Devisen

Pfund im Abwärtsstrudel – Bank of England sorgt für weiteren Abrutscher

Das britische Pfund ist diese Woche im Abwärtsstrudel. Die letzten Tage herrschte jede Menge Chaos. Erst entschied das oberste britische Gericht, dass die Zwangspause für die Parlamentarier illegal war. Das freute die Pfund-Bullen für einen ganz kurzen Augenblick. Als die Abgeordneten dann zurückkehrten in das House of Commons, war das Chaos schlimmer als jemals zuvor in Sachen Brexit. Und heute?

Pfund Scheine Beispielfoto
Foto: pixabay / moneycortex

Ein Mitglied des „Monetary Policy Committee“ der Bank of England namens Michael Saunders hat sich heute geäußert über die schlechte wirtschaftliche Lage auf der Insel, und auch über den weltweiten konjunkturellen Abschwung. Die große Unsicherheit bezüglich des Ausgangs des Brexit laste ebenfalls auf der britischen Volkswirtschaft. Daher könne es bald angemessen sein die Kreditkosten für Unternehmen und Haushalte zu senken. Und zack, da ist sie, die Zinssenkungsphantasie für Großbritannien. Sie hat das Pfund heute gegen den US-Dollar um gut 60 Pips schnell nach unten gebracht. Der folgende Chart zeigt das britische Pfund gegen den US-Dollar seit dem 17. September. Seit Ende letzter Woche ist der Kurs von 1,2570 auf heute im Tief 1,2271 gefallen. Aktuell notiert das Pfund bei 1,2310, also leicht erholt. Aber das totale Chaos in London sowie diese Notenbanker-Aussage lasten schwer auf dem Pfund, zumindest aktuell zum Wochenausklang.

Pfund vs US-Dollar seit dem 17. September

Und sonst? Gibt es was Neues in Sachen Brexit? Aktuell hört man von Sprechern des Premier Johnson, dass es wohl kein zweites Referendum geben wird (weil die Opposition sich dagegen stellt?). Man strebe weiterhin den 31. Oktober als Austrittsdatum an. Ach ja, fragen wir… wie denn? Ohne Deal geht das nicht laut neuem Gesetz. Und ein Deal ist aber auch nicht in Sicht. Laut Johnson arbeite man an einem Deal, und man wolle auch einen Deal. Man werde die EU am 31. Oktober verlassen. Tja, nur wer was wie wo verhandelt denn gerade über welche Inhalte? Ein großes Rätsel. Jean-Claude Juncker stellt in einem heutigen Interview klar, dass die Briten schuld seien, wenn es keine Einigung für einen Deal gebe. Aber ein Brexit ohne Deal wäre eine Katastrophe.



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