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Devisen

Pfund im freien Fall – aktuell „nur“ Verschnaufpause? Deal-Hoffnung?

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Das britische Pfund fällt, und fällt, und fällt. Und das, während die Parlamentarier ihre Sommerpause machen, und man von Boris Johnson kaum etwas neues hört. Zwar hört man derzeit von ihm Neuigkeiten (Schaffung vieler neuer Gefängniszellen, Gratulation an die Muslime zu ihrem wichtigsten Feiertag etc), aber in Sachen Brexit hört man aktuell nichts Neues. Denn wie gesagt, ohne die Parlamentarier kann er eh nicht viel machen, und die liegen derzeit am Strand.

Fallendes Pfund

Aber das britische Pfund fällt weiter. Am Freitag gab es dazu auch einen guten Anlass. Diverse Wirtschaftsdaten wurden Freitag früh veröffentlicht (unter anderem das BIP), und die fielen ziemlich mies aus. Und so rauschte das Pfund gegen den US-Dollar am Freitag weiter in den Keller von 1,2130 auf bis zu 1,2014 gestern Abend zum Handelsstart (GBPUSD im Chart seit letztem Dienstag).

Pfund vs USD seit letztem Dienstag

Aktuell notiert das Pfund vs USD bei 1,2063. Ist dieses aktuelle Ansteigen nur eine kleine Verschnaufpause im weiteren freien fall des Pfund? Psychologisch gäbe es aktuell nur die große runde Marke von 1,20 als Haltepunkt. Aber sonst? Der Devisenmarkt scheint immer mehr zu realisieren, dass UK auf eine wirtschaftliche Katastrophe zusteuert. Der Verband der britischen Autohersteller zum Beispiel hatte vor Kurzem katastrophale Produktionsrückgänge veröffentlicht, und die britische Politik eindringlich dazu aufgefordert einen Deal mit Brüssel zu vereinbaren, bei dem es keine Zölle geben darf. Aber so richtig scheint das Boris Johnson nicht zu interessieren. In seinem Twitter-Channel sprüht er nur so von Optimismus, Floskeln ohne Ende über eine schönere, bessere Zukunft für UK außerhalb der EU. Aber Inhalte oder konkrete Problemlösungen werden nicht präsentiert.

Hoffnung?

Aktuell wird bekannt, dass laut Berichten ein Strategiepapier von Abgeordneten geleakt wurde. Es soll darum gehen verschiedene Maßnahmen zu ergreifen um Boris Johnson davon abzuhalten seine „do or die“-Strategie umzusetzen. Gemeint ist damit seine Hardliner-Strategie, dass die EU den Briten entweder einen viel besseren Deal zubilligt als bisher, oder es komme eben zum harten Brexit. Das wollen offenbar zahlreiche Abgeordnete nicht zulassen. Dabei soll es um ein Misstrauensvotum gehen, neue Gesetze und letztlich vielleicht auch Neuwahlen. Dieses Papier gibt dem Pfund ganz aktuell ein klein wenig Auftrieb.

Wie gesagt, seit dem Tief von Pfund vs USD heute Nacht bei 1,2014 ist es bis jetzt um 50 Pips gestiegen. Es ist gut möglich, dass diese Hoffnung nur von kurzer Dauer ist, und die aktuelle Mini-Euphorie wieder verpufft. Aber schauen wir mal aufs große Bild, GBPUSD seit September 2018. Man sieht am Ende des Charts den monatelangen Abwärtstrend. Dieses aktuelle Mini-Plus ist überhaupt nicht erkennbar. Also, erleben die Pfund-Trader aktuell nur eine winzige Verschnaufpause auf dem Weg nach unten? Mit Sicherheit kann man das nicht sagen.

Pfund vs USD seit September 2018

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Aktuell: USA-China-Gespräche im Weißen Haus – Update 22:06 Uhr mit Trump-Aussage

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Vor wenigen Minuten hat die chinesische Delegation das Weiße Haus betreten zu Gesprächen über eine Lösung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Hier die wichtigsten Infos in Kurzform. Bitte aktualisieren Sie diesen Artikel für neue Infos.

Angeblich Teil-Deal für „Waffenstillstand“ im Handelskrieg, damit Donald Trump und Xi Jinping später im in diesem Jahr echten Deal vereinbaren können.

Kleiner Deal für Waffenstillstand könne dafür sorgen, dass geplante Zollanhebungen erstmal nicht in Kraft treten.

Update 21:05 Uhr:

Gleich ist es soweit. Presse soll wohl gleich ins Oval Office kommen.

Update 21:38 Uhr:

WH lässt Reporter zappeln. Vermutung: Man wartet bis 22 Uhr deutscher Zeit, bis die US-Aktienmärkte geschlossen haben?

