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Devisen

Pfund mit dramatischer Schwäche – die große Wette gegen den Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Das britische Pfund ist nun seit zehn Wochen am Stück am Fallen. Und das in Relation zum Euro! Hier erkennt man die aktuelle Schwäche des Pfund. EURGBP steigt seit zehn Wochen von 0,85 auf 0,8983. Eine klare und nachhaltige Abwertung des Pfund Sterling! Ganz aktuell kommt noch hinzu, dass die Bank of AmericaML ihre BIP-Prognosen für UK reduziert hat. Noch wichtiger: Man hatte bisher angenommen die Bank of England würde in 2020 ihren Leitzins anheben. Jetzt spricht von von zwei Zinssenkungen, eine in 2019 (November) und eine in 2020.

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Euro vs Pfund seit 2017

Pfund vs US-Dollar

Liest man aktuelle Analysten-Kommentare, dann sind die Aussichten zum Brexit düster. So sehen wir „Unwissenden“ bei FMW das auch. Es gibt für die Briten keinen vernünftigen Ausweg im Brexit-Chaos. Zumindest ist derzeit keiner erkennbar. Nach der Sommerpause ist man in Windeseile im Oktober angekommen, wo die verlängerte Austrittsfrist ausläuft. Dann ist wohl Boris Johnson als Premier im Amt, und es gibt zumindest derzeit keine Hoffnung, dass sich die Lage entspannt.

Schaut man auf das britische Pfund gegen den US-Dollar, erkennt man nicht die selbe Schwäche wie gegen den Euro. Dies liegt aber nur an einer Dollar-Schwäche, weil die Federal Reserve wohl demnächst die Zinsen senken wird. Der schwache Dollar drückt also gegen das schwache Pfund, so dass man im folgenden Langfristchart sehen kann, dass das Pfund nicht nach unten durchrutscht. Die Marke von 1,2480 im GBPUSD hatten wir in den letzten Wochen schon oft besprochen. Sie wurde bereits in den letzten Tagen leicht unterschritten. Aber momentan hängt das Pfund bei 1,2527 gegen den US-Dollar. Viel hängt bei diesem Währungspaar von den US-Zinsen ab und von der Wahl von Boris Johnson Ende Juli. Aber man schaue nochmal auf den Chart weiter oben im Artikel. Hier ist die tatsächliche Schwäche des britischen Pfund besser erkennbar (spiegelverkehrt, weil dort Euro vs Pfund gezeigt wird).

Pfund vs USD seit 2017

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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