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Palladium: Kaufpanik und explodierende Leihraten

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Beispielbild für Metalle

Das sich verschärfende Angebotsdefizit bei Palladium lässt die Notierungen des Industriemetalls weiter explodieren. Allein in den letzten 12 Monaten stieg der Preis um über 80 Prozent an.

Palladium schießt über 2.000 Dollar pro Unze hinaus

Am 6. Januar dieses Jahres durchbrach der Kurs für eine Unze Palladium (31,1 Gramm) die Schallmauer von 2.000 US-Dollar. Seitdem ist der Preis um weitere 500 US-Dollar angestiegen und bildet eine klassische Fahnenstange aus. Der vor allem für die Automobilindustrie essenzielle Rohstoff ist damit aktuell so teuer wie nie zuvor und teurer als die drei anderen Hauptedelmetalle jemals zuvor (Platin, Gold und Silber).

Palladium Chartverlauf seit dem Jahr 2000

Der Palladiummarkt befindet sich bereits seit acht Jahren in einem Angebotsdefizit. Für den letzten Schub bei den Preisen sorgten gleich mehrere Ursachen, die das Angebot weiter verknappten, bei gleichzeitig zunehmender Nachfrage. Der fahnenstangenartige Anstieg ist also zumindest kurzfristig das Ergebnis fundamentaler Faktoren. Die Situation am Terminmarkt zeigt hingegen keinerlei spekulative Exzesse. Im Gegenteil hat sich das Exposure der Großspekulanten (rote Linie im verlinkten Chart) seit Anfang Oktober sogar zurückgebildet.

Angebotsdefizit und zunehmende Kaufpanik bei Palladium

Trotz einer Flaute der weltweiten Automobilindustrie ist die Nachfrage nach Palladium in diesem Sektor zuletzt weiter angestiegen. Das Angebot durch die Minen in Südafrika und Russland war zuletzt hingegen weiter rückläufig. Hauptursachen dafür sind die politische Unsicherheit in den Produktionsländern, Infrastruktur- und Kostenprobleme in Südafrika (hohes Streikrisiko), ausgedehnte Buschbrände, die die Förderung und den Transport in dem afrikanischen Land behindern sowie anhaltende Probleme mit der Stromversorgung durch den staatlichen Energieversorger Eskom. Allein im November 2019 lag die Produktion der sogenannten PGM-Metalle, zu denen auch Palladium gehört, in Südafrika um 13,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Weltweit gibt es nur sehr wenige Palladium produzierende Regionen und nur wenige bekannte wirtschaftlich ausbeutbare Erzkörper. Russland und Südafrika sind mit zusammen ca. 80 Prozent Produktionsanteil die größten Förderregionen der Welt. Die geringe Anzahl an Explorationsprojekten in diesen beiden Ländern trug ebenfalls zum wachsenden Angebotsdefizit bei. Da Palladium hauptsächlich als Nebenprodukt gefördert wird, ist das Angebot relativ preisunelastisch.

Auf der anderen Seite boomt die Nachfrage nach Palladium wegen der verschärften Emissionsgesetzte für Fahrzeuge in Indien, China, den USA und Europa. Anders als Platin, das hauptsächlich in Dieselkatalysatoren Anwendung findet, wird Palladium in der Automobilindustrie für Benziner benötigt. Bei Fahrzeugen mit Otto-Motoren ist das Metall wichtiger Bestandteil des Drei-Wege-Katalysators, der die Abgasemissionen reduziert. Der zuletzt exponentielle Anstieg des Palladiumpreises scheint auch die Folge von Panikkäufen der Industrie zu sein. Ein Indiz dafür sind die parallel zu den Preisen stark angestiegenen Zinsen für die Metallleihe. Alles weist also auf eine physische Knappheit des Rohstoffs hin. Dies ist auch eine Folge von kaum vorhandenen Lagerbeständen, sodass Lieferengpässe nicht abgepuffert werden können. Diese Gemengelage hat zuletzt auch Investoren angelockt und die mit physischem Metall gedeckten ETFs zu Nettokäufern am Markt werden lassen.

