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Pfund vs US-Dollar: Coronavirus – Großbritannien bald das zweite Italien?

Agata Janik

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Die aktuelle Entwicklung beim Pfund zum US-Dollar spiegelt sehr gut die Krise durch das Coronavirus in Großbritannien wider. Das Währungspaar konnte sich zwar zum Wochenabschluss zwischenzeitlich leicht erholen, doch die Inselwährung bleibt weiter angeschlagen. Am Freitagvormittag haben die Long-Händler vergeblich versucht, den wichtigen Widerstand bei 1,1875 zu durchbrechen. Diese Hürde hat gehalten – und die Enttäuschung ließ nicht mehr lange auf sich warten. Anschließend wurde das Pfund wieder abverkauft und der Kurs erreichte in Low am Freitag die Marke von 1,1540.

Das Coronavirus scheint für Großbritannien zu einer enormen Herausforderung zu werden. Das angeschlagene Gesundheitssystem scheint mit der aktuellen Situation jetzt schon überfordert zu sein. Es fehlt sowohl an medizinischer Ausrüstung als auch an Personal. Laut Statistiken sollen afrikanische Länder teilweise medizinisch besser ausgerüstet sein als die ehemalige Weltmacht.
Die Nachrichten, die uns aus England erreichten, sind erschreckend. Obwohl Großbritannien in der Pandemie ca. zwei Wochen hinter Italien liegt, kann man jetzt schon vermuten, dass die Situation dort bald ähnlich oder noch schlimmer sein wird. Aktuell gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 5745 Infizierte und 282 Todesfälle.

Für die dramatische Entwicklung wird Boris Johnson zum Teil mitverantwortlich gemacht. In seiner arroganten Art habe er laut Experten die Lage zu lange ignoriert und weggesehen. Auch die Maßnahmen, die er im Kampf gegen das Coronavirus getroffen hat, wären viel zu spät und viel zu schwach gewesen. Wenn er die Epidemie bald nicht in den Griff bekommt, kann es ihn seine politische Karriere kosten.

Das britische Pfund reagiert dementsprechend. Obwohl die Lage in den USA auch nicht viel besser aussieht, kann sich der US-Dollar dennoch gegen das Pfund, wie auch gegen die anderen Majors momentan noch durchsetzen.

Das Pfund zum US-Dollar bleibt angeschlagen

Aktuell notiert das Pfund vs US-Dollar bei ca. 1,1540. In der asiatischen Session heute Nacht, konnte das Cabel zwar leicht steigen, doch diese Reaktion war nur von einer kurzen Dauer. Es wird heute von großer Bedeutung sein, ob die Marke von 1,1565 halten bzw. wieder erobert wird.  Die Indikatorenlage im mittelfristigen Bereich ist immer noch negativ gestimmt, was weitere Kursverluste vermuten lässt. Unter der 1,1600 („big figure“) wird sich der übergeordnete Abwärtstrend weiter fortsetzen. Die Bären werden wieder aktiv werden und den Preis nach unten drücken. Als nächstes Kursziel kann man die Unterstützung bei 1,1500 Marke in den Blick nehmen.
Hier sollte man aber langsam über die Gewinnmitnahmen nachdenken. Es ist davon auszugehen, dass auch in der heutigen Handelssitzung beim GBP/USD zu großen Schwankungen kommen kann.
Auf der Oberseite wartet auf das Währungspaar der erste signifikante Widerstand bei 1,1700 und dann bei 1,1761. Sollte auch diese Hürde brechen, werden die Bullen die 1,1800 erreichen wollen. Der Daily Pivot Point beim Pfund zum US-Dollar liegt heute bei 1,1667. Natürlich wird der Major auch heute von der Entwicklung an den Wertpapiermärkten mitbeeinflusst, deswegen sollte man die Börsen parallel beobachten. Es kann auch wieder zu einer Korrelation zum EUR/USD kommen.

Das Pfund wegen des Coronavirus in Großbritannien unter besonderem Druck

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Das Pfund im freien Fall - die Krise durch das Coronavirus trifft Großbritannien besonders hart

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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