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Panik an Chinas Anleihe- und Geldmärkten!

Es kracht gewaltig an Chinas Anleihemärkten nach der gestrigen Fed-Sitzung! Geldmarktzinsen schießen nach oben, Risikoprämien für Anleihen steigen wie noch nie, weli der Kapitalabfluss sich nach der gestrigen Fed-Sitzung verstärken dürfte..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es kracht gewaltig an Chinas Anleihemärkten nach der gestrigen Fed-Sitzung! Bekanntlich hatte die Fed in ihren „Dot plots“ prognostiziert, dass sie die Zinsen in 2017 dreimal anheben dürfte – eine hawkishe Überraschung!

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Nach der Pressekonferenz Yellens kam der US-Anleihemarkt schwer unter Druck (weil Yellen klar machte, dass sie einer Überhitzung der US-Wirtschaft mit mehr Zinsanhebungen begegnen werde), die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe schoss massiv nach oben, und der Trend setzt sich heute fort:

us10-jaehrige15-12-16
(continous Future der 10-jährigen US-Anleihe – wenn der Kurs fällt, steigt die Rendite)

Der Renditeabstand der 10-jährigen US-Anleihe zur 10-jährigen deutschen Anleihe liegt nun bei 2,3% – so hoch wie noch nie seit dem Jahr 1989! Unter Druck heute besonders die französischen Anleihen, deren Renditeabstand zu deutschen Anleihen stark steigt.

Besonders betroffen von der Entwicklung aber ist China. Die hawkishen Aussagen der Fed/Yellens nähren die Befürchtung, dass noch mehr Kapitals aus dem Reich der Mitte abfließt als ohnehin schon, der Yuan noch schwächer wird (laut Insidern gab es heute massive Stützungskäufe von Chinas Banken zugunsten des Yuan), die Kreditbedingungen sich weiter verschärfen und damit der Immobilienmarkt Chinas unter Druck gerät. Nicht zufällig waren es chinesische Immobilienwerte, die in Hongkong gelistet sind, die am Stärksten unter Druck kamen heute Nacht.

Und damit verschärft sich die gegen Ende des Jahres ohnehin bestehende Liquiditätsknappheit an Chinas Geldmärkten. So stieg der Hibor, der Interbanken-Zinssatz in Hongkong, auf 11,76% für Übernacht-Ausleihungen, das ist schon Panik!

Chinesische Staatsanleihen kamen ebenfalls schwer unter Druck: die Kurse der 10-jährigen Anleihe Chinas fielen heute Nacht so stark wie noch nie in der Geschichte, die Rendite liegt nun bei satten 3,33%. Damit haben Chinas Anleihen in nur einer Woche alle Gewinne verloren, die sie zuvor in eineinhalb Jahren Stück für Stück aufgebaut hatten! Chinessische Banken, die sich für 14-Tage Geld leihen wollen am Interbankenmarkt, zahlen nun 4,3% Zinsen. Vor gut einer Woche lag der Satz noch bei 3%.

Und das Blutbad ist bei allen Emerging Markets spürbar: die Anleiherendite steigen, die Währungen kommen unter Druck (heute besonders die indische Rupie). Geht all das so weiter, wird die Lage für die Emerging Markets dramatisch, vor allem für jene Länder, die ein hohes Handelsbilanzdefizit und deren Konsumenten und Unternehmen hohe Dollar-Schulden haben.

China ist der große Verlierer seit der Trump-Wahl: der Ton Trumps gegen China ist provozierend, die Fed reagiert mit geldpolitischer Straffung, was die Kapitalabflüsse aus China beschleunigt. Wir empfehlen daher chinesischen Hackern, endlich mal aktiv zu werden und aus dem Schatten der russischen Hacker heraus zu treten..