Substitution durch Platin benötigt Zeit

Zwar ist es möglich, Palladium in Auto-Katalysatoren durch Platin zu ersetzen, dieser Prozess erfordert jedoch eine Umstellung der Produktion und eine Neuzertifizierung der Katalysatoren und der Fahrzeuge. Dieser Prozess kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen, weshalb sich der Markt kurzfristig nicht durch den Austausch von Palladium durch Platin entspannen kann. Außerdem haben Otto-Motoren eine niedrigere Verbrennungstemperatur als die den Kraftstoff stark komprimierenden Dieselaggregate. Da Palladium chemisch deutlich reaktionsfreudiger ist als Platin, ist die Umstellung auf das aktuell gut 1.200 US-Dollar pro Unze billigere Platin auch technisch im Hinblick auf die katalytische Effizienz eine Herausforderung für die Automobil-Zulieferer.

Fazit

Da es aktuell keine Aussicht auf eine Entspannung bei der Versorgungslage gibt und auf der anderen Seite die Nachfrage weiter ansteigt, hat der Preis von Palladium sogar noch Luft nach oben. Gleichwohl ist ein Aufspringen auf diesen sehr volatilen Trend hochriskant. Perspektivisch wird Palladium durch das aktuell deutlich preiswertere Platin substituiert werden können. Der Preis des günstigeren Metalls der Platin-Metall-Gruppe hat bereits darauf reagiert und ist, wie bereits zu erwarten war, mittlerweile wieder vierstellig. Langfristig spricht der Trend der Elektrifizierung der Automobile aber eher für Silber, das als ultimativer elektrischer Leiter das zukunftsträchtigere Metall in Bezug auf die E-Automobilität ist (siehe Video).

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Ölpreis steigt – ist das die Falle einer falschen Hoffnung?

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Beispielbild einer Pumpe für Öl

Gestern sagten wir, dass die Lage beim Ölpreis nun dramatisch werden könne. Denn die runde große Marke von 20 Dollar im WTI-Öl war das Tief vom 18. März, und ein Fall unter diese Marke könne zu einem weiteren dramatischen Abrutschen führen. Und dann fiel der Ölpreis gestern Abend auch bis auf einen Tiefstpunkt von 19,26 Dollar! Aber dann kam die unerwartete Wende. Bis heute ist der Markt gedreht auf aktuell 21,54 Dollar. Was ist da los?

Der Grund für den aktuellen Dreh im Ölpreis – eine Falle für die Bullen?

Bei solchen plötzlichen Anstiegen kann man immer an eine kurzzeitige technische Reaktion denken, wo in einem überverkauften Markt Gewinne mitgenommen werden. Rutscht der Ölpreis bald wieder in den Keller? Aktuell scheint es Hoffnung zu geben, die ausgestrahlt wird durch mögliche Gespräche zwischen den USA und Russland. Denn Moskau befindet sich derzeit im Öl-Krieg mit Saudi-Arabien. Die Saudis hatten am 9. März die Fluttore komplett geöffnet, und werden im April wohl 12,3 Millionen Barrels pro Tag fördern, wo die Fördermenge noch vor Kurzem unter 10 Millionen Barrels pro Tag lag. Diese Überflutung und gleichzeitig der Nachfrageschock dank des Coronavirus sind dieser Tage der doppelte Schock für den Ölpreis, der brutal gefallen ist!

