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Pfund vs US-Dollar: Kann das Cable seine Talfahrt stoppen?

Pfund Bild

Wenn man sich das Chartbild (siehe unten) vom britischen Pfund zum US-Dollar ansieht, dann wird es deutlich, dass auch die britische Währung in den letzten Wochen und Tagen herbe Verluste hinnehmen musste. Die negativen Auswirkungen des Coronavirus werden auch in Großbritannien spürbar. Die Bank of England hat ähnlich wie die FED oder die Reserve Bank of Australia die Zinsen in dieser Woche drastisch gesenkt. Von 0,75% auf 0,25% wurde der Zinssatz in Großbritannien reduziert. Dieses Ereignis hat natürlich auch auf das britische Pfund einen starken Einfluss gehabt. GBP/USD hat innerhalb der letzten drei Handelstage fast 500 Pips verloren! Das ist ein kräftiger Verlust, der auch für das volatile Pfund schmerzhaft zu spüren war. Als gestern der Euro, nach der enttäuschenden Entscheidung der EZB seine Talfahrt fortsetzen musste, hat sich auch eine Korrelation des Pfund gegen den US-Dollar ausgebildet. Das Cable wurde einfach mit in die Panik-Verkäufe reingezogen und musste ebenfalls weiter Federn lassen.

Alleine in der gestrigen Handelssitzung verlor das Währungspaar zwischenzeitlich über 300 Punkte. Wer gestern klug war und mit viel Disziplin gehandelt hat, konnte große Gewinne erzielen. Da das Pfund zum US-Dollar allgemein volatil ist, kann man schon mit kleinerem Hebel und somit mit weniger Risiko schnelle Profite machen. Das Coronavirus breitet sich auch in Großbritannien weiter aus und stellt das Land ebenfalls vor große Herausforderungen. Aktuell gibt es dort über 450 infizierte Personen, die offiziell bestätigt wurden. Die Dunkelziffer wird auch dort wahrscheinlich viel höher sein. Umso interessanter ist die Frage, warum US-Präsident Donald Trump das Einreiseverbot für alle europäischen Länder außer für Großbritannien eingeführt hat. Auf diese Frage werden wir vermutlich keine Antwort erhalten.

Der Ausblick für heute für das Pfund zum US-Dollar

Aktuell befindet sich das Pfund zum US-Dollar wieder in einer Erholungsphase. Das Währungspaar konnte schon heute Nacht in der asiatischen Session seinen Rebound starten. Nachdem die signifikante Unterstützung bei 1,2528 gehalten hat, haben die Händler angefangen ihre Short-Positionen zu schließen und neue Kauforders am Markt zu platzieren. Vorhin notierte das Pfund vs US-Dollar erneut über 1,2600 (aktuell 1,2560). Auch die anderen Währungspaare in die das Pfund involviert ist (wie GBP/JPY oder GBP/CHF) haben eine ähnliche Entwicklung erfahren. Es ist ratsam auch heute, die Entwicklung beim Euro zum US-Dollar parallel mit zu verfolgen, denn es kann zwischen den beiden Majors erneut zu einer Korrelation kommen.

Aus technischer Sicht hat das Pfund zum US-Dollar nach den herben Verlusten der letzten Tage viel Potential auf der Oberseite. Viele Händler, die den Abwärtstrend gehandelt haben, werden jetzt vor dem Wochenende ihre Short-Positionen schließen. Das wird dazu führen, dass das Pfund weiter an Stärke gewinnen wird. Auf der Oberseite wartet auf das Cable der erste wichtige Widerstand bei 1,2668 (23,6 Fibonacci Retracement). Sollte auch diese Hürde heute genommen werden, wird der Major die 1,2700 Marke ansteuern. Da dieser Bereich jedoch als eine starke psychologische Grenze gilt, empfiehlt es sich auf diesem Niveau, die Long-Positionen zu schließen. Auf der Unterseite befindet sich eine wichtige Unterstützung bei 1,2576 (aktuell leicht unterlaufen) und die nächste dann bei 1,2544. Hier wird der Kurs vermutlich vorerst aufgefangen werden. Der Daily Pivot Point liegt beim Pfund vs US-Dollar heute bei 1,2636. Heute Nachmittag werden wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht, die zu einer erhöhten Volatilität beim gesamten USD-Block führen können.

Pfund vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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