Devisen

Pfund-Trading Ritt auf dem Vulkan – Johnson weicht aus, Autohersteller mit dramatischer Warnung

Wer derzeit im britischen Pfund handelt, reitet auf einem Vulkan – einem derzeit inaktiven Vulkan. Kann man es so am besten formulieren? Seit Monaten begleiten wir die Geschehnisse recht kritisch. Schaut man auf das Gesamtbild des Brexit-Prozesses, dann könnte (oder sollte?) man zu dem Schluss kommen, dass das britische Pfund eventuell (nett formuliert) überbewertet ist.

Pfund hängt immer noch an der Kante aus Dezember 2018

Schaut man im Währungspaar Pfund vs US-Dollar auf das große Bild, dann hängt das Pfund immer noch an seiner Kante von grob gesagt 1,25. Vor gerade mal einer Woche hatte der Kurs exakt dieses Niveau von 1,25 erreicht. Bis heute ist der Kurs aber wieder auf 1,2711 gestiegen. Geholfen hat natürlich die Zinssenkungsphantasie in den USA, die den Dollar schwächte. Es war also nicht wirklich eine Pfund-Stärke! Wohin der Pfund-Kurs die nächsten Tage weiter tendieren könnte?

Pfund vs USD seit 2016


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Boris Johnson

Das hängt vor allem davon ab, ob Boris Johnson sich im parteiinternen Wahlkampf (Stichwahl) noch verbale Ausrutscher erlaubt. Momentan macht er auf schöne Welt, und spricht von einer Kooperation mit der EU. Und es werde auf gar keinen Fall eine Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland geben, so Johnson. Hat man solche Aussagen schon mal irgendwo gehört? (Rhetorische Frage) Wird er letztlich vor den selben Problemen stehen wie Theresa May? Bricht nach seiner Wahl wieder der Grantler aus ihm heraus? Wie gesagt, das Pfund schlummert als inaktiver Vulkan!

Autohersteller warnen eindringlich

Der britische Automobilverband SMMT richtet heute eine dramatische Warnung an die britische Politik. So werde ein No Deal-Brexit Verzögerungen an der britischen Grenze verursachen, die einen Verlust von 50.000 Pfund pro Minute (!) für die britischen Autohersteller verursachen würden! Wohl vor allem an Boris Johnson gerichtet sagt der Verband, dass es die allerhöchste Priorität eines neuen Premier sein müsse dafür zu sorgen, dass es einen Brexit-Deal gebe (also mit freiem Warenverkehr zwischen UK und EU). Ein Verlust der Automobil-Exporte würde dafür sorgen, dass Großbritannien aus der Top 10-Rangliste der weltweit größten Exporteure herausfalle. Man würde dann hinter Ländern wie Belgien, Kanada und Russland rangieren. Mehr Aussagen von SMMT hier im Wortlaut:

Combined with WTO tariffs, which for trade in passenger cars alone amount to £4.5 billion a year, this would deliver a knockout blow to the sector’s competitiveness, undermining a decade of extraordinary growth.

Thanks to the free and frictionless trade afforded by the customs union and single market, automotive trade value has risen by 118% since the global financial recession, from £47 billion in 2009 to £101 billion last year. Over the same period, car production increased by more than half, with more than eight in 10 vehicles bound for export – the majority to the EU. 3.3 million new cars are traded between the UK and EU each year, while the UK exports some £5.2 billion worth of components and £2.9 billion of engines to help build vehicles across the continent.

Addressing an audience of business leaders and government officials at the industry’s annual International Automotive Summit in London today, Mike Hawes, SMMT chief executive, said,

Automotive matters to UK trade and to the economy, and this report shows that, if the right choices are made, a bright future is possible. However, ‘no deal’ remains the clear and present danger. We are already seeing the consequences of uncertainty, the fear of no deal. The next PM’s first job in office must be to secure a deal that maintains frictionless trade because, for our industry, ‘no deal’ is not an option and we don’t have the luxury of time.

Automotive is the UK’s single biggest exporter of goods, trading with some 160 countries worldwide, and accounting for more than 14% of total exports. The sector is one of the country’s most valuable economic assets, directly employing 168,000 people,2 supporting communities and delivering an annual £18.6 billion to the public purse. Leaving the EU without a deal would jeopardise this, hampering government’s ambitions to boost global exports and GDP. Without automotive, the UK would lose its hard-won status as the world’s 10th biggest exporter of goods, falling to 14th place behind Belgium, Canada, Mexico and Russia.



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