Devisen

Pfund gegen US-Dollar: Warum bald ein Rebound kommt

Wie es im mittelfristigen Chartbild vom Pfund zum US-Dollar (siehe unten) klar zu erkennen ist, befindet sich der Major, ähnlich wie EUR/USD, in einem starken Abwärtstrend. Das britische Pfund hat zum USD nur in diesem Monat über 1600 Pips verloren! Das ist schon wirklich ein Crash. Solche massiven Verluste sieht man am Devisenmarkt sogar bei den volatilen Währungspaaren selten. Das Pfund wurde heftig abgestraft. Im Tief notierte GBP/USD gestern bei 1,1409. Anfang März dagegen noch knapp unter 1,3200.
Um die negativen Folgen des Coronavirus abzumildern, hat gestern Nachmittag die Bank of England unerwartet die Zinsen erneut gesenkt. Aktuell liegt der Leitzins bei 0,1%. Letzte Woche gab es schon von Seiten der BoE die ersten Interventionen, da ging es mit den Zinsen von 0,75% auf 0,25% runter. Zusätzlich wurde verkündet, dass 645 Milliarden Pfund in Anleihekäufe investiert werden.

Das Coronavirus breitet sich in England rasant aus. Es gibt jetzt schon Befürchtungen, dass das angeschlagene britische Gesundheitssystem der kommenden Herausforderung nicht gewachsen sein wird. Es mangelt laut Experten nicht nur an medizinischer Ausrüstung, sondern auch an Personal. Das Militär muss jetzt schon die Krankentransporte zum Teil übernehmen. Der Premierminister Boris Johnson zeigt sich dagegen ganz optimistisch und geht davon aus, dass sein Land innerhalb der nächsten Monate die Epidemie bekämpfen wird. Nicht alle Politiker teilen jedoch seine Meinung, wofür er auch herbe Kritik erntet.

Wird sich das Pfund vor dem Wochenende erholen?

Aktuell (Freitagmorgen) notiert das Pfund zum US-Dollar bei ca. 1,1850. Es gibt viel Dynamik am Markt. Der Kurs konnte sich schon in den letzten Stunden um über 300 Pips wieder nach Norden bewegen. Die Kursschwankungen beim GBP/USD sind momentan enorm. Es ist für die kurzfristigen Trader sehr schwer, das Money-Management anzupassen. Es ist deswegen ratsam, den Hebel zu senken und die Stopps zu erweitern.

Aus technischer Sicht hat das Cable auf jeden Fall noch viel Potential nach oben. Nach den herben Verlusten der letzten Tage, ist ein Rebound längst fällig. Als erstes Kursziel wird jetzt die 1,1900 Marke (23,6 Fibonacci-Level) angesteuert. Sollte auch diese Hürde genommen werden, kann es zum nächsten Ausbruch auf der Oberseite kommen. Viele Short-Trader werden definitiv vor dem Wochenende ihre Positionen glattstellen. Das kann das Pfund zusätzlich stärken. Als nächstes Kursziel sollte dann die Marke von 1,1975 in Augenschein nehmen. Hier sollte man aber die Position schließen oder mit einem Trailing-Stop arbeiten. Gerade beim Pfund vs US-Dollar ist es empfehlenswert, den Trailing-Stop zu benutzen. So hat man die Möglichkeit, das Risiko zu senken, und die Gewinne zu erhöhen.

Wer heute dagegen die Short-Seite favorisieren möchte, muss sich darüber im Klaren sein, dass man eher die „gefährliche“ Richtung wählt. In diesem Fall sollte man die Stopps relativ eng platzieren. Auf der Unterseite hat das Pfund zum US-Dollar zuerst Luft bis 1,1800. So wie sich die aktuelle Entwicklung aber zeigt, stehen die Chancen auf eine Erholung für das Pfund höher. Der Daily Pivot Point beim Pfund zum US-Dollar liegt heute bei 1,1563. Es ist eher unwahrscheinlich, dass diese Marke heute von Bedeutung sein wird.
Wichtig zu beachten sind die Wirtschaftsdaten, die am Nachmittag aus den USA veröffentlicht werden. Es kann auch zu einer Korrelation mit EUR/USD kommen.

Das Pfund mit eienr deutlichen Erholung

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Das Pfund nach der Zinssenkung der Bank of England



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