Update 21:41 Uhr:

Trump: Erster Schritt eines Deals mit China, Abschluss Mitte November. Solange dauert es den Deal schriftlich zu fixieren. Deal beinhaltet:

– Geistiges Eigentum
– Finanzdienstleistungen
– Große Käufe von Agrargütern
– Devisenkurse

„Sell on good news“? Dow fällt in letzten 10 Minuten um 120 Punkte.

Update 21:53 Uhr:

Finanzminister Mnuchin: Zölle gegen China werden nächste Woche nicht erhöht.

Update 21.58 Uhr:

US-Handelsbeauftrager Lighthizer: Wir werden einen aufwändigen Konsultationsprozess zur Durchsetzung der Vereinbarungen haben, und sind auf die letzten Details angewiesen, was passiert, wenn es keine Lösung gibt. FMW: Also noch jede Menge offene Fragen und Probleme, und jede Menge Raum für Trump um böse Tweets abzusetzen? Fällt der Dow deshalb vom Top von vorhin aktuell um 150 Punkte?

Trump: Er denkt nicht, dass das Abkommen in den nächsten Wochen bröckeln wird, obwohl das passieren könnte.

Aktuelle Zollanhebungen entfallen, aber für Dezember noch keine Entscheidung (FMW: Na, das kann ja ein heiteres Chaos geben in den nächsten Wochen).

Huawai noch nicht Teil der heutigen Vereinbarung.

Update 22:06 Uhr:

Kurz-Fazit in Frageform: USA tauschen kurzfristig im Oktober Sojabohnen gegen Zollaussetzung? Und dann für November und Dezember bleibt man noch schön unverbindlich? Jede Menge offene Fragen. Dow hat in den letzten 30 Minuten 200 Punkte verloren.

Trump: Ab Mitte November soll dann Phase 2 des Deals mit China folgen usw. Es sei besser so einen Deal in einzelnen Abschnitten umzusetzen. Im Klartext: Man konnte sich einfach in vielen Punkten nicht einigen, und verschiebt die Probleme in die Zukunft?

Weißes Haus in Washington DC

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Devisen

Rüdiger Born: Toller Dax – auch Dow und CAD in der Besprechung direkt am Chart

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Der Dax hat sich wirklich toll entwickelt am heutigen Freitag. Die aktuelle Charttechnik bespreche ich direkt am Bildschirm im folgenden Video, und wie zum Beispiel eine mögliche Gegenbewegung verlaufen könnte. Auch den Dow und den kanadischen Dollar schaue ich mir an. Die Conti-Aktie ist heute mein Trade des Tages. Die genauen Details der Analyse sowie die Texte der nächsten Tage können Sie vollständig kostenlos einsehen nach Anmeldung an dieser Stelle.

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Aktuell: EU mit offizieller Erklärung zu Brexit-Verhandlungen

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Die EU-Kommission hat vor wenigen Minuten ihre offizielle Erklärung zum aktuellen Stand der Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien veröffentlicht. Das Meeting mit dem britischen Chefverhandler heute früh sei konstruktiv gewesen. Michel Barnier, der EU-Chefverhandler, habe bereits die Abgesandten der 27 Mitgliedsstaaten informiert, und werde heute auch noch das EU-Parlament unterrichten. Man habe mit UK vereinbart „in den nächsten Tagen die Gespräche zu intensivieren“. Die Position der EU bleibe unverändert. Man brauche eine tragfähige Lösung für Nordirland (sinngemäß zusammengefasst). Tja, das bedeutet? Es kann sein, dass es in Wirklichkeit gar keine Annäherung und keinerlei Fortschritt gibt. Oder es gibt tatsächlich eine Annäherung. Also wird eine Entscheidung im Brexit-Debakel auf nächste Woche verschoben. Die Zeit bis zum EU-Gipfel ab Donnerstag nächster Woche wird also immer knapper. Das Pfund (als Gradmesser für die Auswirkungen auf UK) kann in den letzten Minuten gegen den US-Dollar auf sehr hohem Niveau 20 Pips zulegen, und gegen den Euro um 10 Pips.

Hier der Text der EU-Kommission im Wortlaut:

Michel Barnier, the European Commission’s Chief Negotiator, had a constructive meeting this morning with Steve Barclay, the UK Secretary of State for Exiting the EU.

This afternoon, Michel Barnier debriefed the EU27 Ambassadors. He will shortly inform the European Parliament’s Brexit Steering Group.

The EU and the UK have agreed to intensify discussions over the coming days.

The EU’s position remains the same: there must be a legally operative solution in the Withdrawal Agreement that avoids a hard border on the island of Ireland, protects the all-island economy and the Good Friday (Belfast) Agreement in all its dimensions, and safeguards the integrity of the Single Market.

The Commission will take stock with the European Parliament and Member States again on Monday in view of preparing the General Affairs Council (Article 50) on Tuesday morning.

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