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Pfund steigt kräftig an – Angela Merkel hat gesprochen!

Claudio Kummerfeld

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Aktuell steigt das britische Pfund gerade kräftig an! Gestern war Boris Johnson bei Angela Merkel zu Gast, und sagte schon da, dass man auch kurzfristig eine Lösung im Brexit-Streit um Nordirland finden könne. Und jetzt? Nach übereinstimmenden Berichten gab es vor wenigen Minuten die Äußerung von Angela Merkel, dass man selbst noch am 31. Oktober (angeblich die allerletzte absolute totale Deadline für Brexit) eine Lösung für den Backstop finden könnte. Man könne eine Lösung finden, die auch gleichzeitig die Integrität des EU-Binnenmarktes sicherstelle. Und zack, Merkel jagt das britische Pfund kräftig nach oben!

Gegen den US-Dollar steigt GBP aktuell um 87 Pips, und Euro vs Pfund fällt aktuell um 90 Pips. Damit sind „erst einmal“ die Ängste vor einem ins Bodenlose fallende Pfund vom Tisch gewischt. Aber ändert sich das schnell wieder, wenn Präsident Macron sich heute Abend nach dem Besuch von Boris Johnson in Paris ganz anders äußert als Merkel?

Pfund vs USD seit 16. August
GBP vs USD seit 16. August.

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Michael

    22. August 2019 16:30 at 16:30

    All-in-Short bei EMA 200 im 4-Stunden-Chart. Danke Angie, hoffentlich versaut es heute Abend nicht noch der Emmanuel ;)

  2. Avatar

    Marko

    22. August 2019 17:12 at 17:12

    Ein harter Brexit, bedeutet einen Ausstieg und zwar einen „harten“ aus Europa. Ein harter Brexit, würde folgendes bedeuten :

    Eine Abwertung von GB-auf CCC-Level (das ist im Level ungefähr so „hoch“ wie Botswana usw…),

    Ein harter Brexit würde folgendes bedeuten : Den Briten können wir (als Markt) nicht mehr vertrauen ! (und das wäre mit Abstand das Allerschlimmsste… !!!

    Schottland dürfte denen mit Sicherheit „wegbrechen“)

    Und das hier, sollte man eigentlich nicht machen, haben wir das verstanden… ?

    Wollt ihr das wirklich, liebe Briten… ?

    Und für den Brexit gibt es nur eine Lösung – den Ausstieg vom „Brexit“

    • Avatar

      joralari

      22. August 2019 18:01 at 18:01

      am heutigen Tag betrachtet hast du vielleicht recht!

      Wie würde es aussehen, wenn in paar Monaten der EU-Raum (+ EURO) gewaltig Probleme bekommt, aber die Britten nach anfänglichen Probleme frei von jeglichen noch unentdeckten kritischen EU-Leichen sind?
      Welchen Ort (Anleihen usw.) werden die Investoren suchen?

  3. Avatar

    Shong09

    22. August 2019 17:52 at 17:52

    Wovor haben Sie Angst Mr Marko? Dass es den Briten ohne EU zu gut geht? Gönnen Sie es Ihnen doch. Und den Fachqualifizierten, die dann anschließend das Weite (in GB) suchen.
    Falls Sie gewisse Gebiete dadurch verlieren, würde das wahrscheinlich in Kauf genommen, und sich trotzdem lohnen.

    • Avatar

      Johannes

      22. August 2019 19:23 at 19:23

      Woher wollen Sie jetzt schon wissen, ob sich irgendetwas irgendwann für die Briten lohnen wird? Es ist ein Präzedenzfall mit völlig ungewissem Ausgang. Sollte Schottland wegbrechen, besteht die Gefahr auch bei anderen Mitgliedsländern. Bei einem harten Brexit ohne sinnvolle Lösung für Nordirland droht Chaos und erneutes Aufflammen des Bürgerkriegs. Bei einem geregelten Austrittsabkommen könnten sich nach nach einiger Zeit neue Chancen und Vorteile mit Sogwirkung für andere unzufriedenen Dissidenten entwickeln oder auch nicht. Wir wissen es nicht und können nur raten und spekulieren.

      Sie wissen es anscheinend, wie so viele andere Dinge auch. Bitte erläutern Sie anhand von Fakten und Zahlen, warum es sich trotz des Verlustes von Schottland auf jeden Fall lohnen wird. Vielen Dank im voraus!

  4. Avatar

    Mike Hempel

    22. August 2019 18:51 at 18:51

    Hallo Michael, was heisst bei dir all in short ?

    • Avatar

      Michael

      22. August 2019 20:00 at 20:00

      @Mike Hempel, sorry für den flapsigen Ausdruck. Ich bin noch im Urlaub und kommuniziere die meiste Zeit über Smartphone, wenn überhaupt. Und auf diesem Behelfsgeräten habe ich so gar keine Lust auf lange Erklärungen und komplizierte Wörter ;) Jetzt am Abend kann ich das Notebook nutzen und ein paar Zeilen mehr schreiben.

      Ich bin seit Anfang Mai und letzter Juniwoche mit zwei mittel- bis längerfristigen Shorts dabei, die bereits mit SL bei einigen hundert Pips abgesichert sind. Vermutlich aus Übermut und guter Urlaubslaune schiele ich seit ein paar Tagen auf einen dritten Trade, aber dieses Mal mal ganz untypisch und eher zockermäßig extrem kurzfristig, dafür mit der fünffachen meiner üblichen Positionsgröße. Im konkreten Fall mit 7.5 Lot. SL sitzt bei Break-Even, das Ganze ist einfach eine spaßige Zockerei, weil der heutige Anstieg nur auf Hoffnung und politischem Gefasel von Mutti basierte.

      Die fünffache Positionsgröße und den Zockercharakter des Trades meinte ich mit All-in ;)

  5. Avatar

    Diesel

    22. August 2019 22:39 at 22:39

    Renn Pfündchen, renn…😂

    • Avatar

      Michael

      23. August 2019 14:57 at 14:57

      @Diesel Danke fürs Anfeuern, der alte Klepper Pfündchen ist gut gerannt, oder besser gesagt, gelaufen. 77 Pips gen Süden, gerade so über Ziellinie von 75 gerettet 😂

    • Avatar

      Jan

      23. August 2019 16:46 at 16:46

      Flieg Goldchen, flieeeeeeg… 🚀 😂

      • Avatar

        Diesel

        23. August 2019 20:16 at 20:16

        An dem SHORT wird festgehalten kleiner Hedging!

      • Avatar

        Diesel

        23. August 2019 20:18 at 20:18

        Sinnhaftigkeit vom Hedging verstehen Sie hoffentlich

        • Avatar

          Jan

          23. August 2019 22:26 at 22:26

          @Diesel, natürlich. So wie ich auch die Risiken vom Hedging verstehe.

          • Avatar

            Adam Zipfel

            25. August 2019 09:49 at 09:49

            @leftuti Dann kann deinem Demokonto nichts passieren 😂😂😂

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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