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Pinterest-IPO: Bewertung deutlich gesenkt: Lyft und Snap mahnen zur Vorsicht!

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Pinterest ist als Foto-Pinnwand ein relativ kleines Soziales Netzwerk, wenn man es in Relation zu Facebook setzen will. Die Nutzergemeinde besteht zu 81% aus Frauen, und genutzt wird Pinterest zu großen Teilen um Bilder an einzelne Themen-Pinnwände „zu heften“ (so richtig ausgedrückt?). Auch sieht man sich als „visuelle Suchmaschine“ für die Entdeckung von Ideen fürs Leben (Reisen etc).

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Pinterest hatte zuletzt 250 Millionen monatliche Nutzer, wovon die Mehrheit von außerhalb der USA stammt. Ende 2018 seien auf bei 4 Milliarden sogenannten „Boards“ 175 Milliarden Pins (also Fotos) gespeichert gewesen. Was unterscheidet Pinterest von Instagram? Man ist eher was für Kreative, für Künstler und speziell nach Themen suchenden Menschen – so möchten wir es formulieren. Bei Instagram geht es ja eher darum den Accounts einzelner Personen zu folgen.

In 2017 wurde Pinterest bei der außerbörslichen Kapitalrunde mit 12 Milliarden Dollar bewertet – damals wurden Aktien für 21,54 Dollar verkauft. Gemäß der gestern präsentierten offiziellen Info zum bald durchzuführenden IPO wird die Gesamtbewertung des Unternehmens aber bei nur noch 9 Milliarden Dollar liegen. Mit einer gestern bekannt gegebenen Preisspanne für die Emission von 15-17 Dollar wird man 1,3 Milliarden Dollar erlösen. Man sieht schon an diesen reduzierten Zahlen, dass die grottige Performance der letzten großen IPO´s aus dem Silicon Valley auf die Bewertung dieses IPO´s drückt.

An welchem Tag genau Pinterest an die Börse geht, steht noch nicht fest. Aber all zu lange sollte es wohl nicht mehr dauern. Letztes Jahr gab es Mutmaßungen in US-Finanzmedien, dass Pinterest die 1 Milliarde Dollar-Marke beim Werbeumsatz knacken würde. Aber für 2018 wurden es nur 756 Millionen Dollar bei einem Verlust von 63 Millionen Dollar (Vorjahr -130 Millionen Dollar). Also: Auch bei Pinterest sollte der Anleger keine Knaller-Entwicklung der Aktie erwarten. Wir möchten nur mal an die Desaster der letzten IPO´s aus dem Silicon Valley erinnern.

Erst vor wenigen Tagen ging der Taxi-Dienstleister und Uber-Konkurrent Lyft an die Börse. Bei einem Emissionspreis von 72 Dollar und einem ersten Börsenkurs am 29. März von über 87 Dollar liegt die Aktie jetzt schon wieder bei 70,23 Dollar (Chart).

Und man denke an das so hoch gejubelte Snapchat. Vor zwei Jahren mit 24 Dollar an der Nasdaq gestartet, war die Euphorie in der Snap-Aktie schnell weg. Sie notiert jetzt knapp über 12 Dollar (Ende 2018 schon bei 5 Dollar im Tief).

Auch in Deutschland kann man gerne mal auf die ach so hippe und dynamische Startup-Fabrik („Inkubator“) namens Rocket Internet schauen. Chef ist Oliver Samwer (frühr bekannt als Jamba-Klingelton-Samwer). Trotz aller Euphorie ist Rocket Internet für Börsianer der ersten Stunde (Aktien-Kauf nach Börsenstart) ein Flop. Von 42 Euro in 2014 ging es bis jetzt runter auf 23 Euro (Chart). Nur weil Tech und Innovation drauf steht, müssen Tech-IPO´s an der Börse noch lange nicht gut laufen. Das zeigen diese Beispiele eindrucksvoll. Pinterest könnte sich hier nahtlos einreihen. Also, Vorsicht!

Pinterest
Der Pinterest-Gründer Ben Silbermann links im Bild im Jahr 2012. Foto: Anya – https://www.flickr.com/photos/pantavila/6840504184/ CC BY 2.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Gixxer

    9. April 2019 16:57 at 16:57

    Was würde Artikel 13 für Pinterest bedeuten?
    Kann es vielleicht sein, dass hier auch noch Probleme auf das Unternehmen zukommen?

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Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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Handelskrieg: Bringen neue Verhandlungen die Wende für den Aktienmarkt?

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Lieber Börsianer,

endlich redet man wieder miteinander! Derzeit befindet sich der chinesische Chefverhandler Liu He in Washington und ringt mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer um einen Kompromiss im zuletzt ausgeuferten Handelskrieg zwischen China und den USA. Der Druck, der auf beiden Seiten lastet, ist enorm. In den USA machen vor allem die Wirtschaftsverbände, aber auch führende Republikaner Druck auf den US-Präsidenten. Man will jetzt endlich eine Annäherung sehen und das leidige Thema von der Agenda nehmen. Vor allem die US-Industrie leidet unter den neuen Sonderzöllen: Dort ist die Stimmung so schlecht wie seit 2009 nicht mehr. Auch der Beschäftigungsaufbau in den Unternehmen der Industrie-Branchen stagniert bereits seit…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

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SAP-Quartalszahlen glänzen, CEO tritt zurück, Aktie reagiert deutlich

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SAP hat heute Nacht schon seine Quartalszahlen veröffentlicht. Womöglich früher als gedacht, weil der langjährige CEO Bill McDermott überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben hat? Die Gründe für seinen Rückzug sind nicht bekannt, aber ein zweiköpfiges Führungsduo wird seine Arbeit fortsetzen.

Aber nun zu den Quartalszahlen von SAP. Die glänzen. Der Umsatz steigt im Jahresvergleich von 6,02 auf 6,79 Milliarden Euro (+13%). Der Gewinn nach Steuern klettert von 0,97 auf 1,26 Milliarden Euro. Ein sehr guter Zuwachs, der so kräftig nicht erwartet worden war! Die Erlöse aus dem Cloudgeschäft steigen von 1,3 auf 1,79 Milliarden Euro. Die operative Marge klettert von 20,5% auf 24,7%. Da bleiben keine Wünsche offen. Die Reaktion der Börsianer ist klar. Die Nachfolge des CEO findet reibungslos statt, die Zahlen sind mehr als gut. Die Aktie steigt heute um 7,3%.

SAP Quartalszahlen Details

Im Chart seit Ende 2018 kann man den aktuellen Anstieg in der SAP-Aktie gut sehen.

Verlauf SAP-Aktie seit Ende 2018

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