KI-Anwendungen, ob nun kostenlos über Google oder kostenpflichtig über Google Gemini, Anthropic oder ChatGPT. Und wenn die Nutzerzahlen weiterhin stark ansteigen, können die Anbieter ihre Kreditkosten aus diesen Umsätzen bezahlen. Aber die Frage ist: Übernehmen sich die Anbieter? Schafft man viel mehr KI-Kapazitäten, als in den nächsten Jahren überhaupt nachgefragt werden? Wachsen die Kapazitäten schneller als die Nachfrage der Endnutzer? Im Augenblick jedenfalls scheinen die KI-Anbieter weiterhin stark zuzulegen. Aktuell sind Zahlen von OpenAI bekannt geworden.
OpenAI: Umsatzrunrate bei 40 Milliarden US-Dollar
Der ChatGPT-Anbieter OpenAI ist auf dem besten Weg, auf Basis seiner aktuellen Entwicklung einen annualisierten Umsatz von mehr als 40 Milliarden US-Dollar zu erzielen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen laut Bloomberg berichten. Damit würde sich die Run Rate gegenüber Ende 2025 etwa verdoppeln und die Pläne des Unternehmens für einen Börsengang an der Wall Street untermauern.
Der Umsatz von OpenAI hat in den letzten Monaten an Fahrt gewonnen, was zum Teil auf das Wachstum seiner KI-Programmiersoftware zurückzuführen ist, sagten die Informanten, die anonym bleiben wollten, da die Informationen nicht öffentlich sind. Die Zuwächse spiegeln auch die Dynamik aus dem Abonnementgeschäft und dem noch jungen Werbegeschäft wider. Auch das Kerngeschäft im Privatkundenbereich wächst weiter. OpenAI lehnte eine Stellungnahme ab.
OpenAI liefert sich einen erbitterten Kampf mit seinem langjährigen Rivalen Anthropic um die Gewinnung weiterer Geschäftskunden. Beide Unternehmen haben vertrauliche Unterlagen für den Börsengang eingereicht, wobei Anthropic voraussichtlich bereits in diesem Herbst, noch vor OpenAI, an die Börse gehen wird.
Einst als Außenseiter angesehen, hat Anthropic mit KI-Tools, die komplexe Aufgaben wie das Programmieren rationalisieren, an Fahrt gewonnen. Anthropic gab im Mai bekannt, dass sein Run-Rate-Umsatz die Marke von 47 Milliarden US-Dollar überschritten habe, auch wenn die beiden Unternehmen diesen möglicherweise nicht auf dieselbe Weise messen. Die Run Rate eines Unternehmens projiziert den Gesamtjahresumsatz aus einem kürzeren Zeitraum.
Am Donnerstag ernannte OpenAI seinen zweiten neuen Chief Revenue Officer innerhalb von weniger als einem Jahr und holte einen Manager aus dem Bereich Cybersicherheit an Bord, um das Umsatzwachstum voranzutreiben. Im Rahmen einer internen Ankündigung zu dieser Einstellung erklärte Greg Brockman, Mitbegründer und Präsident von OpenAI, dass die annualisierte Umsatzrate des Unternehmens im Juli im Vergleich zum Vormonat um mehr als 20 % gestiegen sei.
Sarah Friar, Chief Financial Officer von OpenAI, erklärte zuvor, das Unternehmen habe das vergangene Jahr mit einem annualisierten Umsatz von mehr als 20 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. OpenAI verzeichnete in den letzten Wochen einen starken Anstieg der Nachfrage nach seinen KI-Agenten, darunter „Codex“ für die Programmierung und „ChatGPT Work“ für ein breiteres Aufgabenspektrum. Das Unternehmen hat zudem die Preise für bestimmte Modelle gesenkt, um im Wettbewerb um preisbewusste Kunden besser gegen Anthropic und eine lange Liste chinesischer Konkurrenten bestehen zu können.
FMW/Bloomberg
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was ich Nirgends lese; wieviel kostet der Umsatz, wieviel mehr Miese haben die gemacht…..
Umsatzzahlen sind Toll, wenn ein Nettogewinn dahinter steht….