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Paukenschlag in Italien: Unicredit versucht großen Befreiungsschlag

Italiens größte Bank versucht mit einem alles umfassenden Paukenschlag heute früh den großen Befreiungsschlag zu erreichen. Man will sich selbst mit mehreren Maßnahmen aus der…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Italiens größte Bank versucht mit einem alles umfassenden Paukenschlag heute früh den großen Befreiungsschlag zu erreichen. Man will sich selbst mit mehreren Maßnahmen aus der Krise schießen. Da wäre erst einmal eine Kapitalerhöhung in Höhe von 13 Milliarden Euro. Dann veröffentlichte man heute früh ebenfalls offiziell, dass man faule Kredite im offiziellen Gesamtwert von 17,7 Milliarden Euro an die beiden Investoren Fortress und PIMCO weiterreicht. Unicredit wird in den neu geschaffenen Vehikeln, die diese Schrottpapiere abbauen, einen Minderheitsanteil erhalten. Wie viel Geld man für diese Schrottkredite von den Investoren noch erhält, veröffentlicht man an dieser Stelle aber noch nicht. Zitat:

UniCredit S.p.A. today announced that, as part of its efforts to accelerate the deleveraging of its non-core portfolio, it has entered into two separate agreements, one with Fortress Investment Group (NYSE: FIG) and one with PIMCO to transfer two portfolios of non-performing loans („Sofferenze“) to newly setup and independent entities in which UniCredit will retain a minority position. Each of the two entities will be managed by the respective investment partner who will each have a majority position. Following the recent disposals of a 40% stake in Bank Pekao SA and the sale of Pioneer Investments, these transactions represent another tangible demonstration of the strategic approach announced by UniCredit on 11 July 2016, focused on reinforcing and optimising its capital position and asset quality, whilst maintaining strategic flexibility to seize value-creating opportunities. The transactions involve the transfer of a combined c. €17.7 billion of gross book value as at the end at the second quarter of 2016. The completion of the transactions is subject to customary conditions and is targeted to close by the end of the first half of 2017.

Weitere Maßnahmen

Auch hat man heute früh veröffentlicht folgende Maßnahmen durchführen zu wollen: Man will einen sogenannten „Reverse Stock Split“ durchführen. Das macht man um bei stark gefallenen Aktienkursen den Kurs optisch zu verteuern. Erst vor Kurzem hatte die Banca Monte dei Paschi diese Maßnahme benutzt um den Cent-Kurs von nur noch 0,20 Euro wieder über 20 Euro zu drücken. Ähnlich auch bei Unicredit. Man will statt einem Verhältnis von 1:100 in diesem Fall 10 bestehende Aktien in 1 neue umwandeln, womit der Kurs sich verzehnfacht. Das soll wohl für ein Wohlbefinden bei den Börsianern sorgen!

Es geht noch weiter. Man will abgesehen von den bisherigen Maßnahmen auch massiv auf die Kostenbremse treten. Bis 2019 will man es schaffen netto 4,7 Milliarden Euro Gewinn zu erzielen. Dazu werden weitere 6.500 Mitarbeiter entlassen. Jährlich sollen die Kosten um 1,7 Milliarden Euro sinken. All das was man heute verkündet hat, ist wohl der große Paukenschlag, der eine regelrechte Befreiung für die Bank sein soll. Er steht in einer Reihe von zuletzt schon getätigten Maßnahmen wie den Verkäufen der Töchter Pioneer Investments und der polnischen Bank Pekao.

Man kann sagen: Unicredit hatte sich in den letzten Jahren mit ständigem Zukaufen einfach übernommen. Denn dabei hatte man wohl vergessen auf ein gesundes Kerngeschäft zu achten. Jetzt muss der neue Bankchef Jean Pierre Mustier sozusagen das aufräumen, was seine Vorgänger angerichtet haben. Großreinemachen, alles muss raus, Resteverwertung, frisches Geld reinholen, Kosten runter, Mitarbeiter entlassen. Von seiner Perle Hypovereinsbank in Deutschland wird man sich wohl kaum trennen. Mal sehen, wie sehr Börse in Kapitalmarkt in Italien sich heute von diesem Maßnahmenpaket beeindrucken lassen.

In einer ersten Reaktion fällt die Aktie 3%, kann sich aber dann wieder erholen..

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Denker

    13. Dezember 2016 14:21 at 14:21

    Heute hau’n wir auf die Pauke,
    ja, wir machen durch bis morgen früh!
    So ein Tag, so schön wie heute,
    ist für uns die beste Medizin!
    Komm, gib mir deine Hand, denn heute feiern wir!
    Wir sind so froh gelaunt und haben allen Grund dafür.
    Es wird Rabatz gemacht, bis das die ganze Bude kracht,
    und wenn die anderen zur Arbeit gehen,
    sagen wir „Gut‘ Nacht“ !……

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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