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Als Iran-USA-Vermittler besserer Einblick? Pakistan kauft kein Spot LNG – und setzt stattdessen auf Kriegsende

In Pakistan herrscht Energie-Knappheit. Jeder LNG-Lieferung wäre willkommen? Nein, man kauft aktuell nicht, und setzt auf ein Iran-Kriegsende.

LNG-Terminal in Karachi. Foto: Bloomberg

Pakistan ist seit Wochen der Vermittler zwischen Iran und USA. Man ist dafür zuständig, Nachrichten beider Seiten an die andere Partei weiterzuleiten. Weiß man mehr, als die Weltöffentlichkeit über iranische und amerikanische Quellen erfährt? Immerhin: Erst heute Nacht haben sich beide Seiten gegenseitig angegriffen! Aktuell geht Pakistan am internationalen Energiemarkt sozusagen ALL IN. Man kauft aktuell kein Flüssiggas LNG am Spotmarkt (sofortige Lieferung), was man deutlich teurer bezahlen müsste als sonst über Lieferverträge vereinbarte Schiffsladungen.


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Das kann nur bedeuten: Pakistan weiß irgendetwas, dass ein Kriegsende wirklich bald bevorsteht beziehungsweise eine verlässliche Öffnung der Straße von Hormus. Oder man pokert wirklich extrem hoch und riskiert die heimische Energieversorgung. Denn Pakistan ist auf LNG-Lieferungen angewiesen, und im Land herrscht eine tatsächliche Energieknappheit!

Pakistan verzichtet auf Spot-LNG

Pakistan hat sich gegen den Kauf dringender LNG-Lieferungen auf dem Spotmarkt entschieden und setzt darauf, dass sich die Feindseligkeiten, die zur Sperrung der Straße von Hormus geführt haben, entspannen und bald günstigere Lieferungen aus Katar eintreffen werden. Die staatliche Pakistan LNG Ltd hat eine am Donnerstag abgelaufene Notausschreibung für zwei Lieferungen im Mai nicht vergeben, so sagten es laut Bloomberg mit der Angelegenheit vertraute Händler. Die Regierung traf diese Entscheidung in der Annahme, dass sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran entschärfe und das Land bald zwei Ladungen aus Katar erhalten werde, fügten sie hinzu.

Seit März nur 1 LNG-Lieferung – vorher 9 pro Monat


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Pakistan, das bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran vermittelt, hat seit Anfang März laut von Bloomberg zusammengestellten Schiffsverfolgungsdaten nur eine einzige LNG-Lieferung erhalten. Die Daten zeigen, dass das Land im vergangenen Jahr durchschnittlich etwa neun Ladungen pro Monat importierte. Die Lieferungen im Rahmen seines langfristigen Vertrags mit Katar kosten derzeit etwa die Hälfte des Preises auf dem Spotmarkt.

Der Verzicht auf Spot-Lieferungen ist ein riskantes Unterfangen. Er könnte die Gasverknappung in Pakistan verschärfen, die bereits zu weitreichenden Stromausfällen geführt hat. Ende letzten Monats war Pakistan zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren gezwungen, eine Spotladung LNG zu kaufen, da der Nahostkonflikt vertraglich vereinbarte Lieferungen zum Erliegen brachte. Die Lieferungen im Rahmen der jüngsten Ausschreibung waren für den 12. bis 14. Mai und den 24. bis 26. Mai vorgesehen. Einige pakistanische Schiffe haben es durch die Straße von Hormus geschafft, darunter ein Tanker, der letzte Woche Diesel transportierte.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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