Putin und Trump haben gestern telefoniert, und nun sollen auf Minister-Ebene weitere Gespräche folgen. Das Ziel ist klar. Donald Trump wollte zwar lange Zeit einen fallenden Ölpreis, damit seine Wähler an den Tankstellen Geld sparen können. Aber jetzt ist der Ölpreis so weit gecrasht, dass ein Großteil der Fracking-Industrie in den USA vor dem Kollaps steht. Die Förderkosten liegen deutlich höher als der aktuelle Erlös, also ist die Produktion defizitär! Hunderttausende Jobs sind in Gefahr, was die Coronakrise für die US-Volkswirtschaft dramatisch verschärft. Also werden die USA wohl versuchen auf Russland einzuwirken, damit Moskau sich wiederum mit den Saudis versöhnt? Ziel ist eine koordinierte Förderengenkürzung Russlands mit der OPEC. Aber genau das war ja das Problem, weshalb der Öl-Krieg ausgebrochen war. Es gab keine Einigung zwischen OPEC und Russland. Wird man sich dieses Mal einigen, weil Russland, Saudis, die anderen Golfstaaten, die US-Fracker… weil sie alle derzeit gigantische Summen verlieren, bei einem so derart niedrigen Ölpreis?

Eugen Weinberg von der Commerzbank ist laut aktuellen Berichten der Meinung , dass Brent-Öl schon bald wieder in Richtung 35 Dollar steigen könne (aktuell 23,31 Dollar), wenn die USA es schaffen sollten die Saudis von ihrem Preiskrieg abzubringen. Falls nicht, drohe der Brent-Ölpreis unter 20 Dollar zu fallen. Und das ist jetzt genau die Frage! Gelingt es den USA so viel Druck auf Russland auszuüben, dass Putin nachgibt, und mit der OPEC eine Vereinbarung für eine gemeinsame Fördermengenkürzung schließt? Daran sind Zweifel angebracht. Es kann funktionieren, aber dieser Hoffnung auf einen weiter steigenden Ölpreis kann sich für die Bullen als üble Falle entpuppen. Denn die Nachfrage nach Öl bricht derzeit extrem stark weg. Und zwar wohl so stark, dass eventuell selbst eine Einigung auf Fördermengenkürzung dem nur teilweise entgegenwirken kann – wenn sie denn überhaupt zustande kommt. Laut aktuellen Berichten hat Exxon zum Beispiel jetzt eine Raffinerie in Louisiana mit 500.000 Barrels pro Tag Kapazität geschlossen, wegen zu wenig Nachfrage bei den Konsumenten.

Analystenmeinungen

Hoffnungsfroh für eine mögliche Wende im Ölpreis ist heute Jasper Lawler von der London Capital Group. Der Ölpreis sei am Montag auf ein neues 18-Jahres-Tief gefallen. Die großen nationalen Ölproduzenten würden jede Aussicht auf eine Einigung herunterspielen, und das halte den Abwärtsdruck für den Ölpreis aufrecht. Letztendlich würden sie aber das tun, was in ihrem besten finanziellen Interesse liege. Und dies sei die Begrenzung der Produktion, um die Preise in die Höhe zu treiben. Man denke, dass entweder die Fracking-Unternehmen in den USA einer Drosselung der Produktion zustimmen werden, oder die USA die Sanktionen gegen Russland reduzieren, um sie an den Verhandlungstisch zu bringen. Beides würde seiner Meinung nach den gegenwärtigen Trend fallender Ölpreise beenden.

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote meint aktuell, dass der Markt (trotz der ganz aktuellen kleinen Erholung im Ölpreis) mit Öl überschwemmt werde. Und zwar mit Öl, das derzeit niemand benötige. Eine gemeinsame Aktion der Öl-Förderländer zur Senkung der Produktion könne eine gewisse Erholung der Ölpreise bringen. Aber jede angebotsseitige Intervention müsse so groß sein, dass sie dem historischen Nachfragerückgang entspreche, wobei der tägliche Bedarf nach Öl allein durch die weltweit nicht fliegenden Flugzeuge um schätzungsweise 5 Millionen Barrel zurückgegangen sei.

By the way, so möchten wir noch erwähnen… in Kanada ist die Lage noch viel dramatischer als bei den großen Terminkontrakten Brent und WTI. Der dortige Ölpreis ist weit tiefer gefallen als Brent oder WTI (hier mehr Infos). Und hier noch einige sehr interessante Aussagen der Expertin Amena Bakr über die aktuelle Gemengelage:

WTI Ölpreis im Kursverlauf seit Mitte Februar+
Im Chart sehen wir den WTI-Ölpreis seit Mitte Februar.

