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Passend zur Karstadt-Kaufhof-Fusion: So bedeutend ist der Onlinehandel schon heute

Bei Karstadt und Kaufhof mag intern und bei den Muttergesellschaften (siehe vor allem Kaufhof und Hudson Bay) „konzeptionell“ so einiges im Argen gelegen haben in den letzten Jahren. Somit dürfte ein guter Teil der Probleme der beiden großen Kaufhäuser hausgemacht gewesen sein. Dieses Problem versucht man jetzt durch pure Größe und somit „mehr Manövriermasse zum Restrukturieren“ lösen zu wollen.

Ein Teil des Problems ist aber auch der Onlinehandel. Wie sehr er den klassischen Kaufhäusern zu schaffen macht, und wie sehr er mit verantwortlich für ihre jahrelangen Probleme war, darüber können sich wohl Philosophen streiten. Aber dass der Einfluss durch den Onlinehandel immer stärker wird, und den stationären Händlern immer mehr zu schaffen macht, ist unbestritten. Aktuell liegen vom Statistischen Bundesamt neue Daten vor, die sich aber noch auf das Jahr 2016 beziehen. Dementsprechend kann man sich vorstellen, dass die Daten sich bis heute weiter Richtung Onlinehandel entwickelt haben.

Zwar ist der Gesamtanteil des Onlinehandels am Einzelhandelsmarkt noch relativ klein (beispielsweise 15,5% bei Bekleidung). Aber: Schaut man in kleinere Teilsegmente, so ist man schon bei 50% angekommen. Hier die Worte der Statistiker:

Der Onlinehandel mit Kleidung, Computern, Elektronikartikeln, Büchern und anderen Waren boomt und verzeichnet seit Jahren steigende Umsatzzahlen. An der Spitze beim Umsatz im Onlinehandel steht Bekleidung mit über 7 Millarden Euro, gefolgt von Computern und Software mit 4 Millarden Euro und elektrischen Haushalts­geräten mit 3 Millarden Euro.

Wenn man sich die Bedeutung des Internet­geschäfts für die einzelnen Waren­gruppen anschaut, ergibt sich ein anderes Bild: Der Onlineanteil liegt bei Bekleidung nur bei 15,5 %, denn knapp 50 Millarden Euro wurden hier im stationären Einzelhandel umgesetzt. Bekleidung steht damit erst an zwanzigster Stelle der Waren­gruppen mit dem höchsten Onlineanteil. Hier finden sich Ton- und Bildträger mit fast 50 % Onlineanteil ganz oben, dicht gefolgt von Musik­instrumenten und Musikalien (u.a. Noten) mit 48 %. Bücher wurden zu 38,6 % online verkauft, Computer und Software stehen an vierter Stelle mit 35,5 %.

Onlinehandel



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