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Pinterest-IPO: Bewertung deutlich gesenkt: Lyft und Snap mahnen zur Vorsicht!

Claudio Kummerfeld

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Pinterest ist als Foto-Pinnwand ein relativ kleines Soziales Netzwerk, wenn man es in Relation zu Facebook setzen will. Die Nutzergemeinde besteht zu 81% aus Frauen, und genutzt wird Pinterest zu großen Teilen um Bilder an einzelne Themen-Pinnwände „zu heften“ (so richtig ausgedrückt?). Auch sieht man sich als „visuelle Suchmaschine“ für die Entdeckung von Ideen fürs Leben (Reisen etc).

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Pinterest hatte zuletzt 250 Millionen monatliche Nutzer, wovon die Mehrheit von außerhalb der USA stammt. Ende 2018 seien auf bei 4 Milliarden sogenannten „Boards“ 175 Milliarden Pins (also Fotos) gespeichert gewesen. Was unterscheidet Pinterest von Instagram? Man ist eher was für Kreative, für Künstler und speziell nach Themen suchenden Menschen – so möchten wir es formulieren. Bei Instagram geht es ja eher darum den Accounts einzelner Personen zu folgen.

In 2017 wurde Pinterest bei der außerbörslichen Kapitalrunde mit 12 Milliarden Dollar bewertet – damals wurden Aktien für 21,54 Dollar verkauft. Gemäß der gestern präsentierten offiziellen Info zum bald durchzuführenden IPO wird die Gesamtbewertung des Unternehmens aber bei nur noch 9 Milliarden Dollar liegen. Mit einer gestern bekannt gegebenen Preisspanne für die Emission von 15-17 Dollar wird man 1,3 Milliarden Dollar erlösen. Man sieht schon an diesen reduzierten Zahlen, dass die grottige Performance der letzten großen IPO´s aus dem Silicon Valley auf die Bewertung dieses IPO´s drückt.

An welchem Tag genau Pinterest an die Börse geht, steht noch nicht fest. Aber all zu lange sollte es wohl nicht mehr dauern. Letztes Jahr gab es Mutmaßungen in US-Finanzmedien, dass Pinterest die 1 Milliarde Dollar-Marke beim Werbeumsatz knacken würde. Aber für 2018 wurden es nur 756 Millionen Dollar bei einem Verlust von 63 Millionen Dollar (Vorjahr -130 Millionen Dollar). Also: Auch bei Pinterest sollte der Anleger keine Knaller-Entwicklung der Aktie erwarten. Wir möchten nur mal an die Desaster der letzten IPO´s aus dem Silicon Valley erinnern.

Erst vor wenigen Tagen ging der Taxi-Dienstleister und Uber-Konkurrent Lyft an die Börse. Bei einem Emissionspreis von 72 Dollar und einem ersten Börsenkurs am 29. März von über 87 Dollar liegt die Aktie jetzt schon wieder bei 70,23 Dollar (Chart).

Und man denke an das so hoch gejubelte Snapchat. Vor zwei Jahren mit 24 Dollar an der Nasdaq gestartet, war die Euphorie in der Snap-Aktie schnell weg. Sie notiert jetzt knapp über 12 Dollar (Ende 2018 schon bei 5 Dollar im Tief).

Auch in Deutschland kann man gerne mal auf die ach so hippe und dynamische Startup-Fabrik („Inkubator“) namens Rocket Internet schauen. Chef ist Oliver Samwer (frühr bekannt als Jamba-Klingelton-Samwer). Trotz aller Euphorie ist Rocket Internet für Börsianer der ersten Stunde (Aktien-Kauf nach Börsenstart) ein Flop. Von 42 Euro in 2014 ging es bis jetzt runter auf 23 Euro (Chart). Nur weil Tech und Innovation drauf steht, müssen Tech-IPO´s an der Börse noch lange nicht gut laufen. Das zeigen diese Beispiele eindrucksvoll. Pinterest könnte sich hier nahtlos einreihen. Also, Vorsicht!

Pinterest
Der Pinterest-Gründer Ben Silbermann links im Bild im Jahr 2012. Foto: Anya – https://www.flickr.com/photos/pantavila/6840504184/ CC BY 2.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    9. April 2019 16:57 at 16:57

    Was würde Artikel 13 für Pinterest bedeuten?
    Kann es vielleicht sein, dass hier auch noch Probleme auf das Unternehmen zukommen?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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