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Pfund springt auf höchsten Stand seit Juni 2018 – Johnson mit Erdrutschsieg, Brexit voraus

Symbolfoto für den Brexit

Das britische Pfund schießt in die Höhe! Und für Jeremy Corbyn ist der heutige Morgen eine Mega-Katastrophe! Boris Johnson erringt mit den Konservativen einen so nicht vorhergesehenen Erdrutschsieg bei den britischen Parlamentswahlen. Bei 650 Wahlkreisen liegt die Mehrheit bei 326 Stimmen. Johnson holt nach aktuellster Auszählung mit 363 Parlamentssitzen eine klare absolute Mehrheit. Corbyn bekommt nur 203 Sitze. Damit sind die politischen Verhältnisse in Großbritannien endgültig geklärt, und auch zementiert! Unklarheiten zur britischen Brexit-Politik wird es nun nicht mehr geben.

Wie Boris Johnson vorhin sagte, werde Großbritannien die EU am 31. Januar 2020 „ohne Wenn und Aber“ verlassen. Ein zweites Referendum zum Brexit sei ausgeschlossen. Aber, was man nicht vergessen darf: Die Schottische Nationalpartei ist bei dieser Wahl in Schottland noch stärker geworden. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es in Schottland ein zweites Referendum über einen Austritts Schottlands aus dem Staatengebilde namens Großbritannien geben wird, nimmt deutlich zu. Und dieses Mal könnte eine Mehrheit der Schotten für einen Austritt stimmen, da die Schotten auf jeden Fall in der EU verbleiben möchten! Das könnte noch echte Probleme geben!

Das Pfund haussiert

Aber erst einmal ist die Lage glasklar. Boris Johnson wird die Insel in Kürze aus der EU führen, mit dem von ihm jüngst ausgehandelten Kompromiss mit Brüssel. Das britische Pfund freut sich. Es haussierte schon seit Tagen, aber was jetzt geschah, war dennoch nicht für die Devisen-Trader vorauszusehen. Das Pfund steigt aktuell auf den höchsten Stand seit Sommer 2018 gegen den US-Dollar. Ab gestern Abend 23:00 Uhr deutscher Zeit, als die Wahllokale schlossen und die ersten Nachwahl-Befragungen veröffentlicht wurden, war klar, dass Boris Johnson haushoch gewinnen würde. Von 1,3172 sprang Pfund vs USD heute Nacht sofort auf 1,3513 in der Spitze. Aktuell notiert das Währungspaar bei 1,3420. Immer noch gut 250 Pips höher als gestern Abend! Wow, was für eine Euphorie.

Dabei vergisst man vielleicht: Ab Februar hat Boris Johnson dann in einer elfmonatigen Übergangsphase bis Ende 2020 Zeit, als ausgetretenes Land mit der EU erst mal einen Handelsdeal auszuhandeln und abzuschließen! Das kann noch heiter werden. Aber wenigstens, so möchte man sagen, hat er eine ganz klare politische Rückendeckung. Das Theater in London ist vorbei, und es herrschen klare Verhältnisse. Dass es endlich voran geht, fast schon egal wie – darüber freut sich der Devisenmarkt wohl aktuell. Wenn man sich da nicht zu früh gefreut hat?

Pfund vs USD in den letzten zehn Tagen
Pfund vs USD in den letzten zehn Tagen.

Pfund vs USD in den letzten zwei Jahren
Pfund vs USD in den letzten zwei Jahren.

Genau so wie der US-Dollar verliert aktuell auch der Euro deutlich gegen das Pfund. EURGBP verliert über Nacht von 0,8450 auf jetzt 0,8320. Es ist der tiefste Stand von EURGBP seit April 2017. Im folgenden Chart sieht man Euro vs Pfund im Verlauf der letzten vier Jahre.

EURGBP im Verlauf der letzten vier Jahre



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10 Kommentare

  1. ….renn Pfündchen, renn😁

    1. 200 Punkte Gewinn mit EURGBP-Long und 300 Punkte Gewinn mit GBPUSD-Short seit gestern. Beide Trades soeben durch TP beendet 🤪
      Renn Pfündchen, renn gen Süden, wo es warm und mild ist 😂

    2. ….renn Pfündchen, renn😁

  2. ‚Wenn man sich da nicht zu früh gefreut hat?‘
    Es gibt heute immer 2 Möglichkeiten: Entweder wurde jemand demokratisch gewählt, und zwar politisch korrekt, oder die Leute sind dumm und werden es noch bereuen.

    Jetzt geht das schon wieder los. Ihr seid dumm, wenn ihr die EU verlaßt usw. Irland hat sooft gewählt, bis es rein wollte. Das ist bei GB jetzt nicht mehr möglich. Er hat etwas Charisma, mag man ihn oder nicht.
    https://www.youtube.com/watch?v=an6rjBDE6zA
    Und lustig ist er oft:
    https://www.youtube.com/watch?v=E9KCPGRniD0

    1. Liebe Sabine, ich verstehe diese Argumentation der sog. Experten, lagen sie bei jedem Argument total daneben, ganz zu schweigen von der Demoskopie.
      Sicher ist, dass Deutschland der grosse Verlierer ist:die wichtige Nordachse gibt es nicht mehr. Die Südländer haben die Mehrheit. Die Visegaed-Staaten sind gestärkt. Auf uns kommen neue Kosten zu; s. Auch die Kosten des Green Deals… Es wird dramatisch… Schon bald.

      1. Könnten Sie diese plumpe Anbaggerei lassen?
        Ich bin nicht ihre Sabine und will mit Ihnen auch nichts zu tun haben. Gar nichts.
        Ich mach alles falsch und Sie haben immer recht. Sind Sie zufrieden? Nein, eklig.

        Lassen Sie mich einfach in Ruhe und schreiben Ihre Kommentare udn baggern andere Leute an. Sie haben ja viel mehr Zeit als ich und können hier die Kommentarfunktion zuballern. Ich lese Ihren … auch gar nicht. Also sprechen Sie doch andere Leute an. Z.B. „Liebe Leser, die Sabine hat alles falsch gemacht.“ oder so ähnlich. Ihnen fällt sicher etwas ein, sie haben ja viel Zeit.

        1. Liebe Sabine, geht es Ihnen gut? Das klingt übel, ich mach mir Sorgen 🤭

  3. Sie verwechseln mich, ich habe noch nie auf einen Kommentar von Ihnen reagiert. Ich schreibe sehr, sehr selten Kommentare

    1. @Peter, unser Sabinchen ist derzeit sehr angespannt. Zuviel Gegenwind von linker Seite und 86 Cent mehr Rundfunkbeitrag pro Monat machen ihr zu schaffen. Mehr als 10.000 erfasste und jederzeit nachvollziehbare Falschaussagen ihres republikanischen USA-Helden und Kritik am halbtoten Empire-Grabenkämpfer, Aufwind für Klimaschutz und die Entlarvung systematischer Betrüger-Netzwerke in der deutschen Auto-Vorzeige-Industrie müssen erst einmal verkraftet werden. Bitte haben Sie etwas Verständnis für emotionale Übersprungsreaktionen 🤯

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