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Pfund vs US-Dollar: Warum das Pfund jetzt interessant wird

Ähnlich wie der Euro, konnte auch das Pfund im gestrigen Handel eine leichte Erholung gegenüber dem US-Dollar erfahren. Zuerst bewegte sich der GBP/USD nur seitwärts, doch als der wichtige Widerstand bei 1,1647 brechen konnte, haben die Bullen ihre Chance gesucht und neue Long-Orders am Markt platziert. Der Break-Out war für das Pfund sehr wichtig und hat den Rebound endgültig bestätigt. Die frische Aufwärtsbewegung hat sich schnell beschleunigt, der Kurs stieg bis 1,1783. Am Nachmittag, in der amerikanischen Session, haben die Long-Trader noch versucht, die wichtige Marke von 1,1800 zu erobern, doch dieser Widerstand war vorerst zu stark und konnte nicht erreichen werden. In der asiatischen Session heute Nacht haben es aber die Händler geschafft, und das britische Pfund konnte gegenüber dem US-Dollar weiter an Stärke gewinnen.

Die Corona-Krise hat Großbritannien weiter fest im Griff. Die Situation in den Krankenhäusern wird von Tag zu Tag dramatischer. Das hat inzwischen auch Boris Johnson verstanden und versucht jetzt mit massiven Einschränkungen die Briten dazu zu bewegen, das öffentliche Leben und die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Wer gegen die Verordnungen verstößt, soll hart bestraft werden. Boris Johnson zeigt jetzt Stärke und Entschlossenheit, die seinen politischen Kopf noch retten sollten. Die Kritik, die er momentan von vielen Seiten erfährt, wird seine politische Karriere auf den Prüfstand stellen.

In den USA zeigt sich dagegen Präsident Donald Trump sehr optimistisch und möchte die Einschränkungen in Amerika bald wieder aufheben. Wenn alles nach Plan geht, sollte der Stillstand nur bis Ostern dauern. Danach sollten die meisten Teile des Landes wieder zur Normalität zurückkehren und die Menschen wieder zurück in die Arbeit gehen. Donald Trump möchte mit diesen Schritten die Rezession vermeiden. Die Fakten sprechen aber eine andere Sprache. Die Zahl der Infizierten in den USA steigt rasant an du viele Experten warnen schon davor, dass sich Amerika bald zum neuen Epizentrum der Covid-19-Pandemie entwickeln könnte.

Der Kurs von Pfund zum US-Dollar hat auf diese Nachrichten bis jetzt kaum reagiert. Beide Länder stehen vor einer großen Herausforderung und es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, welche von den beiden Währungen unter der Krise weniger leiden wird.

Wie weit kann das Pfund heute noch steigen?

Aktuell (Mittwochvormittag) notiert das Pfund vs US-Dollar bei ca.1,1936. Aus technischer Sicht hat das Währungspaar weiterhin Aufwärtspotential. Der Bereich von 1,1900 wird für die weitere Entwicklung von großer Bedeutung sein. Sollte dieser signifikante Widerstand, der heute vormittag gebrochen wurde, wird sich vermutlich neue Dynamik entwickeln. Das Pfund wird dann seine Erholung weiter fortsetzen. Nächter Widerstand ist das Niveau bei 1,1938. Hier wird der Kurs vielleicht eine kleine Pause einlegen – wer kurzfristig denkt, kann hier die Gewinne mitnehmen. Sollte auch die 1,1938 „big figure“ brechen, kann das Pfund zum US-Dollar weiter bis 1,1982 steigen.
Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1815. Sollte diese nicht halten können, kann der Kurs bis 1,1800 fallen. Der Daily Pivot Point liegt heute bei 1,1722.
Man sollte auch heute beim Pfund vs USD mit einem volatilen Markt rechnen.

 

Das britische Pfund mit weiterem Aufwertungspotential?

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

 

Boris Johnson unter Druck  - aber das Pfund steigt wieder

 



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