Devisen

Britisches Pfund mit Blick auf den Johnson-Brexit – viel zu hoch bewertet?

Heute wollen wir mal ein Bild auf das „Große Ganze“ werfen. Ist das britische Pfund überbewertet? Und wie sieht die Lage aus, wenn man zurückschaut auf das Brexit-Votum im Jahr 2016? Im folgenden Chart zeigen wir das britische Pfund gegen den US-Dollar seit dem Jahr 2015. Ganz links sieht man den großen Pfund-Crash direkt nach dem Votum der britischen Bürger im Juni 2016. GBPUSD stürzte von 1,48 auf 1,28, und das in nur wenigen Tagen. Im Oktober 2016 gab es dann den nächsten großen Abwärtsschub runter auf 1,15. Wenn man dieses Tief betrachtet, dann sind die Kursniveaus der Jahre 2017-2019 doch gar nicht so schlimm?

Man muss bedenken, dass im Jahr 2016 doch sicherlich alle Beobachter dachten: So, jetzt haben wir entspannt zwei Jahre lang Zeit, damit EU und UK einen schönen neuen Nachbarschaftsvertrag inklusive Handelsabkommen hinbekommen. Aber Pustekuchen, seit drei Jahren herrscht de facto nur Chaos. Und die ersten sechs Monate diesen Jahres belehren uns alle, dass das Chaos sich immer mehr ausweiten kann. Boris Johnson wird aller Wahrscheinlichkeit nach neuer Premier auf der Insel werden.

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Pfund ab Oktober mit richtig viel Action?

Und damit steigen die Chancen eines ungeregelten Brexit im Oktober. Das klingt noch nach viel Zeit. Aber nach der Sommerpause geht es auf einmal ganz schnell, und zack, schon ist der Oktober da. Theresa May hat wirklich viel versucht, aber nichts hinbekommen. Die EU gewährte Aufschübe, und hat eine klare Position. Für UK ist da nichts mehr rauszuholen. Boris Johnson aber wird wohl nur deswegen Premier werden, weil er versprochen hat noch richtig viel für UK rauszuholen in Brüssel, für einen besseren Deal, als May ihn verhandelt hatte. Und darin liegt letztlich das Problem für Großbritannien.

Unter diesem Aspekt und in Relation zum Kursniveau aus 2016 könnte man sagen, dass das Pfund mit derzeit 1,27 gegen den US-Dollar viel zu hoch bewertet ist. Die Zinssenkungsphantasien in den USA, die demnächst Realität werden und den Dollar nach unten drücken, halfen dem Pfund jüngst zwar ein wenig. Aber rechts im Chart sieht man, dass dieser Support keinen wirklich spürbaren Schub im Pfund verursachte – zumindest nicht im großen Chartbild auf mehrere Jahre gesehen! Ab Oktober, wenn UK dann wirklich, total endgültig aus der EU austreten will, könnte die Action im Pfund deutlich zunehmen. Es ist gut möglich (aber keinesfalls sicher), dass es einen neuen Abwärtsschub gibt.

Boris Johnson - das Pfund ist zu hoch bewertet?
Boris Johnson. Foto: Kuhlmann /MSC – https://www.securityconference.de/mediathek/munich-security-conference-2017/image/boris-johnson/ CC BY 3.0 de



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