15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Masud79

    15. Dezember 2016 10:20 at 10:20

    Und was bedeutet das für die Aktienmärkte ?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. Dezember 2016 10:21 at 10:21

      @Masud, für die westlichen Aktienmärkte? Nun, es ist wie letztes Jahr. Man schaut im Westen lange zu, und plötzlich kommt eine Tsunami-Welle..siehe August 2015

      • Avatar

        Feldmaen

        15. Dezember 2016 10:51 at 10:51

        Alle denken immer nur an die Aktienmärkte, liegt die eigentliche Gefahr denn nicht in der exorbitanten Verschuldung weltweit? Was passiert wenn diese Blase platzt, haben wir dann nicht andere Sorgen als die Aktienmärkte?

  2. Avatar

    Zinsangst

    15. Dezember 2016 10:32 at 10:32

    11,76%? FUCK!

    • Avatar

      Michael

      15. Dezember 2016 21:30 at 21:30

      Das hört sich an, wie seit Jahrzehnten auf meinem Girokonto ;)
      Derartige Zinssätze sollten Banken also nicht unbekannt sein, schön, wenn die Banditen solche Zinsen auch mal selber zahlen müssen.

  3. Avatar

    Masud79

    15. Dezember 2016 10:41 at 10:41

    Ich war bisher stets der Meinung dass Ignoranz an den Märkten zeitlich immer begrenzt ist und am Ende immer die Realität zurückschlägt. Aber was ich bei den letzten 3 grossen finanzevents erlebt habe stellt meine komplette Weltanschauung auf den Kopf. Ausblenden kann anscheinend ins unendliche gehen. Ich kann mir absolut kein Szenario mehr vorstellen dass die Märkte zu Abgaben bewegt in Zeiten wo sogar Bad news gekauft werden

    • Avatar

      marc

      15. Dezember 2016 11:09 at 11:09

      Warten Sie auf die Wahlen in Frankreich und Italien, danach stimmt Ihr Weltbild wieder.

  4. Avatar

    Bankster

    15. Dezember 2016 10:53 at 10:53

    es crasht erst wenn Fugmann bullisch wird ;)

    • Avatar

      Feldmaen

      15. Dezember 2016 11:09 at 11:09

      Was für ein erstklassiger Kontraindikator!

    • Avatar

      Denker

      15. Dezember 2016 11:24 at 11:24

      … wir sind hier in der BRD Company,… Mutti wirds schon richten, wir schaffen das.
      …. da passiert noch lange nichts!

  5. Avatar

    Marc

    15. Dezember 2016 11:30 at 11:30

    Hallo Herr Fugmann,

    ich wundere mich gerade das USDJPY immer noch weiter marschiert. Klar BOJ hat mit der Anleihenpolitik der 10-jährigen und QE gut Lachen. Doch der Safe Haven Modus sollte bald einsetzen, so dass wir hier eigentlich ein gewaltiges Retracement sehen sollten. Sollte es in den Emerging Markets richtig krachen, werden wir Risk Off Modus sehen, was positiv für den Yen sein wird. Wie sehen Sie das?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. Dezember 2016 11:32 at 11:32

      @Marc, sehe ich genauso, derzeit dominiert Dollar-Stärke, daher USD/JPY nach oben, das hat gestern Abend schon die US-Aktienmärkte gestützt. Aber ich denke nicht, dass das lange so weiter gehen wird wenn die Renditen weiter nach oben schiessen..

      • Avatar

        marc

        15. Dezember 2016 12:12 at 12:12

        @markus fugmann;
        gibt es hier zwei marc? Ich bin der, mit dem Kommentar von 11.09 „Wahlen Frankreich und Italien“.
        Das von 11.30 hab ich nicht geschrieben.
        Muss wohl meinen Nicknamen ändern, oder?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          15. Dezember 2016 12:12 at 12:12

          :)

      • Avatar

        marc

        15. Dezember 2016 12:13 at 12:13

        @markus fugmann;
        gibt es hier zwei marc? Ich bin der, mit dem Kommentar von 11.09.
        Das von 11.30 hab ich nicht geschrieben.
        Muss wohl meinen Nicknamen ändern, oder?

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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