Devisen

Pfund gegen den US-Dollar: Spekulation auf die Bank of England

Nachdem im gestrigen Handel beim Pfund gegen den US-Dollar die signifikante Unterstützung bei 1,2770 halten konnte, wurde den Händlern klar, dass es an der Zeit ist, die Short-Positionen zu schließen und die Long-Seite wieder ins Visier zu nehmen. Dadurch, dass die Bären ihre Positionen geschlossen haben, konnte der Kurs eine Gegenreaktion auf der Oberseite erfahren. Es wurde gestern auch der Einkaufsmanagerindex für den Monat Februar aus Großbritannien veröffentlicht. Obwohl die Zahlen ein wenig schlechter als erwartet ausgefallen sind, konnte das Pfund sein Niveau halten. Als dann die Daytrader anschließend ihre Long-Positionen eröffneten, ging es für den Major stark nach oben. Der Kurs hat eine echte Rally erfahren und der Preis ist um 100 Punkte gestiegen. Im Hoch notierte gestern GBP/USD bei 1,2873. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht dagegen gab es ziemlich wenig Volatilität, das Cable pendelte in einer engen Range von ca. 20 Pips.

Wird das Pfund heute weiter stark bleiben?

So wie die Situation beim GBP/USD aktuell aussieht (Donnerstag vormittag), kann das britische Pfund zum US-Dollar heute weiter aufwerten. Die Bullen haben es geschafft, die psychologische Grenze von 1,29 zu erobern. Über 1,2900 werden viele Orders platziert, was darauf hindeutet, dass es hier zu einem Kampf zwischen Bullen and Bären kommen kann. Wenn der Widerstand nachhaltig bricht, wird sich der frische Aufwärtstrend fortsetzen. Auf der Oberseite wartet auf den Major der nächste wichtige Widerstand bei 1,2924 (120er Moving Average). Hier wird der Kurs vorerst vielleicht eine Pause machen, weil die kurzfristig orientierten Händler ihre Long-Positionen wahrscheinlich schließen werden. Wer aggressiver agieren möchte, kann den Stopp Loss nachziehen und die Marke von 1,2965 ins Auge fassen. In diesem Bereich empfiehlt es sich jedoch auch für die mutigen Händler, die Positionen glatt zu stellen und die Gewinne mitzunehmen. Der Major wird wahrscheinlich nicht mehr genug Kraft besitzen, um auch diese Hürde heute zu nehmen.

Sollte dagegen GBP/USD an der 1,2900 „big figure“ scheitern, werden die Long-Trader schnell den Markt verlassen. Das kann zu einer erhöhten Gegenreaktion auf der Unterseite führen. Die erste Unterstützung wartet auf das Cable bei 1,2878. Wenn sich genug frische Dynamik entwickelt, wird dieses Level jedoch relativ leicht zu erobern sein und der Preis wird weiter fallen. Die nächste signifikante Marke befindet sich erst bei 1,2845. Hier trifft das Pfund vs USD auf seinen 38,2 % Fibonacci-Retracement, der die Talfahrt vorerst stoppen wird. Es ist also ratsam, auf diesem Niveau die Short-Positionen zu schließen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass GBP/USD in der heutigen Session noch tiefer fallen wird. Der Daily Pivot Point sitzt erst bei 1,2838, wird aber heute vermutlich keine Rolle spielen. Wer das Pfund vs US-Dollar handeln will, sollte auf jeden Fall den Bereich von 1,2900 im Fokus halten, denn an dieser Stelle wird die nächste Entscheidung fallen, die den weiteren Kursverlauf bestimmen wird.

Entscheidend wird sein, ob die Bank of England in der nächsten Woche die Zinsen senken wird – die Spekulation der Marktteilnehmer, ob und wie die Notenbank agieren wird, ist derzeit der wichtigste Treiber bei Pfund-Dollar!

Das britische Pfund im Aufwind zum US-Dollar

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Das Pfund und die Spekulation, was die Bank of England tun wird



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