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Devisen

Pfund schmiert weiter kräftig ab – Johnson auf Konfrontationskurs

Claudio Kummerfeld

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am

Britisches Pfund Beispielfoto

Das britische Pfund schmiert nach einer desaströs schlechten Woche auch heute erneut kräftig ab gegen den US-Dollar. Heute um 13 Uhr fand es sein Tief bei 1,2903. Seitdem kommt es etwas zurück auf aktuell 1,2941. Aber man schaue sich mal das große Bild an, den Chart seit dem überragenden Wahlsieg von Boris Johnson und seinen Konservativen, die eine deutliche Mehrheit im Unterhaus in London errangen. Nach einer kurzen Euphorie imPfund stürzte der Kurs vom Hoch von über 1,35 gut 600 Pips ab, und das in gerade mal 7 Börsentagen. Das ist eine dramatische Bewegung, die heute fortgesetzt wird.

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Am Freitag wurde im Unterhaus zementiert, was vorher vermutet wurde. Eine Verlängerung der Übergangsphase ist nicht mehr möglich. EU und UK müssen also bis Ende 2020 ihr Freihandelsabkommen beschließen, sonst gibt es doch noch einen harten Brexit ohne Vertrag ab Januar 2021. Dem Markt wurde die letzten Tage immer klarer, dass es noch jede Menge Probleme rund um den Brexit gibt, und dass Boris Johnson auf Konfrontation zur EU gehen muss, um nach dem Brexit Geschäft auf die Insel zu locken. Er muss letztendlich in diversen Bereichen der Wirtschaft (Steuern, Vorschriften etc) für Unternehmen attraktivere Angebote machen, damit in Großbritannien investiert wird, und nicht auf dem Festland.

Das riecht nach verdammt vielen Schwierigkeiten in diesen sehr knapp bemessenen elf Monaten, die für ein hochkomplexes Freihandelsabkommen sehr knapp bemessen sind. Heute kommt für das Pfund verschärfend hinzu, dass Boris Johnson sich nach dem Brexit offenbar nicht mehr an die Regeln der EU halten will – auch wenn UK noch 11 Monate lang im Binnenmarkt bleiben wird. Das riecht nach verdammt viel Ärger im gesamten Jahr 2020. Vermutung: Will Johnson absichtlich auf Konfrontation zu Brüssel gehen, um für UK ein möglichst gutes Freihandelsabkommen rauszuholen? Nach dem Motto „Akzeptiert meine Bedingungen, sonst senke ich die Unternehmenssteuern auf der Insel dramatisch, und ihr bekommt Probleme“? Die Lage für das Pfund bleibt mehr als wacklig!

Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle auch eine interessante Meinung zu dem Thema.

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Britisches Pfund vs US-Dollar seit dem 11. Dezember

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Jan

    23. Dezember 2019 17:49 at 17:49

    Flieg Pfündchen, fliiieeeeg!!! 🐥

  2. Avatar

    Torsten

    27. Dezember 2019 09:15 at 09:15

    “Pfund”amentaldaten stimmen nicht, aus 1/2 Pfund wird 1/4 Pfund

    Goodbye England 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 🙋🏻‍♂️🙋🏻‍♂️

    Welcome Scotland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 ❤️

  3. Avatar

    Michael

    15. Januar 2020 21:10 at 21:10

    Jetzt schnell raus aus der EU, bevor es peinlich wird 😂
    https://www.n-tv.de/politik/Briten-verschwiegen-EU-Mordurteile-article21511180.html

    • Avatar

      Torsten

      16. Januar 2020 06:50 at 06:50

      mich wundert nix mehr bei den Briten, schade das eine kleine Clique den Großteil der Bevölkerung verraten hat

  4. Avatar

    Torsten

    16. Januar 2020 07:16 at 07:16

    Big Brexit Bong – einfach mal googlen – stupid Britain

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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