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Virus bringt neuen Schub für die Digitalisierung – Werbung

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Lieber Börsianer,

infolge der Coronakrise mussten zahlreiche Unternehmen die Produktion einstellen. Das prominenteste Beispiel sind die europäischen Autobauer, die ihre Werke komplett stillgelegt haben. Die Bänder in der klassischen Industrie stehen still und mit ihnen auch zahlreiche Zulieferbetriebe. Der wirtschaftliche Schaden ist in diesen Bereichen enorm. Die Unternehmen selbst, aber auch Beschäftigte und Aktionäre müssen sich auf ernste Einschnitte gefasst machen.

Der Produktionsstillstand ist nicht nur auf Nachfragerückgänge zurückzuführen, sondern auch ein Zeichen der Fürsorge gegenüber den Angestellten. Denn in den Industriebetrieben arbeiten die Mitarbeiter oft Schulter an Schulter. Ein derzeit gebotener Mindestabstand ist am Fließband nicht einhaltbar. Deshalb ist die vorübergehende Stilllegung der Produktion die einzige Chance.

Nicht alle Unternehmen achten auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter

Anders handelt zum Beispiel Amazon. Obwohl es immer mehr Berichte über infizierte Mitarbeiter gibt, werden die Versandzentren weiter betrieben. Das Unternehmen möchte sogar die gigantische Anzahl von 100.000 Menschen neu einstellen, um den Nachfrageschub zu bewältigen. Kein Wunder, denn wenn die Kunden nicht mehr in die Innenstadt zum Einkaufen dürfen, wird eben noch mehr online bestellt. Die Gesundheit der Mitarbeiter spielt in diesem Fall für Amazon nur eine untergeordnete Rolle. Überlegen Sie deshalb bei Ihrem nächsten Einkauf, ob Sie nicht vielleicht doch das kleine Geschäft in Ihrer Nähe unterstützen. Viele lokale Händler bieten mittlerweile auch Möglichkeiten zur telefonischen oder Online-Bestellung an.

Manche Unternehmen bleiben beinahe unberührt von der Krise

Es gibt jedoch auch Unternehmen, die einfach weitermachen können. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell bereits soweit digitalisiert haben, dass ihnen eine Schließung ihrer Büros oder Hauptquartiere fast nichts mehr ausmacht. Selbst im deutschen Leitindex DAX sind einige dieser Unternehmen zu finden. So müssen sich beispielsweise die Versicherer Allianz und Münchener Rück umstellen, wenn fast alle Mitarbeiter im Home-Office arbeiten, aber das Kerngeschäft wird weiterbetrieben. Bei der Deutschen Post wird ebenfalls mit ein paar erhöhten Sicherheitsbestimmungen für die Briefträger weitergearbeitet. In diesen Zeiten…..

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Dax: Der deutsche Leitindex ist noch nicht über dem Berg

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Der Dax konnte sich zuletzt erholen – aber geht dieser Anstieg nun wirklich weiter?

Die Börse handelt bekanntlich die Zukunft. Während sich die einen noch in der Präsenz-Panik befinden, denkt das große Kapital schon weiter und handelt. Eines ist aber sicher: Es vergeht bisher kein Tag, ohne dass sich die Lage in der Corona-Krise nicht verschlechtert.

Dennoch hat der Dax ein starkes Bestreben, sich wieder über die bekannte Widerstandsmarke von 10.000 Punkten zu begeben. Auch die gestrigen Aussagen der berühmten fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland, schildern ein gar nicht so düsteres Bild für die Zukunft. Nur 2-5 % Wirtschaftswachstum soll unsere Wirtschaft in der klar erklärten Rezession verlieren. Vielleicht sind unsere Weisen schon ein wenig vergreist oder leben in einem anderen Land. Unsere gesamte Volkswirtschaft fällt mehr oder weniger für einen ganzen Monat aus und 50% unseres Mittelstandes kämpft mit einem möglichen Konkurs. Unsere Wirtschaftsweisen aber sprechen von nur 2% Wirtschaftsschrumpfung! Die Auswirkungen werden sich lange und wesentlich härter gestalten als gedacht. Wir sprechen von anstehenden Verstaatlichungen. Auch wird der Staat mit möglichen neuen Schulden den ganzen  Schaden nicht auffangen können.

Der Dax ist in den letzten Jahren immer aus einer Krise wieder gut herausgekommen und konnte langfristig steigen. So wird es vermutlich auch dieses Mal sein. Der Schaden wird sich aber wahrscheinlich wesentlich größer gestalten als gedacht, daher wird ein weiterer Aufschwung nach über 10 Jahren Anstieg auf sich warten lassen.

Der Dax hängt an der Zeit

Jeder Tag, der ohne positive Nachrichten vergeht, wird der deutschen Wirtschaft viele Milliarden kosten. Es ist daher eine Frage der Zeit, wann der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Es gibt aber den berühmten Punkt des „no returns“: Er ist der Knickpunkt, wann eine Krise ohne großes Aufsehen überwunden werden kann oder nicht. Ist dieser jedoch überschritten, dann diskutiert man über Langzeitfolgen, die nur wieder schwer wettgemacht werden können. Dies ist das realistische Abbild der aktuellen Situation. In der heutigen Zeit benötigt der Bürger Mut und Zuspruch – und keine düsteren Aussichten.

Was die wirtschaftliche Lage angeht, kann derzeit keine Entwarnung geben werden. Es ist so, die restlichen Worte sind für die Volksseele und für die Beruhigung. Der Zeitfaktor ist also mehr als nur entscheidend. Es geht hier um Tage – und das ist den meisten gar nicht bewusst.

Dax hadert mit der 10.000er Marke

Neben der psychologischen 10.000er Marke gibt es auch noch den Widerstand des EMA 420 (exponential moving average). Im Chart ist deutlich das Scheitern des Dax an dieser Linie mehrmals zu erkennen. Da dies ein dynamischer Widerstand ist und sich aufgrund des Zeitfaktors nach unten zieht, bildet sich dadurch ein doppelter Widerstand in dem Bereich von 9.950 und 10.000 Punkten. Um diese zwei Marken nachhaltig durchbrechen zu können, bedarf es starker Argumente. Zugegeben, diese können jeden Moment auftreten – aber geht man vom kurzfristigen Geschehen aus, dann können beim Dax noch bessere Einstiegskurse gesehen werden. Viel besser für den längerfristigen Investor ist die Jäger- und Sammler-Strategie: Den Nagel in die Wand schlagen und eine kleine Anfangsposition kaufen. Dann bei guten Gelegenheiten im kleinen Stil nachkaufen und einen guten Mischkurs bilden.

Weiter volatil

Die Meinungsvielfalt ist noch sehr groß, daher müssen wir auch diese enormen Tagesschwankungen beobachten. Geht man von dem technischen Zustand des Dax aktuell aus, dann wird der Deutsche Leitindex an seinen angesprochenen Widerständen aufgehalten. Diese zu brechen, sollte schwer sein. Die ersten Verkaufssignale (rote Kreise) sind bereits ausgebildet. Es ist eine Korrektur bis in den Bereich von 9.360 Punkten zu erwarten. Sollten wider Erwarten die Widerstände bis in den Bereich von 10.000 Punkten genommen werden, dann ist noch viel Luft auf der Oberseite. Dieses Szenario ist aber eher als unwahrscheinlich einzustufen. Der Markt benötigt klare Fakten, um klare Entscheidungen zu treffen. Diese sind noch nicht gegeben, daher wird die Volatilität im Dax & Co weiterhin hoch sein.

Der Dax steht wahrscheinlich vor einer Abwärtsbewegung

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Der Dax hat sich erholt, aber die nächste Bewegung dürfte nach unten gehen

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